Nachdem ich mir ja letztens noch eine schöne Mühle zugelegt hatte und meine alte Isomac Granmacinino in den Ruhestand durfte, hatte ich ziemlich bald darauf ein paar Probleme mit meiner Isomac Venus (Einkreiser). Nach dem Milchaufschäumen habe ich den Druck über Heißwasserentahme wieder runtergefahren, allerdings fiel das Manometer nicht, wie sonst üblich, auf knapp über 0 Bar, sondern blieb bei 3 Bar hängen und das Wasser wurde regelrecht aus der Lanze gedrückt. Als wäre da irgendwo eine Verengung, die vielleicht dazu führte, dass nun mehr Druck da war, als gewünscht.

Meine Idee also: Entkalken. Das lief eigentlich auch ganz gut, aber danach hörte ich ein seltsames Sprotzeln beim Aufheizen. Ein Blick unter die Haube machte klar: Das gehört nicht so. Die Heizung war zwischen Stahlrohr und Keramik (glaube ich) undicht. Also leider nicht die Dichtung zwischen Heizung und Kessel, sondern die Heizung an sich. Was denkt sich jemand, der zwar einen Schraubenschlüssel von einem Hammer unterscheiden kann, allerdings weit vom technischen Anlagenbauer entfernt ist? Die Heizung kann man ja tauschen.

Entschuldigt bitte die miese Fotoqualität, hatte nur mein iPhone zur Hand. Gesagt getan. Erstmal den Kessel inkl. Brühgruppe rausfrickeln.



Das ist wirklich ein Vorteil der kleinen Einkreiset. Brühgruppe und Kessel bilden eine große Einheit und sind schön temperaturstabil.

Beim umdrehen des Kessels kamen mir schon kleine Kalkteile und so gelbe kleine Kügelchen entgegen. Was ist das? Das sind Teile des vorgeschalteten Filters, den ich mal eine Zeit lang benutzte. Nicht gerade schön, die Vorstellung, dass einige Kügelchen davon in den Kaffee gewandert sind



Als der Kessel dann auf war, war der Anblick nicht mehr so toll Ich sollte öfter entkalken!



Also schnell die Heizung raus.



puh, kein Wunder, dass die Schrott ist



Während die alte auf den Müll flog und der neuen Platz machte ...



... wurden Kessel und Brühgruppe mit Zitronensäure traktiert. Dumm nur, dass Chrom damit nicht in Berührung kommen darf. So muss man sich was einfallen lassen ;-)





Sieht schon besser aus! Nach 2 Stunden entkalken und anschließendem polieren:





Die neue Heizung sitzt auch und schon kann der Kessel mit neuer Dichtung wieder zusammengebaut werden.



Danach dann wieder in die Maschine frickeln. Und WICHTIG: Die Heizung NICHT anschließen. Erstmal den Kessel vollpumpen lassen und danach anschließen, denn sonst ist die neue Heizung direkt wieder durch



Oben sieht man übrigens auch meine kleine Umrüstung auf ein OPV im Kaltwasserbereich und damit einhergehend eine Brühdruckreduzierung auf 9,5 Bar. Ein kleiner Mod, der der kleinen Isomac einen Quantensprung im Geschmack gebracht hat.

Juchu, das Wasser läuft!



Und nach einigen Litern spülens, darf auch wieder der erste Espresso gezogen werden.

Sieht doch gar nicht so schlecht aus



Danke fürs reinschauen!

Nachtrag: nach einer Stunde saubermachen siehst wieder ordentlich aus