Original von madmax1982
Ist das per Ferndiagnose so sicher festzustellen, dass die Aufzugsfeder gebrochen ist?
Wenn ich mir das Räderwerk durch den Glasboden so anschaue, dann gibt es doch vor dem Federhaus mehrere Möglichkeiten, wo ein Bauteil gebrochen sein kann. Bevor man genug Drehmoment aufbringen kann, um die Zugfeder zum Brechen zu bringen, würden imho doch aller Wahrscheinlichkeit nach zuerst die kleinen Zahnräder des Aufzugsräderwerks beschädigt. Schau doch mal auf die Rückseite, ob man beim Aufziegen erkennen kann, ob die beiden Zahnräder sich noch einwandfrei bewegen.
Kann leider hier keine Bilder mehr einstellen, aber mal grob geschrieben.

Sehe die Dinge mal andersrum. Bei einem Uhrwerk geht man immer von der Kraftquelle aus. Also der Zugfeder.

Das Räderwerk ist eigentlich nicht von Interesse, bis auf das es von der Federkraft beschädigt worden sein könnte...Folgeschäden.

Nur wird auch Kraft hinzugefügt. Die Aufzugskraft des Uhrenbesitzers. Das grenzt die Fehlerursachen ein. Zwischen der Krone und der Zugfeder, liegt nur noch die A-Welle, Kupplungsrad,-Trieb, Kronenrad, Sperrad inkl. Sperrkegel nebst Sperrfeder. Sperradbefestigungsschraube, Federkern, Zugfeder...

Bei dem ETA/Unitas ist es wie bei den meisten Uhrwerken, das die Zugfedern die schwachste Stelle im Glied ist, dann kommt das Gesperr und A-Wellen Bruch zählen wir nicht dazu, weil das meist Handhabungsfehler der Nutzer sind, wenn die brechen.

Und das was Mawal da schildert an Symphtomen, passt auf die ZF und das Gesperr als mögliche Ursachen. Folgeschäden können erst in natura diagnostiziert werden.

Gruß Andreas