Disclaimer: bitte nicht persönlich nehmen - jeder Jeck ist bekanntlich anders!

Also ich muss echt schmunzeln wenn ich mir eure Problemschilderungen bezüglich Vorlauf, Nachlauf, die Messergebnisse zur Genauigkeit der eigenen Uhr etc. anschaue. Ich würde im Leben nicht auf die Idee kommen, noch hätte ich die Zeit mich so akribisch mit Zehntelsekunden meiner Uhren auseinanderzusetzen - aber wie gesagt, jeder Jeck ist anders.

In dem Zusammenhang möchte ich euch einen Artikel mitgeben, der mir soeben zufällig über den Weg lief und der m.E. ganz gut zu Thema passt. Fazit: Manchmal gibt es externe Einflüsse, die man einfach nicht kontrollieren kann - also macht euch locker

Forscher drehen an der Zeit

"Wer hat an der Uhr gedreht,..." so lautete in den 1970-Jahren das Schlusslied einer beliebten Comic-Serie. Tatsächlich müssen wir alle paar Jahre die Weltstandardzeit um eine Sekunde nach vorne drehen, damit die astronomische und die physikalische Zeit nicht auseinander laufen.

Wissenschaftler messen inzwischen die Erdrotation mit Radioteleskopen auf etwa drei Millimeter genau und bestimmen so fast in Echtzeit, wie sehr sich beide Zeitversionen unterscheiden. Die Erde rotiert jedes Jahr langsamer. Die Gezeiten bremsen beispielsweise unseren Planeten pro Tag etwas ab. Dadurch entsteht ein Konflikt zwischen zwei Versionen der Zeit: der astronomischen Zeit UT1, die auf der Erdrotation basiert, und der physikalischen Atomzeit, die durch Cäsium-Atomuhren auf der Erde bestimmt wird.

Um beide Zeitversionen zu koordinieren, wurde die Weltstandardzeit UTC eingeführt. Sie vereint beide Zeitangaben und gibt seit 1956 einheitlich an, wie spät es ist. Damit die zwei Zeitversionen aber nicht immer weiter auseinander laufen, wird seit 1972 die Weltstandardzeit alle paar Jahre um eine Sekunde nach vorne gedreht, damit sie annähernd der astronomischen Zeit entspricht - das ist die so genannte Schaltsekunde.

Wann diese Schaltsekunde fällig ist, hängt also von der Erdrotation ab. Sie muss deshalb genau gemessen werden, sonst endet der Unterschied im Zeitchaos. Forscher aus Deutschland, Japan und Norwegen haben ihre Radioteleskope weltweit vernetzt und die Erdrotation auf etwa drei Millimeter genau bestimmt - und damit gleichzeitig fast in Echtzeit gemessen, wie sehr sich beide Zeitversionen unterscheiden. Das war in der Vergangenheit anders.


In dem Sinne, ein schönes, entspantes Wochenende und hoffentlich mal ohne Zeitdruck