Hi zusammen,

habe mir einen Montplanc-Füller bei einem hier schon genannten Online-Händler bestellt. Leider war mir das vorgesehene Griffstück viel zu kurz, das habe ich gleich nach Einlegen einer Patrone und den ersten Strichen bemerkt. Also alles wieder sorgfältig eingepackt, Fingerspuren mit weichem Tuch abgewischt und zurück zum Händler.

Nach der Rücksendung meint dieser nun, dass ja Tinte im Füller gewesen sei und er ihn nur zu einem Abschlag von zwanzig Prozent zurück nimmt. Da er die Stifte für 20% unter Listenpreis anbietet und so eine Gewinnmarge unter 10% habe, würde ihm nun ein Schaden entstehen. Der Stift sei ja nun gebraucht und er kann ihn nicht mehr als Neuware verkaufen. Da ich dafür ja ein gewisses Verständnis habe, habe ich im 10% Abzug vorgeschlagen, worauf er sich aber nicht einlassen will. Unter Vorbehalt habe ich jetzt zugestimmt, damit zumindest der Großteil der Summe wieder zurück kommt. Darauf hat er wiederum eingeräumt, dass er die 20% Abzug nur Im Falle einer gütlichen Einigung anbietet, ansonsten im Falle des Rechtsweges einen ca. 35% Abzug verlangen würde.

Ich bin irgendwie überrascht, wie das Ganze verläuft, hab sowas noch nicht erlebt. Die 20% betragen übrigens 90 €, der Füller hätte 450 € gekostet. Was meint ihr als Montblanc-Profis hier, ist das okay oder zieht er mich über den Tisch?