Was die Argon-Füllung angeht, ist es (natürlich nur meiner persönlichen Meinung nach) ein nettes Gimmick, das man nicht unbedingt braucht. Schaden wird es aber sicher auch nicht.

Die Trockenhaltetechnik beinhaltet bei Sinn 3 Komponenten:

1. Die Füllung mit dem Edelgas Argon. Argon hat große Moleküle, die nicht aus dem Gehäuse herausdiffundieren sollen. Und wo Argon ist, ist kein Sauerstoff. Und ohne Sauerstoff keine Oxydation.

2. Viton-Dichtungen. Sinn verwendet Dichtungen aus Viton. Es soll das Eindiffundieren von Wasser in gasförmigem Zustand gegenüber den üblichen Nitril-Dichtungen erheblich verringern.

3. (der wichtigste Punkt der Trockenhaltetechnik) Die Trockenkapsel. Ins Gehäuse an der Seite eingeschraubt und durch Saphirglas von außen zu betrachten ist eine Kapsel mit Kupfersulfat. Kupfersulfat ist weiß und hygroskopisch. Nimmt es Feuchtigkeit auf, wird das Kupfersulfat blau. Eine ganz tiefblaue Kupfersulfatkapsel ist gesättigt und hat die maximale Feuchtigkeit aufgenommen. Sie muß dann getauscht werden.
Die Kapsel soll das Innenleben der Uhr auf lange Zeit trocken halten, zusammen mit den Viton-Dichtungen und der Argonfüllung.

Die Kapsel wird bei Sinn erhitzt, damit getrocknet und kann dann wieder verwendet werden.


Joa, ich persönlich steh auf technischen Schnickschnack. Deswegen mag ich die Marke Sinn und auch eben solche Gimmicks. Ob man sie wirklich braucht ?
Sicher eher nicht.

Ein netter Nebeneffekt ist IMHO, daß man einen Feuchtigkeitseinbruch quasi direkt durch plötzliche Blaufärbung der Trockenkapsel angezeigt bekommt.

Nachteil: Jeder Service wird bei Sinn stattfinden müssen, wer sollte die Uhr sonst wieder mit Argon befüllen ?

Erfahrung:

Meine Sinn 103 habe ich ca. 3 Jahre, die Kapsel ist noch weiß, allenfalls ganz leicht bläulich und sie geht oft mit mir ins Wasser.

Viele Grüße,


Daniel