Original von Bert_Simpson
möglicherweise hast Du da ein ETA-Werk gesehen, das nur mit 21600 A/h lief (z.B. 2846);
da wäre es natürlich klar, daß der Sekundenzeiger nicht so rund läuft;

andererseits laufen alte Rolex-Kaliber auch nur mit 19800 A/h oder gar nur 18000 A/h und somit der Sekundenzeiger nicht so flüssig wie bei einem 2824 oder dem sehr ähnlichen, jedoch dünneren 2892;

schönen Sonntag noch,
Bert
Die Frequenz hat nur bedingt mit dem "ruhigen" Lauf des Sekundenzeigers zu tun.
Viel eher ist die Art der Konstruktion ausschlaggebend.
Läuft das Sekundenrad direkt im Kraftfluss des Räderwerkes mit, hat man nur wenig Einfluss auf das "Flattern".
Ist das Sekundenrad dezentral, sitzt der Sekundenzeiger auf einer Welle mit Trieb. Diese Welle kann auf verschiedene Arten gefedert werden, um das Flattern des Zeigers zu minimieren. Tatsächlich hat es, wenn ich mich recht entsinne, bei einem früheren Rolex Kaliber sogar eine magnetisch gebremste Sekundenwelle gegeben. Sehr ärgerlich, wenn man gerade mit der falschen Pinzette dazu kam.

Es gab noch verschiedene, teils kuriose Lösungsversuche, die aber wahrscheinlich am Aufwand bei der Herstellung im Bezug zum Ergebnis scheiterten.

Ich persönlich liebe es wenn der Sekundenzeiger ruckelt. Zeigt es doch an, das man ein mechanisches Schätzchen vor sich hat und keinen Quarzticker.

Gruß hermann