Da aller guten Dinge drei sind:
In einem anderen Club hatten wir einen jungen, eingedeutschten Russen. Mein Gott hatte der
Längen ... unfassbar ... 290m carry ... bei einem Handicap von -28 irre ...
Aber warum hatte er nur -28 ?
Er war der typische Drivingrange-Weltmeister ... nur mit dem Driver, nur volle Kanne, nur weit.
Dann ging man mit ihm auf den Platz. 1. Schag in den Wald, Provisorischer Schlag in ein gelbes
Weizenfeld neben der Bahn ... "das Loch streiche ich"
Nächster Abschlag ... 1. Schlag ins Aus, 2. Schlag links in den Wald ... "das Loch streiche ich"
Dritter Abschlag ... 1. Schlag am Ende der Bahn ins Dickicht, prov. Schlag links in den See ...
"das Loch streiche ich"
Natürlich kann man das so machen, aber mit Golf hat das nichts zu tun. Keiner der Gewinner der
Longest-Drive-Contests hat eine ranghohe Position in der Weltrangliste der Berufsgolfer.
Vielleicht denkst Du ja drüber nach ...
Ergebnis 1 bis 20 von 940
Thema: DER Golf Thread
Hybrid-Darstellung
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28.06.2022, 13:05 #1Oyster
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28.06.2022, 13:21 #2Oyster
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Der kann den Ball auch wahnsinnig weit hauen: https://www.timo-petrasch.de/turniere-und-sponsoren/
Nur Golfen kann er halt nicht ...
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28.06.2022, 18:03 #3
In diesem Zusammenhang kann ich nur das Buch "Every Shot Counts" von Mark Broadie empfehlen. Er ist derjenige, der die Strokes Gained Kennzahlen bei den im TV übertragenen Turnieren ausgearbeitet hat. --> Sicher schonmal gesehen?
Jedenfalls war es für mich durchaus erstaunlich festzustellen, dass trotz populärer Sätze wie "Drive for Show, Putt for Dough" (siehe auch itsmedee's Beitrag) der Effekt des langen Spiels (insb. auch der Länge selbst!) höher ist als der Effekt des Puttings.
Einfach gesagt: ein "schlechter" Putter mit gutem langen Spiel gewinnt eher als ein "guter" Putter mit schlechtem langen Spiel.
Bälle im Rough nach einem 300 Meter Drive (klar, damit meine ich nicht ständig den Ball zu verlieren) sind häufig eben trotzdem einfachere Par/Birdie Chancen als Perfekte 160-180 Meter Drives im Fairway.
Wir sind uns trotzdem in einer Sache total einig, glaube ich: Bälle haben im Spiel zu bleiben und das wir eben immer schwieriger, je länger die Schläger und die Schlaglängen werden.
Nur Etwas OT:
Du schreibst, dass keiner der Gewinner der Longest Drive Contests eine ranghohe Position der Weltrangliste inne hält.
> Bryson wäre aus meiner Sicht schon ein sehr gutes Beispiel einer Gegenthese.
> Auch Tiger hat nicht aufgrund seines genialen Putt Spiels die Golfwelt dominiert (da war er im Schnitt schlechter als viele im Feld) - er hat ja viele Talente, aber hat vor allem als Athlet mit gehöriger Sportlichkeit und auch LÄNGE Erfolg gehabt.
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28.06.2022, 19:46 #4Oyster
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Naja ... "die Ausnahme bestätigt die Regel" ... man könnte noch diesen blonden John Daly dazufügen,
der beim Rückschwung mit dem Schlägerkopf fast seine Ferse berührte. Bryson ist von 5 (2021) auf
z.Zt. 33 runter.
Auf Dauer betrachtet ist Länge kein verläßlicher Partner, denn Bernhard Langer ist "ein Kurzer", hat aber
selbst noch im Alter unglaubliche Erfolge. Gerade eben noch Dritter auf der Senior PGA Championship.
In Kürze wird er unter den Senioren einen neuen Weltrekord aufstellen.
Die Ballerei verführt zum Krafteinsatz ... ein guter Schlag bedarf keiner Kraft; für einen Mann schwer
zu akzeptieren ... wo doch Sport fast immer mit Kraft zu tun hat
... siehe Motorsport.
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