Original von Penzes
Wenn die Dichtung trocken ist, sollte man sie am Besten anstatt nur neu fetten zu lassen erneuern. Dichtungen können aushärten, oder beschädigt werden, beim Öffnen oder schließen der Gehäuse.

Was kosten die Bodendichtungen eigentlich?
Nachdem die Uhr offenbar seit Kauf nicht geöffnet wurde, kann die Bodendichtung wohl auch nicht beschädigt worden sein. Für die Kronendichtung gilt das wohl auch, wenn die Uhr tagtäglich getragen und nur gelegentlich mal gestellt wurde.

Aber natürlich können die Dichtungen über die Zeit trotzdem verhärten, austrocknen, porös werden und die Dichtigkeit langsam verloren gehen. Bleibt noch die Glasdichtung, doch die ist jedoch am wenigsten problematisch, da sie keiner mechanischen Beanspruchung ausgesetzt ist.

Die 12-Monats-Garantie von Rolex enthält bestimmt eine gewisse Sicherheitmarge und dann kommt es natürlich auch noch auf den Einsatz an. Gelegentliches Händewaschen mit Uhr ist etwas anderes als regelmäßiges Schwimmen oder gar Tauchen, womöglich in Salzwasser.

Die Dichtungen selbst sind eigentlich "Pfennigartikel", auch wenn sie sich Rolex bzw der Konzi mit fünf bis zehn Euro das Stück bezahlen läßt. Dazu nochmal einen Zwanziger für den Einbau, so sollte man alles in allem mit nicht mehr als 50 Euro dabei sein.

Das sind noch nicht einmal 1,5% vom Neupreis der Uhr, auch nur ein Bruchteil der Kosten für die Reparatur nach einem Wasserschaden. Soviel sollte einem das gute Gefühl alle paar Jahre doch wert sein und wer sich das nicht leisten kann oder will, der hätte besser gleich eine andere Uhr gekauft.