Die Farbigen, die in Italien etc. am Strand Fakes verkaufen, tun mir nur leid.
War mal eine tolle Reportage im TV, die ich durch eigene Beobachtungen nur bestätigen kann.
Der Boss der Truppe, natürlich kein Farbiger, kauft die Blender kistenweise ein, teilt dann morgens jedem seiner Sklaven (denn das sind sie in meinen Augen) zwei, drei Hände voll Uhren zu. Gegen Vorkasse!
Man kann es auch Subunternehmertum in seiner schlimmsten Form nennen.
Anschließend machen sich die Burschen auf den Weg. Den 15-km-Strand rauf und runter. Früher, so meine Erfahrungen, haben sich vor allem Österreicher und Deutsche gern eine halbe Stunde lang sämtliche Modelle zeigen lassen. Das war aber vor bestimmt 10, 15 Jahren. Inzwischen (im Juni gesehen und jetzt in drei Tagen wieder) geht aber kaum noch was. Den Leuten scheint es wohl peinlich geworden zu sein, am Strand als Fake-Käufer geoutet zu werden.
Wenn doch einer einsteigt, dann kann man zum Teil Töne hören, die einem normalen Menschen zuerst die Schamesröte ins Gesicht und dann die Wut in den Bauch treiben. Aber "den ***** da", den kann man ja ruhig anblaffen. Zuhause stellt man womöglich selbst nix dar - aber er hier, der "Bimbo", der steht noch weit unter einem. Es ist zum *****n, wie sich manche Möchtegern-Wohlstandsgesichter da plötzlich als Rassisten hervortun. Alles selbst gehört und erlebt. Hach, sind wir froh, dass wir nicht in Afrika geboren wurden... Einem Verkäufer wurde einmal von einem fetten Deutschen, der sich um damals noch 20 Mark zu viel/zu wenig stritt, mit dickem Grinsen beschieden: "Pech gehabt, hätt'st halt was gescheites gelernt." Seine dümmliche Familie (Mutter und Tochter) lachte da gern mit.
Das schlechtere Geschäft und die zunehmende Zahl der Verkäufer führten mit den Jahren dazu, dass die Jungs immer hartnäckiger geworden sind. Das hält manchen ab - denn er weiß: Sitzt der Verkäufer erstmal neben meinem Liegestuhl im Sand, bekomm ich den die nächste Viertelstunde nicht mehr los...
Abends findet sich die ganze Truppe wieder in Wellblechcontainern am Ortsrand ein. Dort stellt der freundliche Boss ihnen ein Plätzchen im Stockbett zur Verfügung. Gegen Bares natürlich. So bleibt die Kohle im Haus. In seinem.
Alle zwei Wochen macht die Polizei/Zoll dann für die Touris eine große Schau-Razzia. Sie treiben die Verkäufer mit Knüppeln wie die Karnickel über den Strand, fangen sie ab, sperren sie ein, beschlagnahmen die Uhren. Was für ein Schlag gegen die organisierte Uhrenmafia. Motto: Schaut her, wie wir für Recht und Ordnung sorgen. ÄÄhh, die hübschen falschen Uhren schnallen wir uns aus Sicherheitsgründen mal lieber gleich selbst ans Handgelenk. Da wissen wir, wo sie abbleiben.
Dabei wissen die Herren genau, wo die Jungs vom Vertrieb jede Nacht pennen...![]()
Kurz: Vorn latschen sich die Burschen für ein paar Euro netto pro Tag die Fuße platt, lassen sich auf den Kopp hauen und einsperren. Und hinten sitzt der Boss und lacht. Fragt sich halt, wen der wieder hinter sich hat...
Bzw: Das fragt sich in Anbetracht der Lage eigentlich nicht.![]()
Ergebnis 1 bis 20 von 30
Thema: Urlaubsbericht Sardinien
Hybrid-Darstellung
-
10.08.2004, 13:26 #1Date
- Registriert seit
- 28.06.2004
- Beiträge
- 65
Ähnliche Themen
-
Sardinien
Von Bullit im Forum Rolex - Haupt-ForumAntworten: 40Letzter Beitrag: 07.09.2009, 19:06 -
Impressionen aus Sardinien
Von ehemaliges mitglied im Forum Off TopicAntworten: 8Letzter Beitrag: 31.10.2007, 20:13 -
Urlaubsbericht von der Playa de Palma
Von Nachtwandler im Forum Off TopicAntworten: 8Letzter Beitrag: 22.05.2006, 22:41 -
Kleiner Urlaubsbericht
Von Klaus im Forum Rolex - Haupt-ForumAntworten: 20Letzter Beitrag: 14.06.2004, 15:28




) geht aber kaum noch was. Den Leuten scheint es wohl peinlich geworden zu sein, am Strand als Fake-Käufer geoutet zu werden.
Zitieren
Lesezeichen