Also erst einmal habe ich ein Problem mit den Äußerungen eines ehemaligen Moderators eines inzwischen eingestellten Forums, das ich früher schon mal besucht habe. Was der so alles behauptet hat, entpuppte sich nachher als Windei, z.B. dass Rolex 316L-Stahl und nicht 904L verwendet. Dabei bezog er sich auf angebliche Mitarbeiter von Rolex, die dann in englischer Sprache (ich denke, in Genf wird französisch gesprochen...) berichteten, sie hätte mit den "Guys of Geneva" gesprochen, die dann bestätigt hätten, dass 316L verwendet würde. Das Gegenteil ist ja bekanntlich der Fall. Selbst Rolex tut dies inzwischen in Werbebroschüren kund.

Wenn dieser Mensch behauptet, Rolexuhren hätten grobe Verarbeitungsfehler, sollte doch jeder, der sich damit auseinanderzusetzen gedenkt, einmal mit der Lupe seine Pretiosen betrachten und dann einmal vergleichsweise eine Patek Nautilus ansehen. Ich habe das auch gemacht! Bei meinen 9 neu gekauften Exemplaren sind unter der Lupe betrachtet minimale Ungleichheiten an Stundenmarkierungen erkennbar, die jedoch mit bloßem Auge nicht wahrnehmbar sind. Jetzt mal daneben die Nautilus: Das gleiche Bild, auch da sind an den winzigen Teilen unter der Lupe "Unregelmäßigkeiten" erkennbar. Kratzer auf Zifferblättern habe ich allerdings auch an den Rolexmodellen noch nie festgestellt.
An der Stelle sollte sich doch jeder einmal vor Augen führen, worüber wir uns hier unterhalten. Wir reden von Unregelmäßigkeiten, gar von groben. M.E. ist alles, was zur Betrachtung einer Lupe bedarf, zumindest keine grobe Unregelmäßigkeit. Wir sollten auch bedenken, dass bei aller Technik auch viel Handarbeit geleistet wird. Weder Handarbeit noch maschinelle Prozesse sind allerdings (mit vertretbarem Kostenaufwand) in der Lage, Produkte zu schaffen, die bei Betrachtung durch eine Lupe absolute Makellosigkeit zeigen. Und so ergibt sich ein aus meiner Sicht recht einheitliches äußeres Verarbeitungsbild, ob Rolex, Patek oder (habe ich mir auch angesehen) AP Jumbo.

Grüße
Klaus MB