Hallo,
ich denke, allen, die diesen Thread gelesen haben, ist klar: Es geht eigentlich um zwei Dinge: 1. die Sache, 2. Den Ton.

In der Sache sind sich ja alle weitgehend einig und ich stimme hier auch einer harten Vorgehensweise zu.

Nun neigen Menschen dazu, die Wirkung einer inhaltlich harten Vorgehensweise durch eine drastische, den anderen unter Umständen verletzende Vorgehensweise zu verstärken. Nur, dummerweise erreicht man dadurch sein Ziel nicht, sondern gibt dem anderen die Möglichkeit, statt sich mit der Sache auseinanderzusetzen, sich über dieses Verhalten aufzuregen.

Ein Beispiel, dass wahrscheinlich jeder von Euch kennt: Ich mache beim Autofahren objektiv einen Fehler: Biege ab, ohne zu Blinken oder schneide einem Fußgänger, der grün hat, den Weg ab. Der oder ein anderer zeigt mit den "Stinkefinger". Was ist meine Reaktion? Ich denke doch nicht im Traum über meinen Fehler nach, sondern ärgere mich nur über diesen Idioten und dessen Verhalten... und fühle mich überlegen.

Weil das so ist, hat sich z.B. im Training für Verhalten in Konfliktsituationen oder auch folgender Grundsatz entwickelt:

"Hard in the issue, soft in behaviour!"
nicht ganz wörtlich übersetzt:
"Hart in der Sache, gemäßigt im Ton!"

Erfolgreiche Führungskräfte agieren so, Polizisten werden so trainiert...

Schöne Grüße am Sonntagnachmittag,
Rainhard