Zitat von S. 49 (S.51 des PDF) des Rolexstahlherstellers PDF:

Die Botschaft: Egal, wohin Menschen sich bewegen – eine
Rolex halt es aus. Um dieses Versprechen zu erfullen, muss der Uhren-
hersteller Technik und Material standig weiterentwickeln. So stellte sich
zu Beginn der Achtzigerjahre heraus, dass der Stahl in den Uhren nicht
so dauerhaft der Korrosion widerstand, wie sich das die Schweizer Per-
fektionisten vorstellten. Beim Tauchen in den Tropen konnen herkomm-
liche Chromnickelstahle, wie ihn die meisten Uhrenhersteller bis heute
verwenden, korrodieren. Dabei geht Nickel in Losung und lost so hau-
fig Allergien aus. Deshalb kam Rolex damals auf die Thyssen Edel-
stahlwerke zu, heute als ThyssenKrupp Nirosta ein Tochterunterneh-
men der ThyssenKrupp Steel AG. Die Schweizer Uhrmacher suchten bei
den Stahlspezialisten einen Stahl, der nicht nur außerst korrosionsbe-
standig war, sondern auch eine besonders reine Oberflache hatte und
sich gut umformen ließ. Außerdem durfte er nicht magnetisch sein –
mechanische Uhren reagieren darauf außerst empfindlich.
Und tatsachlich konnten die Spezialisten aus dem Prazisionsband-
werk Dahlerbruck im Sauerland einen Werkstoff aus Chromnickelmolyb-
danstahl vorweisen, der genau diese Vorgaben erfullte. Ursprunglich
war dieser fur medizinische Implantate entwickelt worden – rosten aus-
geschlossen. Heute kann Rolex sogar zwischen drei in Frage kommen-
den Werkstoffen wahlen, denn ThyssenKrupp Nirosta entwickelt seine
Produkte in enger Zusammenarbeit mit dem Uhrenhersteller standig
weiter. „Auf den ersten Blick sieht man es nicht – aber das ist das Edel-
ste, was wir herstellen.“ Dr. Ingo Schael zeigt auf eine sehr schmale
Rolle Stahl, so genanntes Prazisionsband. „Ansonsten verwendet Rolex
fur seine Uhren vor allem Gold und Platin, haufig auch kombiniert mit
nichtrostendem Stahl“, sagt Schael, im Werk gemeinsam mit Rolf Laban
zustandig fur technische Kundenberatung und Qualitat. „Damit befindet
sich unser Stahl also in guter Gesellschaft.“ Laban hat die gemeinsame
Entwicklung der Werkstoffe mit Rolex von Beginn an betrieben – nun gibt
er seine Erfahrungen an seinen designierten Nachfolger Schael weiter.
„Es ist sehr wichtig, dass wir dieses anspruchsvolle Produkt auch in Zu-
kunft ebenso gut betreuen wie bisher“, sagt er.