Moin!

So, zurück von "Feindfahrt".

Als erstes eine bestürzende Erkenntnis: heute wird dort nicht dem Firmengründer gehuldigt! Als ich die Dame am Empfang fragte, ob
denn heute nicht die Korken knallen, sagte sie nur reserviert, dass
nur das Datum der Gründung von 1908 zählen würde, alles andere
wäre egal. Ich habe mir also die Frage nach einer Stahl-D zur Feier
des Tages geschenkt, sonst hätte sie mir was von der Fee mit den
dicken Dingern erzählt.

Meine GMT war tatsächlich zur Revi bei Rolex in Köln. Das wurde
auf Anfrage bestätigt. Die Lünette war nach Meinung des Technikers
in Ordnung, aber ich finde, dass sie sich leichter drehen liess, seit
er damit in einem Raum verschwunden ist. Er wies mich auch noch
mal darauf hin, dass ich die Lünette runterdrücken muß. Jedenfalls
ging es hinterher einfacher.

Auch das Rätsel der hakenden Sekunde ist gelöst. In dem Bereich
zwischen zwölf und drei Uhr berührt der Sekundenzeiger das Glas,
sodass das bereits erneuerte Glas inzwischen von innen wieder
verkratzt ist. Dies sieht man aber nur, wenn das Glas abgenommen
wird. Jedenfalls habe ich die Uhr direkt da gelassen, das Glas wird
auf Garantie wieder erneuert und danach überprüfen sie die Uhr
erstmal einige Tage, ob nun alles okay ist.

Finde ich aber schon seltsam, dass die das nicht beim ersten Mal
festgestellt haben.

Und, um die Ehre des Konzis halbwegs zu retten: von der hakenden
Sekunde hatte ich ihm nichts gesagt, weil ich das selber erst vor
wenigen Tagen bemerkt hatte. Aber das mit der Lünette fand ich
schon ein Ding. Kann ja nicht sein, dass ich die dann nicht bewegen
darf, nur um es nicht schlimmer zu machen.

Und jetzt komme ich nach Hause und lese von der Rolex-Toilette.
Mist. Habe ich nicht dran gedacht. Bin extra vorher noch mal ins
Kachelzimmer gegangen. Und jetzt schicken sie mir die Uhr wieder
zu, wenn sie fertig ist.

Danke für die Unterstützung, ich hätte mich auch gewundert, wenn
das so wirklich okay gewesen wäre.

Gruß,

André