Oht Oroloschie – klingt nett.

Bei Rolex bin ich zu Hause. Ruf mich um 3 Uhr morgens an, nuschel eine Referenz – ich weiß die Antwort. Nur: Ich bin nur grad ein bisschen satt. Nicht überfressen, aber satt genug, dass mich aus Genf wenig wirklich reizt.

Also wollte ich etwas Abseitigeres.

Der Funke sprang bereits 2019 über: Eine Parmigiani bei einem Münchner Händler. Am Ende kam etwas dazwischen, wie so oft.

Doch der Gedanke blieb hängen: junge Marke (1996 gegründet, Michel Parmigiani damals 46), leise, ohne „Tataaa“.

Und einigermaßen selten – geschätzt nur 3.000–5.000 Uhren im Jahr.
Dazu das QF-Siegel, strenger als COSC oder Patek-Siegel - schon sehr interessant alles.

Und dann kam das Schicksal:
Letzte Woche tauchte genau diese Uhr wieder auf – in einer seltenen Farbe und bei einem Händler gleich um die Ecke.

Ein kurzes Telefonat, 15:30 Uhr war alles klar, und am nächsten Morgen um 10 stand das Paket vor der Tür.

Drin: ein großes Etui, ein kleines Etui...





....und ein wirklich schönes Werk.



Feinste Finissierung, ein angenehm hörbar schnurrender Microrotor.

Das Gehäuse ist flach, die Uhr federleicht und mit 40 mm perfekt proportioniert. Eine Aquanaut wirkt dagegen fast wuchtig.



Das Zifferblatt: ein wandelbares Blau-Grau, lässig wie Business-tauglich. Schwarz und Opalin gibt’s häufiger – ich wollte eine Dresswatch mit moderner Note. In der Sonne ein Traum.





Das Alligatorband ist nicht mein Fall, aber vielleicht trinke ich es mir in den kommenden Tagen noch schön.



Aber aktuell mag ich den frischeren Look mit dem Molequin-Band noch etwas lieber.





Danke fürs Lesen und Mitfreuen, sorry für die teilweise schlechten Bilder - die Spiegelungen und Staubkörner entstanden, da nur "aus der Hüfte geschossen". Ich reiche bessere Bilder nach, sie hat es verdient.

Schönen 2. Advent!

Ach ja:
Die Uhr ist am 2.12. eingezogen – zufällig der Geburtstag von Michel Parmigiani. Also: Alles Gute nachträglich, Michel!