Vielen Dank für Deinen interessanten Beitrag, Steve.

Original von steve73
So da die vorherigen Rolex-Reporte (Nr. 1 - 16600, Nr. 2 - GMT-Master, Nr. 3 - Daytona von mir scheinbar auf wenig Gegenliebe stoßen (und stattdessen lieber ständig über Fakes, selbstgemachte Zifferblätter und Schwachsinn diskutiert wird)
In einem Forum mit mittlerweile fast 3000 Mitgliedern müssen wir mit diese Tatsache wohl leben. Mach Dir nicht daraus, es gibt genügend Mitglieder, die Deine Beiträge zu schätzen wissen.

Brozek ist meiner Meinung nach allerdings immer mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. Hier ein Beispiel:

Original von steve73
Ebenfalls erwähnenswert beim Model 1019 ist, das die nummerierte Lünette im Submariner-Stil ersetzt wurde durch eine glatte, polierte Lünette.
Hier irrt Brozek. Die 1019 verfügte über ein eigenständiges Gehäuse, welches nicht auf der Submariner basierte. Er hat offenbar 6541 und 1019 verwechselt.

Die Milgauss 1019 verfügte über einige Besonderheiten innerhalb des damaligen Rolex-Programms. Nicht nur, daß sie (neben der Oysterquartz) einer magnetischen Feldstärke von 1000 Oersted bzw. einer magnetischen Flußdichte von 1000 Gauss widersteht, sondern

der Gehäusedurchmesser ist mit ca. 37-38 mm geringfügig größer als bei Datejust und Explorer,
die Milgauss verfügt über eine kleinere Auzugskrone (Nr. 530, u.a auch bei Turn-O-Graph 1625 und GMT-Master 1675 verwendet) als Datejust und Explorer (Nr. 600),
nur in der Milgauss wurde das Kaliber 1580 eingesetzt,
die Zeiger wurden nur bei der Milgauss verwendet (nur die 1655 verfügte ebenfalls über eigenständige Zeiger innerhalb des Rolex-Programms)
die Milgauss konnte laut den Katalogen in den 70ern sowohl mit, als auch ohne Leuchtmittel geliefert werden.

Die Milgauss 1019 ist eine außergewöhnliche Rolex, die das Schicksal des Ladenhüters mit der Explorer II 1655 und der Daytona 6263/6265 teilt. Ich vermute allerdings, daß die Milgauss im Vergeich zu 1655 und 6263/6265 in noch geringeren Stückzahlen gebaut wurde. Nur aus diesem Umstand ist auch der heutige, exorbitante Preis zu erklären.

Gruß
Matthias