Patek macht lt. Morgan Stanley ca. 2,0 Mrd Einzelhandels - Umsatz (2021). Bei 60.000 Uhren p.a. macht dies ein Handelsumsatz von 33.333 euro p. Stück im Median. Dies spricht doch sehr dafür, daß die Hauptumsätze auf Verkäufen komplizierter Uhren basieren.
Die großen Komplikationen sind sicherlich wirksame Werbeträger der Uhrmacherkunst. Aber die normale für jeden Uhrenliebhaber erschwingliche komplizierten Uhren machen das Gros aus.
Das sind einfach Gutverdiener, die auch gerne mal Ende 5-stellig bis Anfang 6-stellig für eine Patek investieren.

Die High-Roller kaufen sicher mal eine große Komplikation oder doch eher eine Richard Mille.
Aber das Mengen Basis-Geschäft wird vom gut verdienenden Uhrenliebhaber realisiert (wie auch hier im Forum)
Und davon kenne ich im Forum doch einige. Genau die, die jetzt sich doch enttäuscht abwenden und sich verprellt fühlen.

Sicherlich ist das bei Lange noch etwas anders zu betrachten, da dort nur 6.000 Uhren weltweit abzusetzen sind.

Ich habe das Gefühl, daß bei 60.000 Uhren, die auf dem Markt gelangen, die Preise doch ein wenig bröckeln, da die Nachfragemacht
überschätzt wird.
In den letzten 2 Jahren dachten wir doch, daß die Nachfrage nach 60.000 Patek und 1,0 Mio. Rolex unfassbar groß ist und so der Graumarkt die Preise megamäßig anheizt. War wohl so, aber aus anderen Gründen.

Und nun: bisschen Rückgang der Nachfrage und schon brechen die Markt - Preise ein?????, so daß ich keine Mühe habe, Konzis anzurufen, die mir sofort
einige Modelle, die vor 6 Monaten unerreichbar waren, sofort liefern können. Da rede ich noch nicht von Nautilus und Aquanaut. Der Rest ist schon
einigermaßen schnell verfügbar. Selbst Anrufe bei Grauhändlern sind erfolgreich, wenn man eigentlich begehrte komplizierte PP nachfragt. Und wir sind erst am Anfang der Geschichte.

Das kann allein nicht die Erklärung sein. Es muss mehr dahinter stecken.
Und dann gleichzeitige Reduzierung der Konzis bei Patek und Rolex. Was soll das bringen? Reduzierung der Vertriebskosten? Das wäre nachvollziehbar aber bei
abfallenden Marktpreisen dümmlich.

Und was hat es AP gebracht Boutiquen einzurichten und trotzdem Marktpreisrückgänge bzw. Begehrlichkeitsrückgang zu vermerken.
Kenne genügend Leute, die Ihre AP nicht mehr so hypen bzw. zu guten Preisen veräußert haben.


Vielleicht ist die einfachste Erklärung, daß der Hype vorbei ist und 3 % Zinserhöhung das übrige getan haben.

Ich weiß es jedenfalls nicht.

Selbst stelle ich einfach nur bei mir fest, daß ich irgendwie Spaß an der Suche und Jagd verloren habe. ( Siehe AP, Lange und nun vielleicht auch PP Konzi Reduzierung - Rolex haben wir ja alle genug), weil ich nicht mehr in Kontakt komme und nichts begrabbeln kann oder dafür Tage opfern müsste.

Vor einigen Jahren habe ich mit 3 Porsche in der Garage auch plötzlich den Spaß verloren. Sind immer noch da, aber die neuen aktuellen Modelle begeistern mich nicht mehr. Es bleiben einfach schöne Autos, die Neuen jedoch immer das gleiche - nur teurer

Nun beigeistern mich mehr Motorräder oder Luxus - Reisemobile.
Da spüre ich Innovation und entdecke immer Neues

Bei Uhren ist das so ähnlich wie bei den oben genannten Porsche - immer das gleiche aber nur noch teurer

Und da hört meine Begeisterung bei einigen Marken auf

Wollte eigentlich gar nichts mehr dazu schreiben. Aber Diktierfunktion lässt ausufern. Tut mir leid.
Ich möchte mich einfach wieder für das zigjährige Hobby weiter engagieren und befeuern lassen.