Hm. Ich kann die verschiedenen Aspekte alle einigermaßen nachvollziehen. Ich denke das hat auch damit zu tun, welche Botschaften man in seiner Jugend empfangen hat & welche sich davon im Kopf eingenistet haben.

Für mich geht es hier um Marken ganz allgemein. Nicht nur die Swatch oder der Casio Rechner am Arm (zu meiner Zeit) waren Mittel, um gewollt oder ungewollt irgendwelche Botschaften zu senden sondern auch Chevignon, Diesel, Barbour & co. oder eben auch Air Jordans, Chucks, etc. haben etwas ausgedrückt.

Nach meinem Empfinden, wollten die meisten auch cool sein oder dazugehören. Oder eben zu einer anderen Klasse gezählt werden (oder waren tatsächlich in einer anderen sozialen Schicht), das drückte man bzw. drückt man mit anderen Marken aus. Marken dienen immer dazu etwas zu suggerieren. Was die Wahrnehmung dahinter ist, ist wiederum eine andere Geschichte.

Rolex wird heute durch die gegenwärtige Wahrnehmung aber auch viele Stahl PPs, als der der nach außen angeben muss interpretiert. Richtig oder falsch ist im Grund genommen egal. Wer dem ganzen entgehen will, muss sich entweder mit einem Freundeskreis umgeben dem das alles egal ist oder Marken tragen, die nach außen wenig Interpretationsspielraum zulassen. Und dazu gehören nun mal keine LV Sachen, die nach außen deutlich suggerieren was viele Träger bezwecken wollen, keine Versace Klamotten oder Gucci Produkte, die nach außen Schreien sondern Klamotten die nach außen ohne Markenlabel „in your Face“ einem das Gefühl geben sich in seiner Haut wohl zu fühlen (die hat Gucci & Versace durchaus auch). So ist das m.M. nach auch bei Uhren, nicht schreien tut eben eine Vintage Rolex, nicht schreien tut eine klassische PP, etc.

Am Ende muss jeder für sich entscheiden, wie er sich am wohlsten fühlt mit den Marken die einen bekleiden/ umgeben. Ein Depp mit einer Rolex oder PP ist immer noch ein Depp. Und ein kultivierter, wohlhabender Mensch bleibt auch einer, wenn dieser trotz der meist negativen Wahrnehmung Golduhren sammelt.