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  1. #1
    Day-Date Avatar von Peterchens Mondfahrt
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    Zwischen A52 und A61 😉
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    sehr schöne Bilder, Peking ist definitiv nochmal eine Reise wert 👍 bist du auch zur Chinesischen Mauer gefahren ?

  2. #2
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    Toller Bericht!! Hab ich das richtig verstanden, dass die Preise für Hin & Retour waren? Wenn ja, waren das ja echt sehr gute Konditionen!

  3. #3
    Yacht-Master Avatar von benjik
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    Sehr schön! Ach solche Mileage Runs machen mich neidisch. Tolle Aktion
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    Beste, Ben

  4. #4
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    Soooooo geil

    Vielen Dank fürs Mitnehmen!

  5. #5
    PREMIUM MEMBER Avatar von wowa80
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    Wow Kalle ! Ich beneide dich drum, alles richtig gemacht. Vielen Dank für deinen schönen und spannenden Bericht und halte uns ruhig am laufenden.

    Gruß

    Waldemar
    Viele Grüße,

    Waldemar

  6. #6
    PREMIUM MEMBER Avatar von Kalle
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    Nach der Mittagspause ging es dann weiter zum Sommerpalast.
    Auch wenn die Bilder täuschen, es war bitterkalt. Das kam aber auch mehr vom Wind.
    Dennoch war der erste Tag der wärmste...ich würde definitiv eine andere Jahreszeit empfehlen.
    April - Mai oder September - Oktober bietet sich hier an.
    Die Eintrittsgelder für alle Dinge waren im Preis für Guide & Fahrer schon inkludiert und wurden vorab gekauft.


    Eingang Sommerpalast, bewacht von den zwei Löwen...


    Ich war auch gerade zum Chinese New Year dort.
    Jedes kleine Dorf und jeder Platz war mit den roten Lampen geschmückt, sowie alle Strassen.


    Wie man sieht, auch der See war zugefroren.






    Das war wirklich super angelegt, mit den ganzen Bauwerken und Verzierungen.


    Die Treppen auf den Turm kamen mir sehr gelegen, da konnte man sich etwas aufwärmen.


    Im Sommer wäre das hier bestimmt noch schöner anzusehen. Es standen auch kleine Boote zur Verfügung,
    um auf dem See umherzufahren. Ging aber leider auf Grund der Temperaturen nicht.




    Die Aussicht von oben war genial. Man konnte den ganzen See und einen kleinen Teil der Stadt sehen.




    Das Marble Boat...komplett aus weissem Marmor gebaut.


    Im Anschluss ging es zu einer Tea Ceremonie. Es war hoch interessant,
    einmal sehr hochwertigen Tee und Gebäck zu verkosten.


    Rückweg ins Hotel nähe des Olympia Stadions. Das habe ich mir nicht mehr angesehen an diesem Tag.
    Wir sind ungefähr 15km zu Fuss unterwegs gewesen bei -5 Grad und 8h. Das war genug.


    Abends dann immer ein heisses Bad...
    Gruß Kalle
    ...acta, non verba...

  7. #7
    Yacht-Master Avatar von Suerlänner
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    Ganz großen Dank für die Rollen Bilder und Berichte
    Alles Gute

    Torsten

    "Viel mehr Menschen müssen mit dem geistigen Existenzminimum auskommen, als mit dem materiellen."
    Harold Pinter, britischer Schriftsteller

  8. #8
    Mil-Sub Avatar von Sailking99
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    Sommerpalast ist ein echtes Highlight in Pek.
    Machst Du noch die verbotene Stadt?
    There is no Exit, Sir.

  9. #9
    PREMIUM MEMBER Avatar von Kalle
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    Zitat Zitat von Sailking99 Beitrag anzeigen
    Sommerpalast ist ein echtes Highlight in Pek.
    Machst Du noch die verbotene Stadt?
    Es kommt noch einiges...das war der erste Tag
    Gruß Kalle
    ...acta, non verba...

  10. #10
    PREMIUM MEMBER Avatar von SteveHillary
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    Seeehr geil, Kalle!! Danke fürs mitnehmen!!!!!! So ein Trip alleine hätte wirklich seinen Reiz!

    Genießt die Pausen des Lebens! Stephan

  11. #11
    Mil-Sub Avatar von Sailking99
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    Wie lange bist Du da?
    Brauchst Du noch einen Restaurant Tip?
    There is no Exit, Sir.

  12. #12
    PREMIUM MEMBER Avatar von Kalle
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    bin doch schon wieder zu Hause...
    Gruß Kalle
    ...acta, non verba...

  13. #13
    Mil-Sub Avatar von Sailking99
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    Oh, sorry. Dachte es wäre live.
    There is no Exit, Sir.

  14. #14
    ehemaliges mitglied
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    Sehr schoen - konnte man sich in China frei bewegen und mit jedem sprechen ?

  15. #15
    PREMIUM MEMBER Avatar von Kalle
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    Zitat Zitat von Magic Beitrag anzeigen
    Sehr schoen - konnte man sich in China frei bewegen und mit jedem sprechen ?
    Also das geht. Zumindest habe ich keine Grenzen bemerkt. Wurde aber auch von dem Guide auf nichts hin gewiesen.
    Internet war teilweise etwas eingeschränkt. Google usw. hat bei mir nicht funktioniert.
    Die R-L-X Seite lief aber immer flüssig.

    Das grosse Problem ist die Sprache & Schrift. Auf der Strasse kommt man alleine schwer weiter mit Englisch. Zumindest wenn man sich vom Hotel etwas weiter weg bewegt. Mir war das mit Begleitung sehr recht...
    Gruß Kalle
    ...acta, non verba...

  16. #16
    DoT Double Winner 2024 & 2025 Avatar von DerLeon
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    很酷的旅行。北京真是太棒了👍

    Cooler Trip. Peking ist echt genial 👍🏼

    Internet ist echt so eine Sache. Die “great firewall of China” wird leider immer besser

  17. #17
    PREMIUM MEMBER Avatar von Kalle
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    Am nächsten Tag (Tag 2) ging es dann weiter...das Wetter wurde schlechter (kälter).
    Mir wurde dann auch ungefähr die Dimension dieser Stadt bewusst...Crystal sagte mir, dass es momentan 30 Mio. Einwohner gibt.
    Das erste Ziel an diesem Morgen war Hutong, was so viel wie traditionelle Wohnhöfe bedeutet. In diesem Fall war es ein Stadtteil,
    der ungefähr 100 Jahre besteht. Bezeichnend waren die Toiletten und Duschen gesammelt für die Bewohner dieser Stadtteile.
    Diese Häuser für die Anwohner habe ich des öfteren in einigen Stadtteilen gesehen, da die einzelnen Wohnhäuser keine Bäder haben.

    Zuerst ging es aber via Rikscha durch diesen alten Teil, der extra für Touristen geöffnet war.
    Vor Ort waren auch Chinesen, die noch nie einen Europäer gesehen haben. ich weiss gar nicht,
    auf wie vielen Bildern ich jetzt bin zusammen mit den Menschen...das war eine tolle Begegnung.


    Das kenne ich ja schon aus Berlin, da bewege ich mich des öfteren so fort.


    Der Fahrer war sehr nett, mega durchtrainiert und dank Crystal konnte ich mich auch mit ihm gut unterhalten.


    Unglaublich, wie viele Leute da Rikscha fahren wollten.


    Wohnhaus eines hohen Beamten oder Militärs. Zu erkennen an den beiden Steinen
    rechts & links auf der Treppe.


    Gasse mit Restaurants und Geschäften in Hutong.
    Gut zu erkennen Chinese New Year.


    China Town Eingang in Peking


    Wohnhaus um 1900, das zu einem Museum umgebaut wurde.


    Innenhof des Wohnhauses. Gut zu erkennen die verschiedenen Zimmer.


    Schlafzimmer / Bett vorbereitet für die Hochzeit.


    Einrichtungsgegenstände auch aus der Jahrhundertwende.


    zu Fuss durch einen Stadtteil, der auch über 100 Jahre alt ist.


    schön angelegt, der Bach ist auch zugefroren...


    Mittagessen in einem chinesischen Restaurant.
    Gebackene Banane scheint eine deutsche Erfindung zu sein.
    Desserts sind eigentlich nicht üblich und standen auf keiner Karte.


    Eingang zum Tian'anmen Square. Wartezeit in der Schlange ca. 1h


    Im Hintergrund die grosse Halle des Volkes


    National Museum der Volksrepublik


    Gedenkhalle für Mao


    Eingang zur verbotenen Stadt. Das Bild des Vorsitzenden wird jährlich bemalt.


    im Hintergrund, Tor der höchsten Harmonie


    Es war sogar möglich eine Ausstellung im Inneren zu betreten.


    Blick auf das Mittagstor, im Hintergrund der Tian'anmen Square.


    Die Dächer waren schön anzusehen. Man beachte die gelbe Farbe.


    Eckturm auf der inneren / äusseren Mauer.


    Halle der höchsten Harmonie.


    Blick im inneren der verbotenen Stadt. Also im engsten Circle.


    Die Treppen und Verzierungen waren sehr aufwendig.
    Die Platte in der Mitte war ein! Teil.


    Der Thron des Kaisers.


    Aufnahme von einem Schlafzimmer. Leider konnte man die ganzen
    Gebäude nicht betreten. Innen hat man vieles so nicht sehen können.


    ein letzter Blick zurück...


    Abends bin ich ins Theater gegangen...


    Kung Fu Show...


    War gut besucht und mal was vollkommen anderes.


    Abends gab es dann das landestypische Weisswein-Parmesan-Risotto
    Geändert von Kalle (06.03.2019 um 17:52 Uhr)
    Gruß Kalle
    ...acta, non verba...

  18. #18
    PREMIUM MEMBER Avatar von Yachtmaster 40
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    Mega spannender Bericht! Vielen Dank und schöne Grüße, Thomas

  19. #19
    INK-Master Avatar von tat2art
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    Danke für den Report und die vielen Peking Bilder!
    Ich bin Anfang Mai wieder dort und darf mich dann mit der Hitze herumschlagen (Winter ist nicht die schlechteste Zeit für Peking, auch wenn es eben kalt ist).
    Freue mich aber trotzdem drauf!

    Zu Deinem Bericht:
    Ich möchte hier auf keinen Fall eine politische Diskussion lostreten, aber vielleicht interessieren Dich ja selbst einige Hintergrund Infos zum Gezeigten.

    Während der Nuller Jahre war ich oft und auch länger in Peking, da meine damalige Partnerin (heute promovierte Ethnologin am Max Planck Institut) dort studiert hat.
    Im Fokus ihres Interesses als angehende Ethnologin und Sinologin lag damals das Verschwinden traditioneller Lebensweisen in chinesischen Großstädten.
    In dem Zusammenhang haben wir öfters Zeit in den Hutongs verbracht, die damals rapide platt gemacht wurden.
    Diese oft zwangsweise Entfernung der Wohnbevölkerung aus wirtschaftlich wichtigen urbanen Zonen haben übrigens auch viele europäische Städte (z.B. Speicherstadt Hamburg) durchgemacht.
    Übrig sind heute nur noch einige Vorzeige Hutongs, durch die per Rikscha Touristen aus nah und fern an Boutique Hotels und schicken Geschäften vorbei kutschiert werden.
    Das will ich gar nicht be- oder gar verurteilen, da die Lebensverhältnisse dort tatsächlich nicht gerade hygienisch waren. Allerdings verschwand mit den Hutongs auch viel Gemeinschaftsgefühl in der Nachbarschaft, das sich nicht 1:1 auf die heutigen Wohntürme (wohin die Bevölkerung, wenn sie Glück hatte, verfrachtet wurde) übertragen ließ.
    Dass es zumindest an einigen wenigen Orten in der Stadt renovierte (oder vollkommen neu aufgebaute!) "Hutongs" gibt, ermöglicht zumindest, dass die damalige Lebensweise nicht ganz vergessen wird.

    Nun zum Yonghegong (Lama Temple):
    Unbestritten ist dieser eine der Hauptattraktionen für Besucher der chinesischen Hauptstadt, sowohl aus dem Aus- als auch Inland.
    Er war tatsächlich seit dem 17. Jahrhundert ein zentraler spiritueller Ort des Reiches und ist daher historisch wie architektonisch extrem wichtig.
    Nur: Ein wirklich aktiver tibetisch-buddhistischer Tempel ist er nicht mehr. Oder zumindest war er es in der Zeit meiner häufigen Besuche dort (ca. 2003-2008) nicht.
    Die Mönche, die man dort sieht oder sah, waren - trotz ihres Aussehens - keineswegs tibetische Geistliche, sondern ganz normale Chinesen, die um 16:30 Feierabend machten, sich umzogen und nach Hause zu ihren Familien gingen!
    Meine Ex, welche die Sprachen beider Völker schon damals fließend beherrschte, konnte das während ihrer Studienbesuche im Yonghegong eindeutig feststellen, wenn sie den Gesprächen dieser Leute dort lauschte oder ihnen gar Fragen zu Ritual und Geschichte des Tempels stellte.
    Auch die vielen "tibetischen" Souvenirs, die in den Geschäften rundherum verkauft werden, haben den Himalaya nie erblickt und sind wohl eher in Yiwu oder Guangzhou entstanden als in Lhasa.
    Was allerdings super und empfehlenswert rund um den Yonghegong ist, sind die ausgezeichneten vegetarischen Restaurants, die sich auf die (eher südostasiatisch-) buddhistische Tradition des fleischlosen Essens beziehen. Dagegen: Viele tibetische Mönche - einschliesslich HHDL - essen tatsächlich durchaus Fleisch!

    Allerdings habe ich mitbekommen, dass die tibetisch-buddhistische Religion im urbanen China sehr populär geworden ist, und der Yonghegong nun tatsächlich auch wieder Pilger anzieht, wenn auch nicht unbedingt Tibeter aus Tibet.
    Das Thema politisch in China anzusprechen ist übrigens ziemlich zwecklos; auch junge gebildete Chinesen haben keinerlei Verständnis für "separatistische" Tendenzen.
    Mehr als Weisheit aller Weisen
    Galt mir reisen, reisen, reisen ... Theodor Fontane

    Wherever I lay my head is home!
    Mic

  20. #20
    PREMIUM MEMBER Avatar von Kalle
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    WOW...vielen Dank für die tollen Infos, Mic...

    Zitat Zitat von tat2art Beitrag anzeigen
    Danke für den Report und die vielen Peking Bilder!
    Ich bin Anfang Mai wieder dort und darf mich dann mit der Hitze herumschlagen (Winter ist nicht die schlechteste Zeit für Peking, auch wenn es eben kalt ist).
    Freue mich aber trotzdem drauf!

    Zu Deinem Bericht:
    Ich möchte hier auf keinen Fall eine politische Diskussion lostreten, aber vielleicht interessieren Dich ja selbst einige Hintergrund Infos zum Gezeigten.

    Während der Nuller Jahre war ich oft und auch länger in Peking, da meine damalige Partnerin (heute promovierte Ethnologin am Max Planck Institut) dort studiert hat.
    Im Fokus ihres Interesses als angehende Ethnologin und Sinologin lag damals das Verschwinden traditioneller Lebensweisen in chinesischen Großstädten.
    In dem Zusammenhang haben wir öfters Zeit in den Hutongs verbracht, die damals rapide platt gemacht wurden.
    Diese oft zwangsweise Entfernung der Wohnbevölkerung aus wirtschaftlich wichtigen urbanen Zonen haben übrigens auch viele europäische Städte (z.B. Speicherstadt Hamburg) durchgemacht.
    Übrig sind heute nur noch einige Vorzeige Hutongs, durch die per Rikscha Touristen aus nah und fern an Boutique Hotels und schicken Geschäften vorbei kutschiert werden.
    Das will ich gar nicht be- oder gar verurteilen, da die Lebensverhältnisse dort tatsächlich nicht gerade hygienisch waren. Allerdings verschwand mit den Hutongs auch viel Gemeinschaftsgefühl in der Nachbarschaft, das sich nicht 1:1 auf die heutigen Wohntürme (wohin die Bevölkerung, wenn sie Glück hatte, verfrachtet wurde) übertragen ließ.
    Dass es zumindest an einigen wenigen Orten in der Stadt renovierte (oder vollkommen neu aufgebaute!) "Hutongs" gibt, ermöglicht zumindest, dass die damalige Lebensweise nicht ganz vergessen wird.

    Nun zum Yonghegong (Lama Temple):
    Unbestritten ist dieser eine der Hauptattraktionen für Besucher der chinesischen Hauptstadt, sowohl aus dem Aus- als auch Inland.
    Er war tatsächlich seit dem 17. Jahrhundert ein zentraler spiritueller Ort des Reiches und ist daher historisch wie architektonisch extrem wichtig.
    Nur: Ein wirklich aktiver tibetisch-buddhistischer Tempel ist er nicht mehr. Oder zumindest war er es in der Zeit meiner häufigen Besuche dort (ca. 2003-2008) nicht.
    Die Mönche, die man dort sieht oder sah, waren - trotz ihres Aussehens - keineswegs tibetische Geistliche, sondern ganz normale Chinesen, die um 16:30 Feierabend machten, sich umzogen und nach Hause zu ihren Familien gingen!
    Meine Ex, welche die Sprachen beider Völker schon damals fließend beherrschte, konnte das während ihrer Studienbesuche im Yonghegong eindeutig feststellen, wenn sie den Gesprächen dieser Leute dort lauschte oder ihnen gar Fragen zu Ritual und Geschichte des Tempels stellte.
    Auch die vielen "tibetischen" Souvenirs, die in den Geschäften rundherum verkauft werden, haben den Himalaya nie erblickt und sind wohl eher in Yiwu oder Guangzhou entstanden als in Lhasa.
    Was allerdings super und empfehlenswert rund um den Yonghegong ist, sind die ausgezeichneten vegetarischen Restaurants, die sich auf die (eher südostasiatisch-) buddhistische Tradition des fleischlosen Essens beziehen. Dagegen: Viele tibetische Mönche - einschliesslich HHDL - essen tatsächlich durchaus Fleisch!

    Allerdings habe ich mitbekommen, dass die tibetisch-buddhistische Religion im urbanen China sehr populär geworden ist, und der Yonghegong nun tatsächlich auch wieder Pilger anzieht, wenn auch nicht unbedingt Tibeter aus Tibet.
    Das Thema politisch in China anzusprechen ist übrigens ziemlich zwecklos; auch junge gebildete Chinesen haben keinerlei Verständnis für "separatistische" Tendenzen.
    Geändert von Kalle (07.03.2019 um 18:41 Uhr)
    Gruß Kalle
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