Das ist ein Stück weit eine philosophische Frage. Ich kenne Foren, da wirst du für solche Stunts niedergemacht, weil nämlich, erst nach vollständiger Uhrmacherausbildung, Meisterbrief und 5 Jahren Praxis hast du überhaupt das Recht, dich einer Rolex auf mehr als 10 cm zu nähern, etc., etc. ...

Ich bin da eher entspannt, das ist (m)eine Uhr und kein unwiederbringliches Kulturgut. Man sollte sicher erst an kostengünstigen Werken üben und Sicherheit gewinnen, aber die hier gezeigten Arbeiten sind keine Raketentechnik. Bin völlig bei Makis_Cold, gutes Werkzeug ist essentiell. Das muss man dann natürlich auch richtig einsetzen. Wenn man z.B. mit zwei Stahl-Pinzetten das Federhaus wieder verschliesst, braucht man sich nicht zu wundern, wenn das schöne Finish total zerkratzt ist.

Ich habe in dem Beitrag auch nicht alles detailiert beschrieben was ich gemacht habe (z.B. Ölen, Zugfeder entspannen vor Sperrrad-Entnahme, permanentes Staub-Ausblasen, etc. ...).

Finally: Wenn ich dann doch was kaputt mache, weil ich mit dem Schraubendreher abrutsche oder irgendeinen anderen Fehler mache, dann bin ich halt selber Schuld. Das (finanzielle) Risiko kenne ich ja und die Zahl der Leute, die in den letzten 3 Wochen bei mir geklingelt und mich mit vorgehaltener Waffe zu dieser Reparatur gezwungen haben, ist auch überschaubar.

Gruß

Erik