Die meisten leben eh nach dem Motto: "Immer fit mit Kleinkredit" :twisted:
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Thema: Wie fing alles an ?
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31.08.2005, 13:24 #21Mil-Sub
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Da sprichts einer an.Original von Virtuose
Stimmt. Macht aber keiner, denn wie sonst sind die ganzen Leasingverträge mit viel zu teuren Autos zu erklären.
Trotzdem: Eine Rolex least ja kaum jemand oder? Ich würde es nicht machen.
Mit dem Auto ist es halt so, das es das größte Statussymbol ist, zumindest für die meisten...
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31.08.2005, 13:25 #22Leeve Jrooß
mario

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31.08.2005, 13:27 #23GMT-Master
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Original von Tom
Meine Elter sind Schausteller... ich hatte eine harte Kindheit... weil wir keinen festen Wohnsitz haben, können wir auch keine Bankverbindung haben... aus diesem Grunde tragen wir alle ne Rolex -quasi als Sparbüchlein- um das Handgelenk...

Liebe Grüße
Michael
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31.08.2005, 14:06 #24ehemaliges mitgliedGastHehe - konnte mir das nicht verkneifenOriginal von Der Goldmann
woher kenne ich die Geschichte nur ??????...............Original von Tom
Meine Elter sind Schausteller... ich hatte eine harte Kindheit... weil wir keinen festen Wohnsitz haben, können wir auch keine Bankverbindung haben... aus diesem Grunde tragen wir alle ne Rolex -quasi als Sparbüchlein- um das Handgelenk...

Gruß Olli
Aber mal im Ernst... es fing an wie bei Westernhagen...
...mit 18 rannte ich in Düsseldorf rum... war im ersten Ausbildungsjahr und hatte gerade mein erstes Weihnachtsgeld auf dem Konto.
Mein Bruder hatte seinerzeit mein Interesse für TAG Heuer Uhren geweckt, indem er sich eine 2000er Serie gekauft hatte. Ich war von den Uhren und der Marke TAG Heuer - gerade wegen des Sportlichen Images (ich war bzw. bin grosser Senna Fan) - sehr angetan. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich Swatch Träger - so nach dem Motto "nie im Leben würde ich mehr als 100 DM für 'ne Uhr ausgeben"... aber in diesem Dezember war es irgendwie anders. Mein Interesse war für diese kleine Heuer F1 geweckt worden und ich konnte nicht mehr anders als jeden Tag an sie denken. Schliesslich war es soweit und ich kaufte diese kleine Uhr mit Kunststofflünette und Quarzwerk.
3 Jahre der Glückseeligkeit folgten. Ich trug meine TAG Heuer täglich. Erfreute mich an den neongelben Indexen und Zahlen. Als ich mich vor dem Juwelier Deiter im Centro in Oberhausen beim Anstarren einer 2000er TAG Heuer mit blauem Zifferblatt wiederfand. Dummerweise hatte ich an diesem Tag keine Uhr am Handgelenk und das Interesse an dieser Uhr aus Stahl (ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt keine Uhr komplett aus Stahl) vermischte sich mit dem Bedürfnis eine Uhr zu tragen. Spontan kaufte ich meine 2te TAG Heuer mit Quarz Werk.
Es folgten wieder ca. 3 Jahre der Glückseehligeit und innerer Zufriedenheit mit meiner Heuer 2000er Quarzuhr. Bis zu jenem Schicksalhaften Tag in Düsseldorf.
Ich erinnere mich noch als wenn es gestern gewesen wäre. Wir gingen über die Kö - meine damalige Freundin (hübsches Ding) im Arm - sagte die Schicksalhaften Worte "Schatz, Deine Uhr ist ja schön..." - ich "ja ? und ?" - sie "aber sie passt nicht zu Dir"... zwischenzeitlich waren wir vor Blome stehengeblieben... "schau' mal dort - die Uhr würde zu Dir passen"... neugierig blickte ich in das Schaufenster und sah mich zahlreichen Omega Modellen gegenüber. "Welche genau?" fragte ich - noch hoffend, dass sie eine nicht zu teure Uhr meint. Sie deutete auf eine blaue Omega Seamaster mit Bond-Armband. Die Uhr war schön, das wurde mir direkt klar. Aber sie sollte 2.600 DM kosten. Das wäre mehr Geld als ich für mein erstes Auto hingeblättert hätte. Aber ich war fasziniert etwas elektrisiert von dieser kleinen Stahluhr. Ich wollte sie aus der Nähe sehen, anfassen - an meinem Handgelenk spüren. So gingen wir in den Laden.
Die Verkäuferin händigte mir dann die SMP aus. Ich weiss noch ganz genau wie sehr ich von dem Wellenmuster auf dem Zifferblatt, den vielen geschliffenen Kanten, dem aufwendigen Band und der schönen Lünette gefesselt war. In diesem Moment wurde mir klar, ich musste diese Uhr haben. Sie war wunderschön in meinen Augen. Der Hinweis meiner damaligen Freundin - nie werde ich diese Worte vergessen - "dagegen sieht Deine TAG Heuer ja wie aus dem Kaugummiautomaten aus..." tat da sein Übriges. Da ich leider nicht so viel Geld dabei hatte und die Banken geschlossen waren musste ich einen Tag warten - Freunde, es war ein schlimmer Tag. Aber dann begannen die bis dahin schönsten Zeiten mit einer Uhr. Ich fühlte mich an James Bond erinnert, jedesmal als ich auf die Uhr schaute und war begeistert vom Zifferblatt, den Zeigern, dem Gehäuse... leider konnte ich mich aber nie an die Uhrzeit erinnern und musste fortan 2x auf die Uhr blicken.
Zu Rolex bin ich eher durch einen Zufall gekommen. Es war im Frühjahr 2003 - Mein Juwelier in meiner Heimatstadt ist ein bekennender Rolex Fan. Als ich mich einmal mit Ihm unterhielt. Spielte ich auf den hohen Preisunterschied zwischen meiner Omega und einer Rolex Submariner an. Er lächelte mich daraufhin an und sagte "Das können sie nur behaupten, weil sie keine Rolex tragen - Rolex baut Werke, die in ihrer Robustheit einzigartig sind, sie laufen sehr präzise und vorallem trägt sich eine Rolex unvergleichlich am Handgelenk...". Mein Interesse war für eine Rolex Submariner geweckt. Leider hatte mein Juwelier keine mehr zur Ansicht. Zu dieser Zeit waren Rolex Sporties noch Mangelware in den Auslagen.
Aber im Centro im Oberhausen wurde ich später fündig. Eine Rolex Sumariner 14060M lag in der Auslage. Sie sah durch das Schaufenster betrachtet schlicht, unauffällig - ja fast billig aus. Nichtsdestotrotz war mein Interesse geweckt. Was konnte an dieser Uhr so viel besser sein ? Also betrat ich die Filliale von Rüschenbeck und liess mir von einem sehr netten Uhrmacher der - das wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht - auch ein bekennender Rolex Fan war.
Als ich die 14060M in meiner Hand hielt war mein erster Eindruck "wow - ist die leicht im Vergleich zur Omega". Der Uhrmacher erläuterte mir dann noch die Vorzüge des 3035er Werkes und der Manufaktur Rolex. Als ich mir dann das Zifferblatt länger genauer anschaute, war ich von den weissgold Umrandungen der Indexe begeistert - als ich sie anlegte war ich von dieser perfekten Symetrie und der Ergonomie begeistert und es war wieder um mich geschehen... der Hinweis vom Uhrmacher dass diese Uhr schon fast 50 Jahre von Rolex gebaut wird und permanent weiterentwickelt wurde tat ihr Übriges. Er sagte mir, wenn sie wollen können sie diese Uhr Ihr ganzes Leben lang tragen - das schlichte Design wird ihnen nie veraltet oder ausgemustert vorkommen... das zeichnet eine Rolex aus. Ja - meine Liebe zu dieser Marke war geweckt.
Ja, so war das. Die Submariner ist heute leider nicht mehr bei mir. Aber meine GMT Master weckt heute immernoch jeden Tag dieses kindliche Gefühl der Freude wenn ich auf sie schaue...
... ich hoffe Euch nicht gelangweilt zu haben und nicht allzuviele Rechtschreib, Grammatik oder sonstwas Fehler hier eingebaut zu haben.
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31.08.2005, 14:37 #25
Mein Interesse an Uhren wurde geweckt im Alter von 12, als sich mein Vater nach einer goldenen IWC Portugieser umsah und diese dann über einen befreundeten Uhrmacher auch kaufte für damals exorbitante 9.000 DM. IWC war damals das Maß aller Dinge für mich und zum Abitur habe ich meine erste Yacht Master II gekauft, war gleichzeitig mein erstes selbst verdientes Geld. Die Uhr habe ich sehr lange getragen und mich nicht wieter um anderes geschert. Gepackt hat mich die Sucht während meiner Meisterprüfung 1999, als ich bei Ebay eine wirklich schöne Patek Calatrava aus den 70ern in Gold mit Goldband für unglaubliche € 4000,- geschossen habe. Ab da ging alles rasend schnell: Uhren kamen und gingen: Patek, Franck Muller, Rolex, IWC, zumeist über Ebay. Wenn die Zeiten gut waren, eine gekauft, wenn die Zeiten schlecht waren oder eine Anschaffung anstand, das ganze Gemüse wieder raus. Im Nachhinein betrachtet, sind dabei ein paar Uhren gegangen, die ich heute vermisse. Daher habe ich das Verkaufen soweit aufgegeben und beschränke mich aufs einkaufen. Auf Rolex bin ich nicht festgelegt, ist aber meine momentane Präferenz. Momentan setze ich alles auf eine ganz bestimmte Rolex, danach hat sich das Thema für mich erledigt.... Yeah, right!
Beste Grüße, Tobias
Warum hat unser Baby 1 Schnitzelkopf?
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31.08.2005, 17:09 #26Explorer
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Hab nach dem Tod meines Vaters in dessen Schublade einen alten verstaubten Heuer-Autavia-Chronographen gefunden. Da wurde mir klar, daß es auch Uhren ohne Batterie gibt.

Die Uhr gefiel mir nach der 600 EUR teuren Restauration so gut, daß ich seitdem mechanische Uhren total geil finde. Über kurz oder lang bin ich dann auf Anraten meiner Rolex-tragenden Arbeitskollegen bei Rolex gelandet. Ist halt einfach die Uhrenmarke schlechthin. Finde vor allem die Sportmodelle extrem cool.
Erfolg im Leben ist etwas Sein, etwas Schein und sehr viel Schwein!
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31.08.2005, 17:17 #27
Tolle stories !!! THX !!
... muss mich ob meiner profanen geschichte fast schämen ... aber ich wollte halt ehrlich sein ...
Insta: easyfun77
We've been on the run
Driving in the sun
Looking out for number one
California here we come
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31.08.2005, 17:55 #28Air-King
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Schämen? Deine Geschichte ist mit Abstand die lässigste!!
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31.08.2005, 17:58 #29Yacht-Master
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smile: Saucool
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31.08.2005, 18:23 #30Datejust
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meine geschichte reiht sich in die der anderen ein
ausser das ich noch nicht gekrönt bin
aber bald wird mir diese ehre zu teil hoffe ich
und dann ....
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31.08.2005, 18:45 #31Day-Date
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Meine erste "gute" Uhr war eine Ebel Sport Classic in Stahl/Gold mit Brilliblatt. Ohne Box/Papiere und das Teil war schon recht getragen. Da war ich fast 18 Jahre alt und habe lange drauf sparen müssen. Ich wurde in der Schule täglich damit aufgezogen, sodass ich auch recht schnell wieder das Interesse an der Uhr verlohr und sie verkaufte. Das Blatt war aber auch ein bisschen dick aufgetragen.
Dann kam meine Santos-Phase!
Langsam begann ich auch auf Werke zu achten, mechanisch sollte es sein. Meine Vorliebe für Rolex und IWC entwicklete sich, die noch immer meine Favoriten sind. Habe aber auch noch Quartzuhren, die ich gerne trage, z.B. eine frühe PD by IWC.
Dann irgendwann habe ich mir, auch wieder nach langem Sparen, meine DJ gekauft
und bin auf das Forum aufmerksam geworden.
Tja, und da bin ich nun...
Gruß,
AndreasGruß,
Andreas
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31.08.2005, 19:07 #32
Mein verstorbener Onkel war Uhrmacher,
er schenkte mir eines Tages sein „Gesellenstück“,
habe ich immer noch.
Mit 18 Jahren kam ne Fake Rolex DD in „Gelbgold“ und eine in „Weißgold“ dazu.
Beide Uhren habe ich immer noch, zwar total kaputt aber ich hab se noch.
Mit 19 Cartier(hab ich noch), mit 20 Jahren ne Breitling Navitimer und mit 25 die erste Rolex usw.
Das tolle war, ich hatte nie Revikosten.
Leider habe ich fast alle Stücke Verkauft.
Ich kannte den Preis, leider nicht den Wert....
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31.08.2005, 21:07 #33
Hi,
hab mit 18 eine Tag Heuer geschenkt bekommen (hatte vorher nur Quarzwecker) die saugte gleich Wasser, als ich vom Surfbrett viel, hab mich vielleicht geärgert,20 Jahre später ist sie mir beim Motorradfahren vom Arm gefallen, warscheinlich ein Stift gebrochen, noch mehr geärgert, mit 35 kam eine Breitling Navitimer, mit 42 gings dann mit Rolex los, im Kopf hatte ich aber eine IWC, gottseidank hab ich vorher das R-L-X Forum gefunden, dann gings schnell, beim Konzi angerufen, hingefahren und eine Sub o. Dat gekauft, dannach Datejust, und jetzt GMT II.
Datejust wieder verkauft (zu klein).
Jetzt kommt erstmal eine Speddy ins Haus, und dannach??
Warscheinlich Sub, oder SD.
Gruß
Rudi
Gruß Rudi
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31.08.2005, 21:08 #34
der rudi, ein echter spätzünder

ne speedy, echt ? bring ma mit am samstag !
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31.08.2005, 21:21 #35
RE: Wie fing alles an ?
Angefangen hat bei mir alles mit einer Sinn 157 Ti Ty die mir neun Jahre lang treue Dienste geleistet hat.
Aufgrund ihres hohen Understatementfaktors habe ich mich allerdings schon immer für die ExII interessiert. Als ich dann irgendwann in Mailand beim shoppen eine ExII mit weißem Blatt am Handgelenk einer nicht unerheblich attraktiven Italienerin sah stand der Entschluß fest, die muss her! (die Ex II
) Für die Sinn bekam ich auch noch den Preis, den ich umgerechnet neun Jahre zuvor bezahlt hatte.
Das war der Anfang vom Ende ...
Ciao
Andere lassen auch nur mit Wasser kochen.
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31.08.2005, 21:36 #36
Schon als Kindergarteninsasse war ich von der Raumfahrt fasziniert.
Anstatt Wiesen mit Blumen malte ich lieber detailgetreue Apollo-
Trägerraketen. Werke, teilweise noch erhalten, welche mich aus
heutiger Sicht wundern, dies als Kleinkind zustandegebracht zu haben.
Irgendwann, wahrscheinlich im Oberstufenalter schnappte ich auf,
dass während dieser Missionen eine gewisse Omega Speedmaster dabei
war, diese Uhr sogar immer noch zur Standardausrüstung gehören sollte.
Als die Matura (Abitur) anstand und meine Eltern ein klassisches Geschenk
suchten, durfte ich mir nach erfolgreicher Absolvierung einen hochwertigen
Zeitmesser aussuchen.
Eigentlich (Natürlich!) von der "Professional" fasziniert wollte ich es
nicht übertreiben. Meine Eltern verfügen nicht über übermässigen Reichtum,
daher war ich sehr dankbar als ich eine Speedmaster-Reduced in Empfang
nehmen durfte. Im Gebrauch war mir das Automatikwerk auch sympathischer,
von Kaliber-Unterschieden zwischen ETA und Lemania hatte ich damals keine
Ahnung.
Ich war bis dahin überzeugter Swatch-Chrono Träger und blieb es auch noch
etwa 1 Jahrzehnt, trug die Speedy nur zu besonderen Anlässen.
Auslösender Moment meiner, dezent ausgedrückt, Obsession, war ein vorjähriges
Treffen mit meiner inzwischen als Zahnärztin praktizerenden "Ex" im Wiener
Kaffehaus. Am Arm trug sie ein, vom Freund (auch Dentist) geschenktes, um
nicht zu sagen aufgedrängtes, Bicolor-Breitling Damenmodell, offensichtlich
mit Quartzwerk.
Obwohl nicht unbedingt mein Geschmack, harmonierte die Uhr übrigens gut
mit dem naturblonden langen Haar. Bicolor an zartem Damenhandgelenk ist
durchaus machbar.
(Die Zahnbehandlung durch eine Ex-Freundin ist eine seltsame Erfahrung
aber zurück zum Thema..
)
Irgendwie war dieser Moment eine Art irreversibler Urknall für meine
aktuelle Begeisterung, ich wollte unbedingt auch etwas neues am Arm.
Ursprünglich eine heterogene Sammlung im Kopf wurde ich beim Stöbern
im Internet auf dieses Forum aufmerksam.
Sämtliche Bedürfnisse nach anderen Fabrikaten haben sich seither in Luft
aufgelöst. Ursprünglich die weisse ExII als Einstieg in die Welt der Kronen
ausgewählt, habe ich zur GMT2 in sw/rt umgeschwenkt. An meinem Handgelenk
sieht die ExII nicht gut aus. Erst vor kurzem wieder probiert, gleiches Ergebnis.
Ansehen kann ich sie mir im Forum billiger.
Mittlerweile kam eine SubDate hinzu, für mich der ultimative Klassiker.
Die zur Pepsi mutierte GMT, sowie die 16610 trage ich nur in der
Freizeit.
Die Speedy dient z.Z. als zuverlässige Alltagsuhr, ich kann es aber kaum erwarten
endlich eine 14060M zu diesem Zweck zu erwerben. Dann endlich Alltime-Rolexträger.
Jenen die bis hierher durchgehalten haben danke ich für die Aufmerksamkeit!
Allgemeine Grüße,
PeterGruß,
Peter
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31.08.2005, 22:09 #37ehemaliges mitgliedGast
Eterna vom Arbeitsamt finanziert
Uhren hatte ich in meinem Leben seit meiner Kindheit eine ganze Menge, aber nie eine, die hier der Rede wert wäre. Diverse Kinderuhren in den 70ern, viele Multifunktions-Casios und Swatches (naja, irgendwie ja auch Kinderuhren) in den 80ern und 90ern, später sogar mal eine Markenautomatik-Uhr, ich weiß nicht mal mehr welche Marke.
Keine hat lange gehalten, das Interesse, die Faszination der gerade neuen Uhr verflog immer sehr schnell - ex und hopp. Wie das nun mal so ist, wenn man jung ist.
Mitte der 90er wurde ich dann, nach Abschluss meiner ersten Ausbildung und dem Zivildienst, arbeitslos. Wenn ich ehrlich bin, war das gar nicht so schlimm, denn den vorher erlernten Beruf, der mir schon während der Ausbildung keinen Spaß machte, wollte ich sowieso nicht ausüben.
Umso entsetzter war ich also, als mir das Arbeitsamt 1994 tatsächlich eine Stelle als Schlosser
anbot. Zum Glück stand aber erstens Deutschland kurz vor der Bundestagswahl und zweitens in der Zeitung eine Anzeige für eine Umschlung als Bauzeichner in Brühl (Rheinland). Das Arbeitsamt verhandelte nicht lang - ich war froh, nicht als Schlosser arbeiten zu müssen und die waren es, weil wieder einer aus der Statistik raus war.
Meine zwei Jahre Brühl begannen in der ersten Pause mit einem Spaziergang durch die Brühler Innenstadt, vorbei am Juwelier Böhm. Der war damals nicht nur Rolex-Konzi sondern verkaufte auch noch Eterna-Uhren. Und in dessen Schaufenster lag eine Uhr, in die ich mich sofort verliebte: die Eterna Pininfarina Taucheruhr mit blauem, ungeriffeltem Zifferblatt, tierisch schwer, 500m wasserdicht - und 2850 DM teuer. 2850 DM waren damals, wahrscheinlich nicht nur für mich, viel Geld. Auch und gerade für so etwas Unwichtiges wie eine Armbanduhr. 2850 DM! Ich bekam Arbeitslosengeld, welches auf Grundlage meines ehemaligen Azubigehaltes berechnet wurde. "Die werde ich mir nie leisten können", dachte ich.
Nun gut, die Monate gingen ins Land, die Umschulung dauerte an, ungezählte Pausen verbrachte ich vor Böhms Schaufenster und bewunderte die Eterna...
Anfang Januar 1996, ein paar Monate vor dem Ende der Ausbildung, kam dann der Tag, der mein Uhrenleben verändern sollte. Ich zog an der Brühler Filiale der Stadtsparkasse meinen monatlichen Kontoauszug und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der Betrag, der mir sonst alle vier Wochen vom Arbeitsamt überwiesen wurde, war um fast 5000 Mark übertroffen
.
"Ein Fehler, das kann nur ein Fehler des Arbeitsamtes sein", war das Einzige, was mir dazu einfiel. Ich rief gleich bei meinem Arbeitsberater an und bat um Erklärung. Naja, er sagte mir, dass es eine interne Prüfung gegeben hätte und dabei festgestellt wurde, dass mir monatelang zu wenig Geld überwiesen wurde. Und diesen Fehlbetrag hätten sie mir nun auf einen Schlag ausgezahlt.
Dann kam, was kommen musste: Prüfung bestanden, ein schneller Gang durch die Fußgängerzone und ein "hallo Herr Böhme, ich hätt' gerne die blaue Eterna da im Schaufenster".
Die Eterna war dann von Juni 1996 bis Juni 2005 an meinem Arm - für mich, der es bis dahin gewohnt war, die Uhren mindestens im Jahres-, eher noch im Monatsrhythmus zu wechseln, eine absolute Sensation.
Jeden Tag, jede Nacht, nie abgelegt, viele Reisen, viele Jobs, gute Zeiten, schlechte Zeiten, Bekanntschaften kamen und gingen - die Eterna, und nur diese, blieb.
Nicht ganz, noch was blieb. Denn Anfang 1996 wurde aus einer lieben Schulkollegin, mit der ich bis dahin nur locker befreundet war, meine Freundin. Auch mehr als zehn Jahre.
Quintessenz: wir schreiben Ende August 2005. An meinem Arm trage ich jetzt seit fast zwei Monaten die für mich einzig mögliche Verbesserung zur Eterna: die SeaDweller.
Und an meiner Seite ist immer noch meine Freundin aus Brühler Zeiten.
Oli
P.S. Schöne Grüße nach Dresden, wo jetzt ein nettes Forenmitglied meine Eterna hoffentlich in Guten Händen hält.
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31.08.2005, 22:12 #38
Es fing an mit einer 6694.
Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, hier die Geschichte zu dieser Uhr:
Ich arbeitete zu dieser Zeit in Japan, war auf einer Geschäftsreise in Hongkong, hatte am Wochenende keine Verpflichtungen und fuhr für einen Tag nach Macao. Das "chinesische Territorium unter portugisischer Verwaltung" war damals (ich weiß nicht ob es nach der "Heimkehr ins Reich" noch immer so ist) ein Eldorado für Spieler mit zahllosen Casinos. Sie waren wie an einer Perlenkette aufgereiht entlang der Esplanade, ihnen gegenüber auf der anderen Straßenseite ebenso viele Pawn Shops, also Leihhäuser. Dort haben die, die an das große Glück glaubten aber nicht mehr genügend Bares bei sich hatten, ihre Wertsachen zu Geld gemacht: Uhren, Schmuck, Kameras, Feuerzeuge und Schreibgeräte der nobelsten Marken. Nicht jedem war Fortuna hold und so wurden viele der Pfandstücke nicht mehr ausgelöst und nach Ablauf der (ich glaube sechsmonatigen) Frist frei verkauft.
Ich sah mich also in diesen Pfandleihen um, eigentlich nur um die Zeit bis zur Abfahrt meiner Fähre totzuschlagen. Da lag sie, eine Rolex Oysterdate Precision, in recht ordentlichem Zustand. Sie war schlicht und unprätentiös, und dennoch eigentlich gar nichts für mich: In Japan trugen zur damaligen Zeit nur die Yakusa (Mafia) und bestenfalls noch kleine Zuhälter Rolex, in Hongkong stand dieses Modell zwar bei Taxifahrern hoch im Kurs, in Geschäftskreisen waren Datejusts in Bicolor angesagt. So stieg ich, zunächst ohne wirkliche Kaufabsicht, in die Verhandlung ein. Nach etwa 30 Minuten wechselten US$ 180 (damals etwa DM 360) und die besagte Oysterdate den Besitzer.
Der Vorbesitzer hätte sein Erspartes besser in Lebensmittel investiert als es ins Casino zu tragen. Ich bin weiß Gotte kein Hüne, doch das Band war mir deutlich zu kurz. So ließ ich, zurück in Tokyo, bei der dortigen Niederlassung für umgerechnet DM 45 ein zusätzliches Glied in das Armband einsetzen und die Uhr auf Wasserdichtigkeit prüfen. Für die nächsten zehn Jahre war sie die "Uhr für's Grobe"; soll heißen, ich habe sie immer dann getragen wenn mir andere Uhren zu schade waren. Dabei wurde sie beileibe nicht geschont, war Salzwasser ebenso ausgesetzt wie Motoröl, doch sie hielt dem allen tapfer stand. Die einzige Wartung war ein gelegentliches Bad in warmer Seifenlauge und eine "Massage" mit einer kleinen Bürste, so wie man sie in jedem Drogeriemarkt bekommt.
1995 brach die Zugfeder. Ich nahm dies zum Anlaß, auch das Werk reinigen zu lassen (Kosten bei einem Nicht-Konzessionär ca DM 75), und das sollte es wieder gewesen sein für die nächsten acht Jahre. Vor etwa einem Jahr hat sich ein befreundeter Uhrmacher des guten Stücks angenommen, zwei Stunden für die Politur von Glas, Gehäuse und Band aufgewendet, mir EUR 50 in Rechnung gestellt, und wieder war gut.
Fazit: Für in Summe (wenn auch nicht aufgezinst) knapp unter EUR 300 einschließlich aller Neben- und Folgekosten trage ich nun seit fast zwanzig Jahren Rolex. Dies hat auch den Kaufmann in mir überzeugt und ich habe mir zwischenzeitlich noch ein paar weitere Modelle mit der Krone zugelegt.
Das war im Februar 2004, da gab es einen sehr ähnlichen Thread Thread schon mal.Suche Rolex 1802 in Weißgold oder Platin https://www.r-l-x.de/forum/showthrea...=1#post7189356
Suche Zifferblatt für Day-Date 18xx In Weißgold https://www.r-l-x.de/forum/showthrea...-Wei%C3%9Fgold
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01.09.2005, 08:18 #39
Hallo Zusammen
Schon mal vielen Dank für die Bemühungen. Da waren ja einige sehr interessante Beiträge. Hat echt Spaß gemacht die durchzulesen
Euch allen noch einen angenehmen Arbeitstag
Leeve Jrooß
mario

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01.09.2005, 17:07 #40ehemaliges mitgliedGastIch finde, der gelungenste Start in die RolexmanieOriginal von Smile
... mit 16 im puff in amsterdam, der zuhälter 'meiner' lady trug eine GMT pepsi, seitdem finde ich rolex extremly cool ...
Ich hoffe nur, dass der Lude beim "Geschäft" nicht dabei war
Oli
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