Moin Jürgen,
nach einem Besuch bei Lange & Söhne vorletzte Woche würde ich sagen, dass zumindest bei A.L&S nichts ins Reich der Märchen gehört.
Zulieferungen von Komponenten ist heute überhaupt kein Maßstab und gehört in jeder Industrie dazu. Entscheidend aus meiner Sicht ist, dass die Teile nach Entwicklung bei und auf Anforderung von L&S produziert werden. Dazu verfügt L&S übrigens über die Anlagen, Prototypen von Gehäusen im Hause selbst herzustellen, um besonders während der Entwicklung von Neuheiten nicht "außer Haus" gehen zu müssen.
Die Fertigung der Uhren selbst ist nach wie vor einzigartig und auch nach 18 Jahren (im Jahr 2000 war ich das erste Mal dort) wird noch alles von Hand montiert und vor allem finissiert. Mit einer unfassbaren Akrebie wird jedes noch so kleines Werkteilchen bearbeitet, beschliffen und/oder poliert. L&S hat dafür einen eigenen, internen 2-jährigen Ausbildungsgang etabliert. All das habe ich bei keinen anderen bekannten Uhrenmarke bislang gesehen. Selbst alle Öl- und Schmierpunkte im Werk (bei einer Lange 1 ca. 300, bei Komplikationen mehr als 600) werden per Hand gesetzt.
Schade ist, dass L&S rund 20 Jahre zu spät wieder neu belebt wurde. Früher gab es deutlich mehr Menschen, die diese vielfach für den Kunden unsichbare Qualität gewertschätzt haben. In der heutigen, eher oberflächlichen Welt hingegen zählt fast ausschließlich díe Optik und das Markenlogo.
Eines aber wurde mir wieder bewusst: Im Vergleich zu PP, AP, Rolex & Co ist L&S extrem exklusiv und in Bezug auf die innere Substanz schlicht um Meilen vorne. Hätte ich L1 und Datograph nicht schon, würde ich jetzt auf die Suche gehen![]()
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Baum-Darstellung
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20.08.2018, 15:38 #26Viele Grüße
Ralf
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Von ehemaliges mitglied im Forum Off TopicAntworten: 13Letzter Beitrag: 09.09.2006, 09:25







, von einer Firma im westdeutschen Uhrenmekka Pforzheim. Davon ausgenommen seien lediglich selbst produzierte Emaille-Zifferblätter.
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