Liebe Rolex-Fans,
hier einmal ein Beispiel aus der Praxis, das die Gedanken von Werner bestätigt. Beide Uhren waren zu Ihrer Zeit Neu-Uhren, ihre Geschichte wurde daher von Null an geschrieben. Nach 26 bzw. 23 Jahren haben die Uhren heute ihre eigene Geschichte, die sie zu DEN Uhren für mich gemacht hat.
DIE Uhr von mir:
Meine erste Rolex bekam ich 1979 zum bestandenen Abitur von meinen Eltern geschenkt. Das von mir ausgewählte Modell war zu jener Zeit sehr unüblich, es war eine Explorer II Ref. 1655. Der Konzessionär bei dem sie gekauft wurde (Bucherer in St. Moritz) kannte das Modell nicht und mußte zunächst in den Katalog sehen, da er bis dahin nur mit GMT´s, Sub´s etc. zu tun hatte. Aber nachdem er sich die 1655 genauer ansah, war er der Meinung, es wäre eine hervorragende Wahl, da sie nicht eine „Jedermanns“-Rolex ist. Meine 1655 verfügt übrigens über das extrem seltene Zifferblatt mit dem symmetrischen „Superlative Chrono...“-Schriftzug, welches nur kurze Zeit Ende der siebziger Jahre verbaut wurde. Der Grund für die Wahl der 1655 war übrigens das Buch „Alleingang“ von Reinhold Messner, in dem ich Fotos von Messner mit einer 1655 gesehen hatte. Natürlich ist meine „Abitur“-Uhr (sie hat eine Gravur „Abitur 1979“) incl. Box und Papieren und auch das „Messner“-Buch immer noch in meinem Besitz:
DIE Uhr meines Vaters:
Auch mein Vater hat sich immer für Uhren begeistert, so war er an meiner Uhrenleidenschaft sicher nicht ganz unschuldig. Auf mein Anraten hin kaufte er sich 1978 seine erste Rolex, eine Datejust 16013. Bis dahin war Omega seine bevorzugte Uhrenmarke.
Aber da gab es ja noch das Rolex-Spitzenmodell: die Day-Date. Bei diversen Besuchen in Uhrengeschäften wurden Kataloge gesammelt und mein Vater immer wieder von mir auf die Day-Date hingewiesen. 1982 war er die ständigen Empfehlungen von meiner Seite wohl endgültig leid und schritt zur Tat. Nein, ich wurde nicht gemaßregelt ihn nun endlich in Ruhe zu lassen, sondern bei Bucherer in St. Moritz wurde die Day-Date mehrmals eingehend in Augenschein genommen und dabei mit dem Verkäufer gefachsimpelt. Schlußendlich hat mein Vater sich dann dort tatsächlich eine Day-Date gekauft, wobei er die Uhr über die folgenden Jahre nur zu speziellen Anlässen getragen hat, seine Alltagsuhr blieb weiterhin die Datejust 16013.
Leider ist mein Vater Anfang 2000 gestorben und 4 Wochen vor seinem Tod hat er mir seine Day-Date geschenkt, verbunden mit der Bitte gut auf sie aufzupassen. Er hat mir dann noch erzählt, er habe die Uhr damals schon mit dem Hintergedanken gekauft, daß ich sie später einmal tragen solle und dieses „später“ sei nun wohl gekommen. So wie mein Vater trage auch ich die Day-Date nur zu speziellen Anlässen und es ist auch längst beschlossene Sache, daß sie wieder auf die nächste Generation übertragen wird.
Und hier ist sie:
Insofern gilt der schöne Werbespruch von Patek Philippe („Eine PP gehört einem nie ganz allein. Man erfreut sich ein Leben lang an ihr, aber eigentlich bewahrt man sie schon für die nächste Generation.“) auch für meine Day-Date 18038 und natürlich auch für meine Explorer II 1655.
Viele Grüße
Matthias
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Thema: Die Unendlichkeit!
Baum-Darstellung
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29.08.2005, 07:45 #18
RE: Die Unendlichkeit!
The difference between men and boys is the price of their toys.









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