Ich würde dieses Thema auch gern mit meinem Standpunkt ergänzen: Aus meiner ganz persönlichen Sicht können Spuren des Gebrauchs und der Jahre eine Uhr wertvoller werden lassen - und zwar für den der für die Spuren und die Benutzung verantwortlich ist. Es ist dann ein - zuweilen mit keinem Geld der Welt aufzuwiegender - ideeller Wert, der dem Objekt innewohnt, weil man selbst mit der Uhr vieles erlebt hat, dei Uhr bei vielen Momenten im Leben dabei war, ein kleiner Zeitzeuge am Handgelenk, in guten wie in schlechten Tagen immer da.

Ich verstehe auch die Freude mancher am Design vergangener Tage, wenn es sich bei der Uhr um ein liebevoll gepflegtes und behandeltes Teil handelt - so wie der Peter einige sein eigenen nennen darf - und dass manch einer dafür gern mehr Geld ausgibt und mangels beliebiger Reproduzierbarkeit mittlerweile auch ausgeben muss. Ein ganz kleines bisschen verstehe ich vielleicht auch noch die Devotionaliensammler, die den Wert der Uhr mit dem Vorbesitzer in Verbindung bringen. Aber wirklich nur ein ganz kleines bisschen. Das PNPN-Thema ist völlig irre aus meiner Sicht, allein aufgrund des Zustandes.

Warum manche Menschen jedoch bereit sind, für ein runtergenudeltes altes, bröseliges, zerhacktes Teil, das ein oder mehrere Vorbesitzer über Jahre hinweg verhunzt haben, mehr und teilweise astronomisch viel Geld auszugeben, habe ich nie verstanden. Dafür fehlt mir einfach das Gen.