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Kurze Zwischenfrage Carlo, warum machst du die nationale Autoindustrie an der Eigentümerstruktur fest? Ich würde Lotus absolut als Teil der englischen Autoindustrie sehen. Auch Mini und Rolls Royce gehört für mich dazu, da in GB produziert wird. Genauso wie Volvo weiter Teil bzw. die schwedische Autoindustrie ist.

Überspitzt gesagt: Daimler ist trotz eines großen Anteils ausländischer Eigentümer Teil der deutschen Autoindustrie.

Klar ist die britische Autoindustrie längst nicht mehr das was sie mal war. So tot wie sie aber manchmal geredet wird, ist sie auch nicht. Siehe bspw. die Standorte der F1 Teams oder die von dir genannte Erfolgsgeschichte von McLaren.

Ich freue mich über britische Autos, da ich den Charme mag. Auch die Unvollkommenheiten. Ja, bei der Elise muss man die Batterie manchmal abklemmen, dann funktionieren alle (warn-)Lämpchen im Cockpit wieder richtig. Auch sollte ein ctec immer in der Garage liegen, sonst ist die Batterie bald leer. Aber trotzdem machen die Autos einfach Spaß

Ja, die von dir genannten Marken besitzen zweifellos britische DNA und werden auch teilweise noch in England gebaut. Aber frag mal einen Engländer und du bekommst etwas vom "Ausverkauf" der englischen Automobilindustrie zu hören. Nicht ganz zu unrecht, in Italien, Frankreich und natürlich Deutschland hat man besser auf die eigene "Motor Industry" acht gegeben.

Die Briten waren Vorreiter der Industrialisierung und sind zweifellos eine der großen Autonationen. Einst beherbergte man ein Kosmos mit dutzenden Marken und war lange Zeit Exportweltmeister. Die Briten sind maßgeblich für den Erhalt und Aufstieg von VW verantwortlich gewesen. Und heute kann der durchschnittliche Brite im Grunde kein britisches Auto mehr kaufen, das von einer britischen Firma in England produziert wird. Das ist schon bissi schade.

Anyway, was es mal gab und auch was es heute noch unter britischem Namen und mit britischem Flair gibt, sind oft wunderbare Autos