Und am Ende bleibt der Kunde der Dumme. Wie immer, wenn er komplette Geschäftszweige an Leute auslagert, die rein keine Ahnung haben vom Kerngeschäft, das sie auf ihrer Flagge führen (Fun fact: keiner bei Lieferando kann kochen) und sich auf die bloße Vermittlung einer Dienstleistung verstehen. Die Zeche zahlen die beiden Beteiligten an den jeweiligen Enden: Kunde (mit höheren Preisen und/oder schlechterer Leistung) und Anbieter (mit weniger Verdienst und weniger Kulanzspielraum). Das Internet hat diesen Geschäftszweig kultiviert, man nennt die Protagonisten jetzt nicht mehr Zuhälter, sondern Gründer. Und der Kunde, der sich jetzt freut, daß er seine Zwiebel paar Punkte billiger kriegt, wird sich umschauen, wenn er seine Uhr künftig nicht mehr bei der Revi in der Innenstadt abgeben kann (Kostenpunkt: 2,- fürs Parkhaus), sondern mangels Konzessionär (hihi, der Depp!) 100,- Spezialporto an einen Kurier abnickeln muß, damit seine Uhr überhaupt den Servicepoint erreicht.

Hoffentlich findet der Kurier die Klingel.