Einsatzbereitschaft und Engagement schön und gut ... aber irgendwo arbeitet man um zu leben und nicht andersrum.

Und leider wird Engagement gerne ausgenutzt, Stichwort Ärzte in Krankenhäusern. Da reichten oftmals selbst 60 Wochenstunden nicht aus, ohne dass "von oben" Sprüche in der Richtung kamen, dass die Kollgegen aber wesentlich mehr Einsatz zeigen würden und man sich fragen solle, ob man wirklich richtig sei, denn schließlich gehe es doch um die Gesundheit der Menschen und da dürfe man nicht auf die Uhr schauen ... bla, bla ... und auf der anderen Seite machen die Klinikkonzerne Mrd. Gewinne und diejenigen, die Stellen bei der Ärzteschaft (und auch dem Pflegepersonal) einsparen, kriegen Boni für jede gestrichene Stelle ...

Sorry, aber ich sehe es (mit mittlerweile 47 Jahren) so: Man lebt nur ein einziges Mal und schon morgen kann es vorbei sein. Wir haben schon diverse Einschläge dieser Art im Umfeld erleben müssen. Für uns steht "Work life balance" mittlerweile ganz oben.

Natürlich ist man auch als Selbständiger Zwängen unterworfen ... aber letztendlich arbeitet man zumindest für sich selbst und nicht überwiegend für andere. Jedenfalls würden wir (meine Frau hat eine Praxis, ich arbeite als Freiberufler) nicht wieder ins Angestelltenverhältnis wechseln.