Hallo,

Vorsicht Rost kann man da nur sagen: Diese Modelle hatten leider noch nicht die verzinkten Bleche, Daher ist so ein Auto penibel genau auf Rost zu untersuchen.

Wenn die Lackierung wie "neu" glänzt, sollten schon mal sämtliche Alarmsysteme hochgefahren werden. Gerade bei diesen modellen werden unglaublich viele Blender angeboten, unter deren Verkaufslackeierung Rost und Spachtelmasse lauern.

Ausserdem ist darauf zu achten, dass der motor die Öldruckkettenspanner hat die an den Motorölkreislauf angeschlossen sind. Die alten Spanner hatten ur das Öl zur verfügung was sich im Spanner befand.

Wenn der Spanner dann mit zunehmendem Alter undicht wurde, konnte er die Kette nicht mehr korrekt in Spannung halten, was im schlimmsten falle dazu führte, das die ventile mit den kolben kollidierten.

So ein Schaden der sich durch starkes Klockern bemerkbar macht, kostet schnell mal zig Tausend von Euronen. Ausserdem sind die alten triebwerke chronisch ölundicht, ein sehr häufiges Problem.

Das mag der TÜV ganz besonders gerne. Abhilfe ist richtig teuer !

Der Wagen sollte immer sinnig warmgefahren werden, was schon mal etwas länger dauern kann. Denn es gilt bis zu 13 Liter Motoröl warmzufahren, die Autos haben auch keine Ölwanne, sondern einen seperaten Öltank.

Schmierung ist ein trockensumpfschmierung mit 2 Ölpumpen !

Wenn der Wagen krosseriemässig Ock ist, Öldicht, gute Kompression hat und ein lückenloses Scheckheft (am besten Maschine generalüberholt), dann kaufen, andernfalls weitersuchen.

Ich habe seinerzeit (1990) für eine Motorrevision (Kurbelwelle neu gelagert, Pleuellager neu, 6 neue Kolben, 6 neue Zylinder, Ventilsitze überholt etc. 15000,- DM bezahlt (911 Sc 3.0) Heute kostet der ganze Spass sicherlich 15000,_€. Das ist aber nur eine Vermutung meinerseits.

Ich würde eher zu einem 11 er der 2. generation (faltenbalgstossstangen) raten.Diese Modelle wurden 1976 mit Einführung der sogenannten G-Serie eingeführt. Denn sie haben gegenüber den ersten modellen eine unschätzbaren Vorteil: Die Karosse ist komplett feuerverzinkt, die Wagen haben definitiv null Problemos mit rost (Voraussetzung: Unfallfreiheit)

Wichtig ist auch der Besuch eines Fahrertrainings. Jeder der in einem alten 11 er in der kurve mal abrupt vom Gas gegangen ist, hat sicher schon erlebt, wie es ist wenn der übersteuert.

Wenn du die genannten Punkte beachteset, so wird dir die Zeit mit einem 911 ewig unvergesslich bleiben. Marode Kisten machen dich hingegen fertig.

Meiner war damals vom Porschezentrum mit Scheckheft (lückenlos) hatte ihn mit 75000 KM gekauft, die Motorrevi hatte ich ihm bei 170000 km gegönnt, da ist der Motor dann aber neuwertig und hat sogar Einfahrfrist.

Das Auto werde ich nie vergessen, believe me ! Mit zunehmendem Alter fasziniert mich inzwischen aber der 928 auch sehr: Wer weiss, wird vielleicht noch mal was!

Buchempfehlung zum Thema: Paul Frere: Das Porsche 911 Buch ,Motorbuch-Verlag.

Gruss an alle Rolexianer und Uhrenfreunde

Walti

In Memoriam:Wastel,3.3.93-13.12.04