Zitat Zitat von MrLuxury Beitrag anzeigen
Das sind doch völlig unterschiedliche Szenarien.

Gebrauchtwagenleasing macht sehr selten Sinn, weil das von den Herstellern nicht subventioniert wird. Die wollen Neuwagen verkaufen bzw. Lagewagen vom Hof bekommen. Die Laufzeit ist meistens bis zu 36 Monate. Für Firmen ist das interessant, weil man die Leasingraten als Kosten absetzen kann und nicht abschreiben muss.

Bei Firmenwagen spielen Gebrauchtwagen auch weniger eine Rolle, weil die Privatnutzung mit dem Listenpreis des Neuwagens versteuert werden muss.

Ein völlig anderes Thema ist die Langzeitnutzung eines Gebrauchtwagens. Für den Spaß habe ich mir vor einigen Jahren ein M6 Cabrio gekauft. Das werde ich behalten und habe es natürlich nicht geleast. ...
Macht es keinen Unterschied, ob man ein neues Fahrzeug für 90.000€ oder ein gebrauchtes Fahrzeug für 55.000€ kauft. Sind die 18 Monate Altersunterschied die Differenz von 35.000€ wert?

Die Privatnutzung von 0,5% ist bei solch einem Fahrzeug doch noch immer tragbar, auch wenn sich das auf den Listenpreis bezieht. Wenn man nicht über 30.000km p.a. fährt, hält das Auto locker 5-6 Jahre. Da verwässert sich das Restwertrisiko und der Vorteil des Leasings beschränkt sich nur noch auf die ungebundene Liquidität und da kommen wir zu dem Punkt: über den Verhältnissen leben.

Vielleicht denke ich auch anders, da ich früher zwar einen Firmenwagen hatte, doch ohne geldwerten Vorteil. Mein Firmenwagen war zweckmäßig aber nicht spartanisch und wurde meist 5-6 Jahre gefahren. Dafür habe ich mir privat Autos gegönnt, die Spaß machen und mußte nicht über Fahrtenbuch oder 1%-Regelung nachdenken.

Egal, soll jeder machen wie wer will. In meinen Augen macht Leasing am ehesten Sinn, wenn der Leasingfaktor um 0,5 liegt. Wobei man dann bei Privatnutzung ja auch "zuviel" bezahlt, wenn man die Leasingrate zugrunde legt.