Mick Hucknall-American Soul (2012)
Da isser ja wieder...?! Wer geglaubt hatte, dass Mick Hucknall nach dem Bandsplit von Simply Red
das Mikrofon engültig an den Nagel hängt und vielleicht ein Buch über seine schlagzeilenträchtige
Romanze mit unser aller Tennis-Gräfin schreibt, darf jetzt ausatmen: Hucknall kommt mit "American
Soul" um die Ecke.
Es handelt sich samt und sonders um Cover-Versionen alter Blues- und Soul-Schmachtfetzen der
50er und 60er-Jahre. Hucknall interpretiert die durchweg bekannten Melodien ziemlich originalgetreu
und lässt ihnen auf der Produktionsseite ein zeitgemäßes Mäntelchen für verwöhnte Ohren zukommen.
So entspinnt sich über gute 45 Minuten ein stimmlich immer noch glänzender Hucknall, ohne aber
auch nur irgendwie zu überraschen. Die Musik wird dabei nie aufdringlich und schmalzt sich schön
in die Ohren der Hörerschaft.
Man mag ihn oder man hasst ihn-so war es jeher mit dem eigenwilligen britischen Rotschopf, und
Hucknall tut auf "American Soul" nichts dazu, Zweiflern und Nörglern mal eine echte Kante zu geben.
Meinen Plattenschrank zieren alle Simply Red-Platten, und etliche Erinnerungen hängen an diesem
weißen Soul aus England. Und ich werde es ihm nie vergessen: Meine erste "Tüte" habe ich mit viel
Angstschweiß im Auto zu den Klängen von "A New Flame" über die holländische Grenze geschmuggelt-
deshalb werde ich ihm auch diesmal die Treue halten.
Ansonsten: Muss man nicht unbedingt haben...
Ergebnis 1 bis 20 von 29
Thema: Plattentipps auf R-L-X
Baum-Darstellung
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18.11.2012, 20:20 #6
Geändert von Butch (18.11.2012 um 20:21 Uhr)
Schöne Grüße-"Butch" Friedel




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