Falls ihr, so wie ich, über Pfeifen verfügt, die sich partout nicht kühl rauchen lassen, habe ich einen ganz nützlichen Tip !Dieses Phänomen tritt bei Pfeifen aller Preisklassen auf, ohne daß ich dafür eine vernünftige Erlkärung habe. Auch recht dickwandige, große Köpfe tendieren zum Heißrauchen, völlig unabhängig vom benutzten Tabak.
Ich schleife die Wandung der Tabakkammer mit einem Schmirgelpapier der Körnung 240 oder 180 an. Vorher habe ich natürlich die Kohleschicht oder neudeutsch "Cake" entfernt. Das geht ebenfalls mit Schmirgelpapier oder mit im Fachhandel erhältlichen Gerätschaften. Falls man sich seiner Sache nicht sicher ist, ist es aber besser es von fachkundigen Händen in einem Pfeifenfachgeschäft machen zu lassen.

Die nun aufgeraute Wandung bestreiche ich nun gleichmäßig mit Einrauchpaste, die ich bei Marco Janzen Hamburg im Internet erworben habe. Eine sämige graue Flüssigkeit, die man am besten mit einem weichen, flachen Pinsel mit ungefäher 1 cm Breite aufträgt. Um zu verhindern, daß das Zugloch zugeschmiert wird, stecke ich von der Mundstückseite eine Pfeifenputzer so hinein, daß seine Spitze etwas in die Brennkammer ragt. Nun streicht man, in dünnen (!) Schichten die gesamte Wandung ein. Diese läßt man ein paar Stunden trocknen bis sie griffest ist, meint bei Berührung mit der Fingerkuppe nicht mehr klebt. Dann wiederholt man den Vorgang drei- bis viermal. Das ganze läßt man nun bei demontiertem Munstück eine Woche lang trocknen. Diese lange Trockenzeit ist unbedingt einzuhalten.

Mit dieser Methode habe ich schon einige Problempfeifen, unter anderem drei Dunhills, wieder rauchfähig gemacht.Die Einrauchpaste kann man im Pfeifenkopf belassen, es bildet sich mit der Zeit ganz normal eine erwünschte Kohleschicht, die die Raucheigenschaften einer Pfeife erheblich verbessert.

Also viel Spaß beim basteln und allseits guten Genuss und kühlen Rauch !!

Adriano22