Auch sind Geschmacksmuster extrem limitiert bzgl. der Vorgaben. Man kann als Hersteller nicht sagen: "So, ich schütze jetzt für mich ne Golduhr mit 36 mm Durchmesser, goldenem Band und goldenem Zifferblatt." - was im Sinne der Formenvielfalt ja auch gut ist, die Angaben gehen sehr ins Detail. Maße, Winkel, Materialdicken, Proportionen - das ist alles festgelegt. Findige Hersteller ändern das Grunddesign an entsprechenden Punkten ein wenig ab, um nicht mehr innerhalb der Toleranzgrenzen des Musters zu unterliegen und haben de jure ein eigenständiges Produkt. Sieht man ja auch oben schön: bissi anderes Band, bissi andere Krone, andere Lünette etc. Das ist im Namen der Produktvielfalt auch okay und gewünscht - und in dem Fall kann es allen Beteiligten egal sein. Wer sowas kauft, würde nie ne 200x teurere Rolex kaufen und umgekehrt. Außerdem: Design ist nicht alles, gute Produkte bestehen aus mehr als nur ihrem äußeren Schein.