Hi Fredi,
meinen herzlichen Glückwunsch zu dieser wirklich beeindruckenden 6239PN.
Ein ganz besonderes und nur wenig bekanntes Detail ist hier bisher nur von Stephen etwas kryptisch („sweeping Zeiger – wow“) erwähnt worden: Der Zeiger der permanenten Sekunde. Er unterscheidete sich nämlich zur damaligen Zeit von den Zeigern des Minuten- und Stundenzählers. Im Gegensatz zu diesen war der Zeiger der permanenten Sekunde schmaler und endete gerade ohne Pfeilform. Mir ist dieses Detail auch erst durch die schwarze 6238 meines Vornamenscousins bekannt, vorher kannte ich solche Unterschiede nur von den alten Breitling Navitimer 806 und Cosmonaute 809.
Vermutlich Ende der 60er Jahre hat Rolex die Zeiger der Hilfszifferblätter dann wohl aus Einfachheitsgründen vereinheitlicht und auch bei einem Service (die kleinen Zeiger sind sehr empfindlich, werden beim Abheben oft beschädigt und dann ersetzt) wurden dann nur noch baugleiche Zeiger für alle drei Hilfszifferblätter verbaut. Daher sind die originalen schmalen, geraden Zeiger für die permante Sekunde nur noch ausgesprochen selten zu finden. Diesen Zeiger dann auch noch bei einer ohnehin seltenen „Newman“ zu finden grenzt an ein kleines Wunder.
Das PN-Blatt wurde übrigens so gut wie nie in Rolex-Katalogen abgebildet, nachfolgend eine der ausgesprochen seltenen Abbildungen eines PN-Blattes in einer goldenen 6241 zusammen mit einer 6239 mit oben liegendem Daytona-Schriftzug aus einem japanischen Katalog Ende der 60erJahre:
(Quelle: leider unbekannt)
Noch eine Bemerkung zu dem von Dir erwähnten Oysterband 6635. Äußerlich gibt es keinen Unterschied zwischen der dehnbaren (Ref. 6635) und der nicht dehnbaren Version (Ref. 7205). Die Maße der Bandglieder sind völlig identisch, wie auf dem folgenden Auszug aus einem alten Ersatzteilkatalog R4 aus meinem Archiv zu sehen ist (das untere Maß bezeichnet die Federbreite der dehnbaren Version, Bandglied C ist bei beiden Versionen nicht dehnbar):
Die Übergange der Bandglieder sind insbesondere bei dem 19mm-Band etwas „rustikal“ mit relativ großen Breitensprüngen (15,9 auf 14,7 auf 12,9 auf 11,5 mm) verbunden. Bei den übrigen Nietenbändern (11,13,15,17 und 20 mm Anstoßbreite) sind die Übergänge etwas „flüssiger“.
Vielleicht darf ich abschließend noch eine Bemerkung zu dem verwendeten Kaliber erlauben. Die 6239 verwendet noch das Kaliber 722 (ein nur geringfügig modifiziertes Valjoux 72B), welches im Gegensatz zu dem späteren, ab ca. 1970 verwendeten 727 (beispielsweise in 6263 und 6265 verbaut) noch mit „langsamen“ 18.000 A/h schlägt (727: 21.600 A/h).
Kurz vor Einführung des 727 wurde übrigens noch eine verbesserte Version des 722, das 722-1 eingeführt. Dieses Kaliber verfügte schon über den verbesserten Stundenzählermechanismus des 727, aber noch über die Unruh mit 18.000 A/h und wurde nur ein Jahr (ca. 1969-1970) verbaut.
So, nun aber genug der Theorie, ich wünsche Dir viel Spaß mit Deiner 6239PN. Und hoffentlich kommt nicht irgendein Banause und tituliert sie als „komische Kirmesuhr“, so wie es meiner 1655 schon passiert ist….
Gruß
Matthias
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Thema: N E W M A N !!
Hybrid-Darstellung
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23.05.2011, 11:04 #1The difference between men and boys is the price of their toys.
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23.05.2011, 20:08 #2
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25.05.2011, 08:43 #3
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25.05.2011, 20:24 #4
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28.06.2011, 23:46 #5Sea-Dweller
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Lieben Gruss
Marc
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