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  1. #1
    Freccione Avatar von eos
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    Zitat Zitat von GeorgB Beitrag anzeigen
    Hier wächst anscheinend eine Generation Lämmer heran, denen der Schutz der eigenen Privatsphäre total egal ist ...
    Ja, das tut sie in der Tat, aber meiner Meinung nach ist diese Generation zwischen 12 und 22 Jahre alt und sie weiss einfach nicht, was sie tut.

    Das Ansinnen kontrollieren zu wollen, wer welche Daten von mir irgendwo ablegt ist sicher edel und die Forderung, dass dies gesetzlich abgesichert wird auch. In der Praxis haben wir aber nicht den Anflug einer Chance die Speicherung, Weitergabe oder den Missbrauch dieser Daten zu beweisen.
    Wir haben ja das Datenschutzgesetz. Jeder, der Daten speichert, ist zur Auskunft und auf Wunsch auch zur Löschung verpflichtet, aber habt Ihr mal geschaut, wie das in der Praxis aussieht?

    Ich habe vor ein paar Monaten mal Spam von einem Internetdienstleister bekommen. Nachdem ich gesehen habe, dass die Bude in Deutschland ist, habe ich mal eine Auskunft über meine Daten angefordert, darum gebeten, dass diese Daten unverzüglich gelöscht werden und darauf hingewiesen, dass ich keine weitere Werbung haben möchte.
    Die Auskunft kam prompt, angeblich waren nur meine Mailadresse und der Name hinterlegt. Man bestätigte mir die Löschung und dass man mir keine Werbung mehr zuschicken würde.
    Ein paar Wochen später gab es wieder Werbung von der gleichen Bude. Darauf hin aber ich einen Anwalt eingeschaltet und ihm die Vorgeschichte inkl. Mailverkehr vorgelegt. Er hat mir der Bude Kontankt aufgenommen und man behauptete dort ich habe mich neu angemeldet und die Mitgliedschaft über ein Opt-In bestätigt. IP-Adresse und Zeitpunkt wurden auch genannt.
    War natürlich alles fingiert, aber ich hätte jetzt irgendwie beweisen müssen, dass ich mich nicht via Opt-In angemeldet habe. Das wurde dann doch ziemlich kompliziert.
    Es zeigt aber: Die lassen Dich im Zweifelsfall einfach abperlen. Die kramen notfalls fingierte Logfiles raus, die erzählen sie hätten gelöscht, dabei haben sie es nicht getan.

    Solange wir keine Polizei haben, die in der Lage ist solche Dinge effektiv zu kontrollieren (und das wird in den nächsten Jahrzehnten nicht der Fall sein), müssen wir darauf achten, wo wir welche Daten hinterlassen. Die einzige Hoffnung, die man haben kann, ist die, dass die Datenmenge irgendwann einfach zu groß wird und Ergebnisse entsprechend unscharf.
    --
    Beste Grüße, Andreas

  2. #2
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    Gast
    Zitat Zitat von eosfan Beitrag anzeigen
    Ja, das tut sie in der Tat, aber meiner Meinung nach ist diese Generation zwischen 12 und 22 Jahre alt und sie weiss einfach nicht, was sie tut.

    Das Ansinnen kontrollieren zu wollen, wer welche Daten von mir irgendwo ablegt ist sicher edel und die Forderung, dass dies gesetzlich abgesichert wird auch. In der Praxis haben wir aber nicht den Anflug einer Chance die Speicherung, Weitergabe oder den Missbrauch dieser Daten zu beweisen.
    Wir haben ja das Datenschutzgesetz. Jeder, der Daten speichert, ist zur Auskunft und auf Wunsch auch zur Löschung verpflichtet, aber habt Ihr mal geschaut, wie das in der Praxis aussieht?

    Ich habe vor ein paar Monaten mal Spam von einem Internetdienstleister bekommen. Nachdem ich gesehen habe, dass die Bude in Deutschland ist, habe ich mal eine Auskunft über meine Daten angefordert, darum gebeten, dass diese Daten unverzüglich gelöscht werden und darauf hingewiesen, dass ich keine weitere Werbung haben möchte.
    Die Auskunft kam prompt, angeblich waren nur meine Mailadresse und der Name hinterlegt. Man bestätigte mir die Löschung und dass man mir keine Werbung mehr zuschicken würde.
    Ein paar Wochen später gab es wieder Werbung von der gleichen Bude. Darauf hin aber ich einen Anwalt eingeschaltet und ihm die Vorgeschichte inkl. Mailverkehr vorgelegt. Er hat mir der Bude Kontankt aufgenommen und man behauptete dort ich habe mich neu angemeldet und die Mitgliedschaft über ein Opt-In bestätigt. IP-Adresse und Zeitpunkt wurden auch genannt.
    War natürlich alles fingiert, aber ich hätte jetzt irgendwie beweisen müssen, dass ich mich nicht via Opt-In angemeldet habe. Das wurde dann doch ziemlich kompliziert.
    Es zeigt aber: Die lassen Dich im Zweifelsfall einfach abperlen. Die kramen notfalls fingierte Logfiles raus, die erzählen sie hätten gelöscht, dabei haben sie es nicht getan.

    Solange wir keine Polizei haben, die in der Lage ist solche Dinge effektiv zu kontrollieren (und das wird in den nächsten Jahrzehnten nicht der Fall sein), müssen wir darauf achten, wo wir welche Daten hinterlassen. Die einzige Hoffnung, die man haben kann, ist die, dass die Datenmenge irgendwann einfach zu groß wird und Ergebnisse entsprechend unscharf.
    Optivel?

  3. #3
    Freccione Avatar von eos
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    Zitat Zitat von Toppits Beitrag anzeigen
    Optivel?
    Nee, war eine Datingagentur.
    --
    Beste Grüße, Andreas

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