Interessanter Blog.
Ich denke, trotz allem Nihilismus: wenn ich heute Uhren >20K kaufe, möchte ich zumindest glauben, daß das
Geld nicht ganz verloren ist.
Wertsteigerung, Rendite etc. sind doch auf dem traditionellen Kapitalmarkt auf keinem Gebiet gesichert.
Warum nicht also der Liebhaberei nachgeben, schöne Uhren tragen, evtl auch nur im Tresor bewundern, und wissen, daß man Sie sicherlich wieder zu Geld machen kann (mit mehr oder weniger Gewinn).

Der hier weiter oben angedeuteten Theorie, daß sich die nächste Generation nicht für Pappis Uhren Sammlung interessiert und diese sogar mit Porzellan verglichen wird, möchte ich folgende Gegenthese anfügen:

Bereits Anfang 19 Jhd. ist Hr. Constantin von Vaccheron in ganz Europa herumgefahren und hat seine Uhren zu Höchstpreisen verkauft. Auch kann jeder in der Historie von ALS nachlesen, daß ein Unternehmer anfang 1900 die Uhr Nr. 42500 im Gegenwert einer Villa gekauft hat. Bei Patek gibt es ähnliche Geschichten.
Will sagen: Schon vor 100 und 200 Jahren wurden Uhren im Gegenwert von Häusern gekauft. Dies ist bis heute so. Warum glaubt Ihr, daß sich an diesem Luxusobjekt, was die Sammelleidenschaft begründen würde, in den nächsten Jahren etwas ändert.
Ich bin sehr auf Eure Meinungen gespannt, weil es ein Gedanke ist, der mich schon seit längerem beschäftigt.
Grüße, Joe.