Namibia 2026 - heimkommen
Drei Jahre ists her, dieses Jahr wollten wir wieder nach Namibia und haben uns für dieses mal den Süden rausgesucht.
Wer den alten Thread noch nicht kennt: https://www.r-l-x.de/forum/showthrea...hlight=Namibia
Der Norden ist tiermäßig interessanter, grüner, da geht mehr ab wenn man die Safari- und Afrikaexperience will. Der Süden ist recht wüstig harsch, aber landschaftlich auf seine Weise traumhaft.
Landeanflug zum Sonnenaufgang
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und Ankunft bei Tagesanbruch; klingt kitschig, aber fühlt sich wie heimkommen an.
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Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Namibia lässt sich am besten als Selbstfahrer erkunden, so gut wie jeder spricht und versteht Englisch, das Land ist sicher und im Notfall hats überall recht guten Empfang. Ich hätt absolut keinen Bock auf Reisegruppen und stundenlang in einem Touribus zu sitzen. Man muss halt Schotterstraßen fahren wollen und können. Linksverkehr ist irgendwie kein Problem in einem Land mit wenig Verkehr und mit dem Lenkrad auf der für dort richtigen Seite. Ich hab mich in England mit einem linksgelenkten Auto mit dem Umdenken schwerer getan.
Unser trusted steed wie auch beim letzten mal schon: der Toyota Fortuner. Würd ich immer wieder empfehlen, der kann was und bietet eine gute Kombination aus Komfort und Robustheit.
Großes Ziel auf dieser Reise ist der Fishriver Canyon im Süden, mit drei Lodges als Zwischenzielen.
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Unsere erste Begegnung mit der lokalen Fauna auf dieser Reise: Springboks
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Unsere erste Lodge war so ein bisschen Streichelzoo, Warzenschweine, Pfaue(?), Straussen und Springboks ziemlich nah.
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Von dort aus gehts weiter in die Kalahari. Im Gegensatz zu unserer letzten Tour, die überwiegend auf Schotterstraßen lief, fahren wie dieses mal die Hälfte unserer Wege auf Teerstraßen. Möglich macht das die Hauptverbindungsstraße B1, die von Windhoek bis nach Südafrika geht und durchgängig geteert ist. Sehr ähnlich einer deutschen Bundesstraße, aber hier wie fast alle Teerstraßen wenn es sie denn gibt mit 120km/h Geschwindigkeitsbeschränkung.
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Auf dem Weg zur Kalahari Anib Lodge kurzer Halt am Hardap Damm für ein Getränk, dort treffen wir eine von zwei Hauskatzen in Namibia:
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sie hats nach eigenen Angaben sehr hart.
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Und wir treffen auch Johannes, unseren Waiter. Er ist irgendwie nicht so beeindruckt von unserer Namensgleichheit wie ich. :ka:
Kurz vor der Kalahari Anib Lodge dann die ersten Schotterstraßen. So ein bisschen hab ich sie schon vermisst, Namibia auf Teer fühlt sich komisch an. :D
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...und das erste mal hier hab ich auch so richtig das Gefühl mitten in Afrika zu sein. Ich kanns nicht sagen woran es liegt, ziemlich cheesy, aber dieses Licht bei Tagesanbruch und Tagesende, das trockene Buschgras, die Stille, einfach herrlich.
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Morgens machen wir einen Game Drive - die meisten Tiere kennen wir schon, aber manchmal ists ganz interessant was die jeweiligen Guides so erzählen und nur weil wir ein Tier schonmal auf der Bingo-Card abgehakt haben, heisst das ja nicht dass wir es nicht nochmal sehen wollen. :D
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Was wir fast immer und überall gezeigt bekommen: die Nester des "Social Weaver Birds". Wie der Name schon sagt bauen/weben sie ihre Nester, viele Generationen zusammen in einem Baum. Diesen Baum verlassen sie auch nur, wenn das Nest zu schwer wird und abbricht, oder der ganze Baum stirbt.
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Die Eingänge sind alle an der Unterseite des Nests, um es Schlangen so schwer wie oder sogar unmöglich zu machen reinzukommen.
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Deshalb auch immer die Warnung nicht (zu lange) unter einem dieser Nester zu stehen, weil es tatsächlich vorkommen kann dass Schlangen aus dem Baum fallen. :kriese:
Fun fact: es gibt auch nicht so sociable weaver birds, da sind die Nester alle einzeln im Baum verteilt.
Laut Guide der hässlichste Vogel der Welt, der Marabou:
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Find' ich persönlich unfair, denn in der Luft sieht der schon recht imposant aus mit seinen 2,5-3m Spannweite.
https://youtu.be/hz1e-A_r7vw
Nachmittags ziehts etwas zu und ich mach eine Wanderung, während Sarah am Pool bleibt. Natürlich hab ich mir die längste Wanderstrecke rausgesucht, was sind schon 9km? Besonders wenns bedeckt ist, absolut kein Problem. Nur hats nach Kilometer eins richtig aufgerissen und die afrikanische Hitze hat mich den Rest begleitet. Trotzdem kein Problem, ich hatte genug Wasser, ich hatte Snacks dabei und am Handy war ich auch ortbar.
Zwischendrin wär ich auch gern am Pool geblieben, aber am Pool sieht man halt sowas nicht:
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Zum Sonnenuntergang dann doch wieder am Pool
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Unser nächstes Ziel war die Alte Kalköfen Lodge, benannt nach: den beiden alten Kalköfen auf dem Gelände (d'uh):
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Diese Lodge hat ein bisschen diesen "derelict chic" für sich perfektioniert. Es sieht alles aus als wäre es aus Schrott und Altteilen zusammengesetzt/wiederverwendet, dabei ist es doch recht modern und funktional. Oftmals wirkt so etwas optisch schnell tatsächlich heruntergekommen oder einfach nur kitschig, aber hier passt es perfekt zusammen, ohne überhaupt künstlich zu wirken.
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Zwei weitere Besonderheiten: die Lodge, bzw. das Gelände sind wissenschaftlich "wichtig", da hier wohl besondere Vögel irgendein besonderes Verhalten zeigen und dafür wohl regelmäßig Ornithologen hier sind, und sie ist bekannt für die (zweit-?)größte Sammlung, Zucht und Erforschung von "Lithops" - lebenden Steinen.
Das sind Wüstenpflanzen, die aussehen wie die Sohle eines Paarhufers und alle paar Jahre eine kleine Blüte hervorbringen.
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Auch ist der Besitzer wohl recht religiös, auf der Veranda zum Eingang der Lodge ist unter Glas am Boden eine Bibel aufgeschlagen. Zusätzlich sieht jedes Zimmer so aus:
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bitte schön Befruchtungsabstand einhalten :op: Wir haben die Betten schon ein wenig zusammengeschoben - Händchen halten wird wohl erlaubt sein, schließlich sind wir verheiratet :D
Auch als kurzen Zwischenstopp kann ich das Restaurant sehr empfehlen. Das Essen ist wirklich gut und das Personal mit viel Liebe dabei.
Nach einem leckeren Frühstück
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gings weiter zur Fishriver Lodge - mehr dazu dann im nächsten Post. :dr: