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https://deutsche-wirtschafts-nachric...gen-steuerloch
In der Tat ist das dramatisch.
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In der Tat ist das dramatisch.
Und die Lösung für dieses Problem soll sein, dass man weiter verstärkt auf Verbrenner setzt statt mit aller Kraft versucht führend bei den Antrieben der Zukunft zu sein ? So wie Ford ?
Na ich weiß ja nicht. :ka:
Die deutsche Autoindustrie ist in einer Zwickmühle gefangen und muss den Spagat zwischen der E Mobilität und dem Verbrennerauslaufen hinbekommen.
Allen der Konsument spielt nicht mit weil er kein Vertrauen in den Restwert der E Fahrzeuge hat.
Wenn ich mir die Angebote für den Ford Explorer mit 240 EUR / Monat bei einem Listenpreis von über 50.000 ansehe, kann das nicht gutgehen.
Die Hersteller drücken mit Subventionen die Fahrzeuge in den Markt und am Ende landet der E Wagen nach 2-4 Jahren beim Händler und der hat das Verwertungs- und Restwertrisiko und geht u. U. daran Zugrunde wenn das Überhand nimmt.
Tragisch ist das alles ohne Frage, aber ein Stück weit leider auch selbst verschuldet. Die deutsche Autoindustrie hat sich zu lange auf den Verbrenner, hohe Margen und den eigenen Mythos verlassen, gepaart mit Trägheit und Arroganz. Elektromobilität und Software galten lange eher als regulatorisches Übel denn als industrielle Zukunft. Wenn man dagegen sieht, was in China heute nahezu täglich an neuen Innovationen und Modellen auf den Markt kommt, dann befürchte ich, das lässt sich kaum noch zurückdrehen. Das will zwar keiner hören, aber genau das ist auch ein Teil der Misere.
Ich weiß immer noch nicht, was ein Auto mit Verbrenner-Motor besser macht als ein E-Auto. Gesetzt den Fall, Ausstattung etc. ist alles gleich, hat der E-Antrieb aus meiner Sicht viele Vorteile. Und das deutsche Thema "Reichweitenangst" sollte sich auch erledigen, wenn man ein E-Fahrzeug mal selbst genutzt hat.
Was also mindert den Wert so sehr?
Ich hab per se nix gegen Verbrenner, finde den Sound eines V8 toll und bin begeistert von der Reichweite mancher Dieselmodelle. Aber für den (meinen) Alltag möcht ich da nie wieder zurück...
Danke Carlo, ich wollte sinngemäß das gleiche schreiben, aber konnte es nicht so schön ausdrücken.
+ 1000 Kini :dr:
Da bin ich ja bei dir Michael.
Das es ein Balance Akt wird war von vornherein klar.
Wo ich ein massives Problem mit habe, ist die Rolle rückwärts die Ford und auch Porsche gerade vollziehen. Man steckt Milliarden in Verbrenner Technologie und verliert dadurch dieses Geld was man an anderer Stelle dringend für die Forschung bräuchte. Das ist ein ganz kritischer Punkt.
Ist ja nicht so dass man derzeit keine Verbrenner hätte die man verkaufen kann. Die Mehrheit der Flotte sind doch Verbrenner, das Geld für die Entwicklung aber Großteils in neue Verbrenner zu stecken halte ich für fatal und wird die Lage mittelfristig nicht besser sondern schlechter machen.
Die hiesigen Hersteller bräuchten eine eigene Akku Produktion und Forschung in Europa und nicht einfach alles in China bei Catl etc. kaufen. Wenn China in ein paar Jahren gar keine Akkus mehr liefert ist das Geschrei dann ganz groß.
Ich denke, das ist der Punkt. Wenn ich überlege, was mein knapp 3 Jahre alter E z.B. an Ladegeschwindigkeit kann und was mein nächster können wird, ...
Die Entwicklung ist beim Verbrenner schon weiter fortgeschritten als beim Elektro, und dementsprechend ist beim Elektro noch mehr Potenzial - was genau darin (s.o.) resultiert.
Kommt halt auf die Absprungbasis an – hab bei Tesla NULL Bedarf an „mehr“ – selbst nicht beim Model 3 aus 2021. :ka:
Danke für Kini und Carlos Beitrag. Diese ganze Diskussion Verbrenner ja nein aus nicht aus später aus, hilft leider nicht. Als privilegierter PV Anlagen Besitzer, haben wir 2 Verbrenner jetzt gegen Stromer ersetzt. Ja wir konnten uns die beiden auch Leisten (in Summer immerhin auch brutto etwas über 70 k, Modell Y und neu den Inster). Ja, Reichweite an unserem Profil orientiert und bewusst den kleinen Y genommen. Etwas überhalb Hamburgs los, muss ich mit dem Y in Hannover laden. Aber, das war ja gewollt mit dem kleineren Akku. Schaue ich was jetzt auf den Markt kommt, (BMW iX 3, Mercedes CLA) sehe ich, dass 400 km Autobahn bald überhaupt kein Problem mehr sein werden. Pinkeln, Happen Essen und weiter gehts. Laden wird einfach bei jeder Pause normal sein. ME völlig problemlos. Gerade sonnengeladenes Auto, cooles Gefühl für lau Strom zu haben und keine Rohstoffe zu verbrennen. Mein Zwangsvergleich zum Skoda elroq zeigt, da tut sich was positives. Klar ich bin kein Automanager, aber langfristig ist der Verbrenner tot. Mausetot. Je später die Umstellung angegangen wird, desto mehr freuen sich die Chinesen / Koraner und andere. Der Verlust der Arbeitsplätze in D ist da dann eine ganz schlechte Nachricht. Aber Droschken, Schreibmaschinen und ähnliches kauft heut eben auch keiner mehr. Die profitabel in D produziert werden kann, ist doch Aufgabe eine der Manager, das zu lösen. Und ein Preisschild grundsätzlich 60 k plus, wird langfristig der Untergang sein. Da können dann vielleicht wirklich nur bezahlbare Leasingmodelle helfen. Als Kunde muss ich vielleicht auch reflektieren, muss ich ein Auto kaufen, oder betrachte ich die Leasingrate als monatliche Mobilititätsrate und wie hoch darf / kann die sein. Volkswirtschaftlich kann ich nur hoffen, dass da bezahlbare Qualität kommt. Im Zeitpunkt unserer Kaufentscheidung, war leider nix aus D, was an den Y oder den Inster Preisleistungsmäßig rangekommen ist. Am Ende eben auch eine Frage des Geldbeutels.
Ich denke auch, es wird den etablierten Herstellern so oder so weh tun. Aber lieber jetzt so viel Umstellen wie es geht und das Geld in die Zukunft investieren, und dafür Kunden verlieren die einen Verbrenner wollen, als in 5-10 Jahren da zu sitzen und den Anschluss komplett verloren zu haben. Da gehen dann die Lichter nämlich komplett aus.:pale:
Absolut Roland, sich jetzt kurzfristig Zeit bzw. Marge zu erkaufen, die man aber langfristig an China verschenkt, halte ich auch für keine schlaue Idee.
Bezüglich des Gebrauchtmarkts wird die Lage in meinen Augen teilweise dramatischer dargestellt als sie ist. Das sind sicher auch Übergangsphänomene und je größer der Gebrauchtmarkt, die Akzeptanz und Infrastruktur für E-Autos wird, desto mehr normalisiert sich das. Es gab kürzlich einen Artikel vom ADAC, danach haben E-Autos in drei Jahren ca. 10% mehr Wertverlust als Verbrenner, aber das schafft andererseits wieder Anreize für Gebrauchtkäufer usw.
Das ist ja eben das Problem der psychologischen Wahrnehmung. Autos sind sehr softwareabhängig. Einerseits, andererseits erleben wir die Entwicklung der Akkutechnik. Um den Vergleich zur PC Welt zu ziehen, in dem Moment wo du ein PC / Notebook / Smartphone kaufst, weißt du, es wird gerade schon an der übernächsten Generation gearbeitet, die noch g*iler, besser ist. Ob du das wirklich brauchen wirst, steht auf einem anderen Blatt. Aber ein Auto wird idR mehrere Jahre gefahren. Das aktuell gekaufte, mag auch für viele Jahre völlig ausreichend sein, aber du weißt, das neue „kann“ mehr, fährt weiter und lädt schneller. Da geht es psychologisch nicht immer um brauchen, sondern um „können“. Weiterhin bleibt sicherlich die Frage des Werterhaltes, was bekomme ich in 3-5 Jahren für ein derartiges eAuto? Da mag es viele geben, die da einfach Angst vor einem erkennbaren Wertverlust haben. ME wird aber auch die Frage ausgeblendet, was bekomme ich denn für einen Verbrenner nach diesem Zeitraum. Wie Roland schrob, die Entwicklung zu ignorieren, mag kurzfristig vielleicht einen Ticken mehr Gewinn bringen. Aber sobald die aktuelle Managerebene das Steuerrad übergeben haben, werden die nachfolgenden vor einem großen Problem stehen.
Kurzbericht Inster: bin jetzt ein paar mal damit auf Kurzstrecke unterwegs gewesen. Klasse. Minikiste, Parkdeck hoch Parkplatz nehmen, in dem der Y nicht ansatzweise reinpassen würde. Gestern Junior zum Zahnarzt gebracht und 30 min warten müssen, hey Auto anlassen und im Warmen Musik hören, beim Verbenner undenkbar. Klein flitzig, wendig Schalter, Hebel da wo man es kennt. Erfüllt genau seinen Zweck. Frau gerade auf dem Weg zum Mandanten, alte enge Tiefgarage, das wird ein Witz da reinzukommen. Happy.
Ich verstehe dieses Schlechtmachen der deutsche Autoindustrie immer noch nicht.
Gerade hat VW den ID.Polo gezeigt, ein kleines vergleichsweise günstiges und erstaunlich attraktives Elektroauto. Batterien dafür werden in Europa von einer VW-Tochter gefertigt. Die anderen ID Modelle sind einfach klasse und verkaufen sich (als VW , Cupra oder Skoda) sehr gut. Nächstes Jahr will VW 6 neue Elektromodelle vorstellen.
Wozu also der Abgesang?
Carlo hat recht mit der Fertigungstiefe, doch ich finde das wird einfach überbewertet. Toyota hat in den letzten Jahrzehnten sicherlich "stabilere" Fahrzeuge gebaut als VW und trotzdem haben mehr Kunden in Deutschland VW gekauft. Dem Kunden ist die Fertigungstiefe recht egal, wenn das Produkt, das da herauskommt gut ist oder einfach seinen Ansprüchen (die unglaublich vielfältig sein können) entspricht.
Ja selbst der Preis, der durch mehr Tiefe ggf. geringer sein kann ist nicht in jedem Fall ausschlaggebend.
BMW verkauft Elektroautos, die technisch bisher (bis auf den i3) schlechter waren, als alles was VW verkauft, denn es waren immer Modelle, die sowohl für Verbrenner, als auch für Elektro aufgebaut waren und so viele Vorteile einer Elektrokarosserie nicht aufweisen konnten. Anders bei VW mit MEB und MQB. Und, wurden deshalb nur noch VW und keine BMW mehr gekauft? Nein, natürlich nicht, weil weder Fertigungstiefe, noch technischer Aufbau noch Preis einzig und allein ausschlaggebend sind.
Der hier viel gehypte R5, den ich persönlich auch richtig toll finde, scheint bei Kälte schlecht laden zu können. Mein ID3 GTX sagt mir, dass er bei 10 Grad 60% Akku ohne Vorwärmen 70kw/h laden könnte. Ich gucke gerne mal, wie das ist, wenn es kälter ist. Anleine so ein Unterschied kann in der Nutzungsdauer eines Autos einen erheblichen Komfortunterschied bedeuten. Viel mehr als 2000 EUR oder auch 5000 EUR bei der Anschaffung (sofern das Geld vorhanden ist).
Ich für mich habe festgestellt, dass die Kosten eines Kaufes nach kürzester Zeit vergessen sind, fehlende Funktionalität, Komfort oder Finesse aber immer nervt. Bei dem Passat vor dem ID3 habe ich am Soundsystem gespart und mich 5 Jahre darüber geärgert. Die paar EUR pro Monat fürs Leasing hätte ich gar nicht gemerkt. Ich bin also beim ID3 zu meinem früheren Credo zurückgekehrt: Top of the Line und so viel drin wie geht. ;) Und bisher war das die richtige Entscheidung. :)
Gruß
Sidney
Man sollte auch immer daran denken, dass nur die wenigsten über ein EFH mit PV-Anlage verfügen. Meine Wenigkeit kann zB nicht daheim und auf Arbeit laden. Darum hätte ich vor einigen Monaten noch nicht einmal ansatzweise daran gedacht, dass ich ein BEV in Erwägung ziehe. Aktuell fahre ich alle paar Wochen mal an die Tanke und fahre dann um die 1.000 km mit einer Füllung. Mit dem von mir ins Auge gefassten NA5 iX3 werde ich das auch nicht schaffen. Zum Glück gibt es aber in meiner unmittelbaren Umgebung etliche 300er Säulen, mit denen die sog. Reichweiten-Angst sich dann auch nicht mehr einstellen sollte.
Soweit ich gehört und gelesen habe, baut zB BMW die Batterien mehr oder weniger allein. Die neue Software wurde auch in-house entwickelt. Da könnte man fast annehmen, dass die von den deutschen Herstellern bisher am wenigsten falsch gemacht haben.
https://up.picr.de/50383607gb.jpg
Immer mehr Supermärkte haben auch brauchbare Schnelllader am Start, da ist nach dem Einkauf die Kiste wieder voll.
Richtig, Stephan.
Wenn ich zu REWE fahre, schiele ich jetzt schon immer mal auf die 4 Shell HPC, die um diese Zeit so gut wie nie belegt sind. Obwohl die „nur“ 150 kW haben, reicht auch dann die Einkaufszeit aus, den Akku auf 80 % zu bringen.
Nicht nur bei Supermärkten, eigentlich auf allen größeren Parkplätzen. Wo man lange steht P&R, Firma, … reichen auch 22kW.
Hi Micha,
falls Du das auf mich beziehst. BMW hat in der Tat sehr vieles richtig gemacht. Ich mag einige deren Autos sehr gerne. Doch die aktuellen i4, i5 sind halt von der Karosserie Verbrenner. Das ist schlechter, als wäre es spezielle Elektro-Karosserien. Ich denke, dass BMW sich nicht in der Lage sah für alle Reihen sowohl Elektro- als auch Verbrenner-Karossieren anzubieten. Bei er NK ändert sich das. Mein Argument war ja aber, dass dieser technologische Mangel eben nicht dazu geführt hat, dass ausschließlich technologisch überlegene Fahrzeuge (in diesem speziellen Punkt überlegen) gekauft wurden.
Zu Deinem Argument des Ladens. Wir können auch weder zu Hause noch bei der Arbeit laden. Immer wenn wir irgendwo hinfahren, laden wir dort, sofern eine Ladesäule vorhanden ist. Meistens ist der Akku mit 60-90% geladen, ohne, dass wir in den letzen Monaten explizit hätten laden müssen. Nur während der Urlaubsfahrt haben wir DC Laden in Anspruch genommen. Die Sorge bezüglich Reichweite und Laden des Akkus, die wir vor der Anschaffung des BEVs hatten, hat sich für uns (!) als komplett unbegründet herausgestellt.
Gruß
Sidney
Ich hab mir sogar schon die Ad-Hoc App runterladen.
https://up.picr.de/50383660eu.jpg
Dein Wort in Gottes Ohr, Sidney. Vielleicht hast du ja recht und deutsche Kunden sind sicher loyal gegenüber "ihren" Marken. Aber wie lange noch, grad bei nachfolgenden Zielgruppen? Und kann die deutsche Autoindustrie ohne Exporte bestehen? Das Drama der Gewinneinbrüche nimmt ja leider jetzt schon seinen Lauf. Die Fertigungstiefe und Innovationskraft der Chinesen hat eben zur Folge, dass neue Technik sowie gute Qualität schneller und günstiger in den Markt finden. Und dann beginnt es auch den Kunden zu interessieren.
Da mag hier noch nicht so deutlich sein, ist aber bereits sichtbar und die Spirale wird sich wohl weiterdrehen. Die Frage ist: Wer kauft in fünf oder zehn Jahren noch ein deutsches Auto, wenn ein anderes technisch weiter, qualitativ hochwertiger und dabei günstiger ist? Hierzulande vermutlich noch der eine oder andere, aber längst nicht alle und das größte Problem liegt immer mehr im Export.
Ich sehe das auch nicht so schwarz. Das hat auch weniger mit Markenloyalität zu tun, sondern damit, dass ich ein Auto möchte, das für den westlichen Markt konzipiert wurde. Ich brauche kein Karaoke oder Tiktoc im Stau, aber ein Fahrwerk, das auch auf der Landstraße Spaß macht.
Bin da (fast) komplett bei Dir.
Habe mir gerade mal die Zahlen von BMW angeschaut und bemerkt, dass gerade beim 4er über 50 % der Kunden zum i4 gegriffen haben. Der Autobauer hat wohl zur damaligen Zeit angenommen, dass das selbe Band für ICE und BEV besser sei. In der Krisenzeit war es das auf jeden. Denn die Verbrenner sind einfach weiter produziert worden, wo woanders die Bänder stillstanden.
Fahre übrigens selber so ein Ding. Nur eben nicht i5, sondern Benziner.
Wer kauft? Schon heute sind um die 80 % DW u. ä. unterwegs. Die 0,25 % Versteuerung tut ihr Übriges. Die Antwort ist also: niemand.
Ich glaube, da unterschätzt du die Chinesen gewaltig. Viele klassische Tugenden wie Fahrwerk, Komfort und Verarbeitung sind bereits auf deutschem Niveau angekommen. In Bereichen wie Batterietechnik, Softwareintegration, Ladegeschwindigkeit und auch Innenraumqualität sind sie teilweise sogar deutlich weiter. Das sind längst keine Gadget-Autos mehr, sondern auch für westliche Ansprüche sehr ernstzunehmende Autos. Und wenn bei deutschen Herstellern die Gewinne weiter schrumpfen, wird es immer schwerer da mitzuhalten, darin liegt eben die eigentliche Gefahr.
:D
Will damit nur sagen:
Die Fahrzeuge wurden von 0 an neu gedacht und konzipiert…
… bei den deutschen Herstellern waren das imho zu beginn Verbrenner, die zwangsweise elektrifiziert wurden.
Angefangen bei veralteter Ladetechnik, nix mit SW–Update over the air und dem ein oder anderen Detail aus der alten Welt.
Ich bin weder ein Tesla noch irgendein anderer Marken–Fanboy.
Hab aber weder bei BMW noch Mercedes so ein problemloses Auto gefahren…
… und nix anderes teile ich hier.
Wie angesprochen ist seeeehr viel Psychologie und für den ganz überwiegenden Teil der Nutzer, nahezu jeder aktuelle Stromer für 95,73% aller Nutzungsprofile schon jetzt völlig ausreichend.
Sorry, ich will gewiss keine Lanze für China brechen und vielleicht führt das auch zu weit, aber ich sehe keinen "Wirtschaftskrieg". Konsequente Industriepolitik, wie sie aber viele andere Länder ebenfalls betreiben, uns eingeschlossen. Die aktuellen Einbußen der deutschen Autoindustrie kommen doch in erster Linie aus dem chinesischen Markt, weil dort inzwischen sehr gute Autos zu deutlich günstigeren Preisen entwickelt und gebaut werden. China hat in vielerlei Hinsicht einfach auch weitsichtiger, strategischer, konsequenter gedacht und wir haben den Wettbewerb lange nicht mal ernst genommen. Das muss man leider anerkennen, die größten Versäumnisse liegen sicherlich bei uns selbst.
So hab eben nochmal die Ladeleistung des R5 getestet und dafür den Akku erst mal ordentlich warmgefahren.
Schon viel besser, auch wenn die Ladekurve etwas wild aussieht.
Anhang 359010
Krasse Kurve. Das kann doch beinahe nicht so gewollt sein.
Nee, aber ich fürchte das ist bei den Autos so. Erst erwärmt sich der Akku und die Ladeleistung geht etwas hoch, dann geht es irgendwann wieder zurück.
Ich sitze noch m Auto und warte bis er 95% hat weil ich dass jetzt mal wissen will wie sich die Kurve verhält.
Kein Vergleich jedenfalls zum Mercedes oder gar Taycan.
Den Renault mag ich trotzdem, auch wenn er nicht perfekt ist.
Die Gewinneinbrüche der deutschen Hersteller liegen hauptsächlich am Einbruch des China Geschäfts. Im Gegensatz zu fast allen chinesischen Autobauern erzielen die deutschen Gewinne, die einbrechen können. Das Chinesen inzwischen chinesische Autos kaufen ist doch kein Wunder. Sie sind konkurrenzfähig, werden subventioniert, es gibt sanften Druck über Social Credits und sie wurden für chinesische Anforderungen entwickelt.
Chinesische Autos haben in vielen Bereichen Zeichen gesetzt, aber für überlegen halte ich sie derzeit nicht. Ein Problem ist unsere Akkuproduktion, die einen großen Teil der Wertschöpfung ausmacht. Welche echte Alternative zu einer E-Klasse, 5er oder A6 kann man denn von den Chinesen kaufen? Ankündigungen, Messeshows, etc. sind noch keine Konkurrenz. Dass von dort der Weltmarkt überrollt wird ist nicht gesetzt.
Wenn jemand kein chinesisches oder amerikanisches Auto kaufen möchte, kann ich das absolut nachvollziehen. Wir wissen aber auch alle wie stark die Autoindustrie heute global verflochten ist. Deutsche Autobauer produzieren seit Jahren in China, betreiben Joint Ventures und stecken bis zum Hals in globale Lieferketten. Umgekehrt investieren chinesische Hersteller in Europa, kaufen Technik und bauen Werke. Auch Industriepolitik und staatliche Förderung gibt es überall, wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Am Ende entscheidet wohl maßgeblich der Wettbewerb, wer schneller, besser und günstiger liefert.
Den Weltmarkt für Elektroautos dominieren sie doch im Grunde heute schon, China produziert aktuell mehr E-Autos als der Rest der Welt zusammen. Dabei verkaufen Marken wie Nio, Denza, Xpeng, Zeekr, Xiaomi mittlerweile durchaus Autos die es mit unserer oberen Mittelklasse aufnehmen können. BYD ist übrigens hochprofitabel und fährt bereits mit ihrer Blade-Batterie und 1000-Volt-Architektur in einer Familienkutsche durch die Gegend. Die Technik ist meines Wissens bei uns noch in weiter Ferne, in China dagegen arbeiten täglich Abermillionen weiter an dem ganzen Kram.
Die aktuelle Situation für unsere Autobauer würde ich mir sicher auch anders wünschen - aber wie ihr richtig sagt, die Zukunft ist noch nicht geschrieben.
Carlo, ich mag Deine Beiträge gerne, da sie gut geschrieben sind, sinnvoll argumentieren und interessante Einblicke liefern. Ein bisschen schwierig finde ich aber, dass vieles von dem, was Du meinst, zu wenig als Meinung und mehr als Fakt herüberkommt. Ich billige jedem seine Meinung und Interpretation zu und ich bin mir sicher, dass Du Deine Beiträge als Deine Meinung verstanden wissen möchtest, doch das ist manchmal wenig ersichtlich. ;)
Hier mal eine andere Meinung:
https://youtu.be/ZzBTcI9L93s
Gruß
Sidney
Genau das empfinde ich beim lesen der Beiträge von Carlo eigentlich gerade nicht, bzw. glaube ich schon den Unterwchied von Fakten und Meinung zu erkennen.
Wo empfindest Du das so, Sidney?
Ich hab den Youtube, Beitrag von Chris Carmaniac nicht gesehen, was meint er denn?
Ich antizipiere mal (durch die Überschrift), dass ich China mal warm anziehen muss?
Meine 2 cts: Ich glaube (leider), dass die dt. Hersteller da (leider) einen gehörigen Rückstand haben. Ich wünsche mir, dass sie schnell aufholen und auf breiter Front (wäre wichtig) da wieder wettbewerbsfähig sind.