Zurück auf die asphaltierte B4 fahren wir an einem alten deutschen Fort westwärts vorbei nach Aus, bzw. einer kleinen Siedlung außerhalb Aus (Klein-Aus), für eine Nacht zu den "Eagle's Nest Chalets".
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Klein Aus besteht aus dem Haupthaus Klein-Aus-Vista mit Restaurant, Pool usw., zwei Campgrounds und das von uns gebuchte Chalet. Ich denke bei der Bezeichnung an verschneite Bergdörfer in Frankreich oder der Schweiz mit Skifahren, während die Realität etwas anders und mehr nach Wildwest aussieht.
Die Chalets sind 7km Fahrt auf staubiger Piste vom Haupthaus und damit den Amenities entfernt und obwohl wir keinen Pool brauchen, ist es doch irgendwie weit wenn man zum Abendessen die 7km wieder hin- und herfahren muss.
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Kurz vor dem Eagle's Nest treffen wir auf einen...
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...Falken :D
Die Hütte lehnt sich an einen großen Stein an, der auch gleichzeitig die Rückwand bildet und ist allgemein im Wildwest-stil auch recht Rustikal.
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Von der kleinen Terrasse hats einen schönen Ausblick und wenn man stillhält, kommen auch die vielen Vögel und Nager heran.
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auf den Felsen sitzen und Sonnenuntergang beobachten hat auch Spaß gemacht
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Die Hütte ist für Selbstversorger super ausgestattet, aber ist auch mitten im Nirgendwo und man teilt sich den Raum mit all den Bewohnern dort. Ein Schild in der Hütte warnt z.B. bei Abwesenheit die Fenster und Türen zu schließen, weil die kleinen frechen Äffchen hier überall reinkommen und das Zimmer zerlegen und dass man Nachts auch Besuch von Mäusen bekommen wird.
Den angekündigten Besuch bekommen wir Nachts, aber auch schon während wir beim Abendessen waren und sich eine Maus durch die Tüten unserer Snacks geknabbert hat. :mimimi:
Dafür ist der Nachthimmel wieder wunderschön
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Unsere nächste und längste Etappe führt uns 650km von Klein-Aus über Kolmannskuppe und Lüderitz hoch nach Sossusvlei.
Ab hier ist wirklich Wildwest im tatsächlichen Sinne. Wir fahren nach Westen ins "Sperrgebiet", das heute noch so heißt, nachdem die Deutschen es als solches verhängt haben um den Diamantenabbau zu sichern. Am Ende der Straße liegt die Hafenstadt Lüderitz und dazwischen unser Hauptziel Kolmannskuppe, eine Wildwest-Geisterstadt, die nach dem abgeebbten Diamantenrausch langsam von der Wüste wieder zurückgeholt wird.
Nicht nur Kolmannskuppe ist verlassen, auch einige Häuser und Bahnhöfe im Nirgendwo dazwischen:
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Immer wieder Strauße auf...
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...und Oryx neben der Straße
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Nachdem in der Gegend um Kolmannskuppe Diamanten gefunden wurden, entstand diese Stadt mit allen möglichen Annehmlichkeiten wie Eisfabrik, Kegelbahn, Theater und Schwimmbad in einer absolut lebensfeindlichen Umgebung, wo selbst das Wasser herangeschafft werden musste. Das Krankenhaus dort war für einige Zeit das erste Afrikas mit moderner Ausstattung wie einem Röntgengerät.
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Nachdem die Diamanten alle abgebaut waren, ist die Stadt schnell aufgegeben worden und versinkt jetzt in der Wüste. Die meisten Häuser in deutschem Baustil sind betretbar (auf eigene Gefahr) und man sieht so ein wenig wie damals der Lehrer, Architekt, Minenleiter, Ingenieur usw. (jedes Haus zugeteilt und beschriftet) gewohnt haben.
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Während die genannten Häuser größtenteils für die Besucher von Sand freigehalten werden, zeigen sich die weniger wichtigen Gebäude vom Sand verschüttet:
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Es gibt auch ein paar Häuser mit Ausstellungen von Fundstücken wie alten Medikamenten, Ausrüstung, Briefen usw.
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Insgesamt ist es dort extrem sehenswert und jeden Umweg wert.
Wo wir schon einmal in Kolmannskuppe sind, fahren wir noch nach Lüderitz weiter. Die Stadt selbst interessiert uns nicht wirklich, da gibt's für uns nichts wofür man länger als eine Stunde bleiben müsste, aber tanken und Snacks für die Weiterreise kaufen bieten sich an.
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Interessant auch: auf der B4 nach Lüderitz fahren im 5-10Minuten-Abstand die Roadtrains von der Rosh Pinah Mine nach Lüderitz zum Hafen und leer wieder zurück. Was das für ein Durchsatz sein muss.
Die Wüste holt sich nicht nur verlassene Städte zurück - die momentan wegen Reparatur geschlossene Bahnstrecke nach Lüderitz ist unter meterhohen Dünen verdeckt und selbst die B4 muss regelmäßig von Sisyphos !Ptok und seinen Kollegen freigeräumt werden.
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Der Rest des Tages geht für die verbleibenden 520km von Lüderitz durch wüstige Gebiete, bergige Gebiete und einen mit Steinen gepflasterten Pass zu unserer nächsten Lodge, dem Desert Grace Solitaire.
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