Wir sprechen hier vom Vertrieb, da geht um die Überzeugung bei heutzutage immer mehr vergleichbaren Produkten, er ist ja kein Atomphysiker.
Thomas
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Wir sprechen hier vom Vertrieb, da geht um die Überzeugung bei heutzutage immer mehr vergleichbaren Produkten, er ist ja kein Atomphysiker.
Thomas
Ich seh das recht nüchtern: wenn man als Arbeitgeber die Leistung seiner Angestellten um einen guten Preis weiterverkaufen kann (zB im Bereich Beratung) oder die Mitarbeiter entsprechenden Umsatz bringen (wie zB im Vertrieb), dann kann man es sich auch leisten, entsprechende Gehälter zu bezahlen
Wenn der Sohn des Thread-Erstellers im Vertrieb arbeitet, dann hängt sein Verdienst ja mit Sicherheit an entsprechenden Zielvereinbarungen
Wenn der OP in der Schweiz als promovierter Chemiker <120000CHF (=fünsfstellig im Monat) verdient, hat er was falsch gemacht. Und wenn er ein Schweizer Gehalt mit einem deutschen Gehalt vergleicht, macht er auch was falsch...
Was ich sagen will: So ungewöhnlich sind jetzt >120000CHF in der Schweiz nicht...
Den TS habt ihr eh vergrault :flauschi:
Hat aber auch einen Knopf an dem man es ausmachen kann...
... das Thema ist aber nicht nur im Verhältnis "Alte" vs. "Junge" ein Thema - bedingt durch den demografischen Wandel, kann es auch innerhalb von Generationen in Unternehmen zu Verwerfungen führen, wenn man - aufgrund knappen Angebotes - die Einstiegsgehälter so steigern muss, dass Kollegen die vor 5 Jahren gestartet sind, weniger verdienen als ein Berufsanfänger.
Der "war of talent" - den es Mitte/Ende der 90er Jahre schon mal gegeben hat, war ein Kindergeburtstag im Vergleich zu dem, was uns die Zukunft durch die immer knapper werdenden Berufseinsteiger bringen wird..
Am Ende des Tages müssen diese Talente aber trotzdem deutlich mehr erwirtschaften, als sie kosten.
Hallo Kollegen,
Hatte gestern ordentlich zu tun und hatte daher keine Zeit hier vorbei zu schauen. Anscheinend gabs so einiges an Gesprächsstoff....5 Seiten. Ich möchte hier nochmals erwähnen, dass ich überhaupt keine Depressionen, Neid oder sonst was dergleichen habe, wie mehrmels erwähnt, im Gegenteil, ich gönne es jedem, speziell meinem Sohn, dass er anständig verdient.
@RoyalFlush, Naja...es ist schon so, dass man in der Schweiz relativ schnell auf das von Ihnen genannte Gehalt kommt. Jedoch würde ich eine Aussage nicht bestätigen, wenn es um einen U30er geht, klar kann es im Banksektor mal vorkommen, aber einen U30er mit einem Sechsstelligen plus Bonus etc. etc. ich denke die findet man nicht wie Sand am Meer...auch in der Schweiz nicht. *Da ich nicht weiss wie ich ein animiertes Smile hier reinstellen kann, bitte ich Sie höflichst, sich das in diesem Moment vorzustellen.
Viele Grüsse,
Marco
Naja, knapp 6-stellig verdient praktisch jeder mit Studienabschluss und bisschen Berufserfahrung.
Natürlich sind 120000CHF (plus Bonus und Auto...) recht viel für U30. Aber jetzt auch nicht vollkommen astronomisch. Vor allem in Regionen, wo eh bisschen mehr verdient wird (Zürich, Zug,...). Man kann das einfach nicht mit D vergleichen!
Ich würde mich mit dem Sohnemann freuen!
"Be nice to nerds. Chances are you'll end up working for one."
Bill Gates
Studienabbrecher heißt nicht, dass er nicht außerordentlich intelligent ist oder kein gutes Abi hatte ;) Die Leute waren eben so gut, dass Sie schon während der Uni Ihre Imperien hochgezogen haben.
Ging den Samwers glaube ich auch so teilweise :grb:
Zumindest haben die alle ein 0,9er Abi oder so gemacht.
Klingt jedenfalls nicht nach den schlechtesten Voraussetzungen: ;)
"Die Eltern rechneten sich zur Elite. Tugenden wie Streben nach Höchstleistungen, wirtschaftliche Selbständigkeit, Fleiß und eine strenge Arbeitsmoral, Pflichterfüllung, der hohe Stellenwert der Familie und tadelloses Benehmen gehörten zu den Werten, die die Ausbildung und Erziehung ihrer Söhne bestimmten...
...Alle drei zeigten als Kinder eine überdurchschnittlich hohe Intelligenz, Neugier und Siegermentalität. Schon als Jugendliche wünschten sich die Brüder, Unternehmer zu werden und gemeinsam ein Unternehmen zu leiten." (Quelle: Wiki)
So ist´s!
Für alles andere stünde Stellvertretend die Sage "vom Tellerwäscher zum Millionär"
Die meisten Nicht-Nerds oder Proleten von damals hoffen diese Geschichte für sich schreiben zu können (mich eingeschlossen:weg:), nur die wenigsten schaffen's überhaupt über den Prolog (ich auch nicht:mimimi:).
An solcher Stelle ein zitiere ich gerne meine Oma: "Hauptsache der Junge ist gesund!":)
Hmm
Das kann man eh nicht pauschalisieren imho..
Bei mir sind alle durchgestartet, die ein Party Abi gemacht haben. Wobei ich auch sagen muss, das die meisten danach ein gutes Studium ablieferten, oder Recht schnell in der Immobilienbranche erfolgreich wurden.
Am Ende des Tages muss ich bei meiner eigenen Ausbildung sagen:
Wenn du in der Wirtschaft arbeitest, aber nicht im Accounting oder Finance, dann zählt eher ob du allgemein eher Smart bist. Bei Accounting und Finance brauchst du dein Studium wissem dagegen wirklich, ergo ist ein guter Abschluss pflicht...
Ich hatte einen miesen Schulabschluss, einen "ok" Bschelor, und einen Top MBA.
Fragen tun mich alle Headhunter dagegen nur nach meiner Berufserfahrung :ka:
schon beängstigend was sich einige "alteingesessene" User leisten, indem sie den TS runterputzen nur weil er diesen Thread eröffnet ohne schon 10000 Beiträge zu haben.
Da packen die Stammuser oft Threads aus welche im einiges sinnfreier sind und da wird Beifall geklatscht.
Zum Thema selbst: Die Zeiten haben sich geändert und gerade im Vertrieb sind hohe Verdienstmöglichkeiten drin.
Ob ein junger Mensch damit umgehen kann steht auf einem anderen Blatt, wenn man natürlich abhebt ist der Fall vorprogrammiert.
Dem TS: Sei stolz auf Deinen Sohn und versuche immer mal wieder ihn auf den Boden zu holen, sollte er mal den Höhenflug bekommen.
Genau so sieht's nämlich aus!
Die genannten waren keinesfalls Soziologieabbrecher im 22. Semester, sondern Tech-Nerds, die das Studium abgebrochen haben, weil sie woanders noch bessere Chancen (eigenes Unternehmen) gesehen haben. Die haben sozusagen ein Level übersprungen, weil sie so gut waren!
Glückwunsch! Eine Einstellung, die die Beamten in meinem Bekanntenkreis vermissen lassen. Dort höre ich immer nur wie wenig im Öffentlichen Dienst gezahlt wird und wie hoch ihre Vergütung in der freien Wirtschaft wäre. Ruhig werden sie immer dann, wenn ich ihnen sage, dass besagte Positionen dünn gesät sind und sie ja niemand zwingt im Öffentlichen Dienst zu bleiben.
Meine Oma pflegte zu sagen "Der Beamtenrock ist kurz, aber warm."
Wenn man sich die Arbeitsbedingungen in der freien Wirtschaft anschaut, vielfach nur Zeitverträge und selbst als Akademiker ein überschaubares Gehalt ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld, von der zu erwartenden Rente ganz zu schweigen, würde ich heute als Schulabgänger zusehen, dass ich im Öffentlichen Dienst die Beamtenlaufbahn einschlagen könnte. Die Unwägbarkeiten der Freien Wirtschaft sind selbst für Studienabgänger zu krass geworden.
Warm isser, kurz schon lange nicht mehr - der Beamtenrock. ;)
Merkwürdiger Threadverlauf :grb:
Naja, diese Urteile / Vorurteile mussten ja kommen. Mich hat es nur gewundert, dass das so lange gedauert hat. =)
Wieder mal ein Beispiel, wie wenig einem Thread inhaltlich gefolgt wird. Warum fühlt sich sonst der TS genötigt, zum wiederholten Mal darauf hinzuweisen, dass er seinem Sohn den Erfolg gönnt und stolz auf ihn ist. Gut so. :gut:
Vom ursprünglichen Thema ab: Ich war im öffentlichen Dienst und habe ihn so schnell wie möglich wieder verlassen. Von den Hungerlöhnen, die dort besonders an Akademiker gezahlt werden, kann man keine Familie ernähren. Verbeamtung gibt es immer später und immer seltener, zudem mit immer geringerer Bezahlung.
Bis zur Beamtung ist ein Job im öffentlichen Dienst als Angestellter deutlich schlechter bezahlt, deutlich unsicherer und zudem noch mit schlechteren Arbeitsbedingungen und "Benefits" (z.B. Beihilfe zur privaten Altersvorsorge).
Befristete Arbeitsverträge sind zumindest in der für Akademiker relevanten Forschung die Regel und nicht die Ausnahme, dazu eine sehr kurzfristige Planung und damit verbunden ein dauerhaft unsicherer Arbeitsplatz. Meiner Meinung nach wird hier gezielt ausgenutzt, dass es keinen anderen Weg zur Erlangung bestimmter Qualifikationen gibt. Mangels Konkurrenz muss man einem Doktoranden ja nichts zahlen und setzt ihn einfach auf eine 50%-Stelle... Selbst auf einer vollen Stelle knackt man im TVÖD in der Regel vor dem 45. Lebensjahr nicht die Beitragsbemessungsgrenze. In manchen Bereichen der Industrie läuft das eher als Einstiegsgehalt.
In dem Fachgebiet, in dem ich in der Forschung im öffentlichen Dienst war, bleiben höchstens Idealisten oder der Bodensatz, der halt sonst so gar nichts anderes findet, im öffentlichen Dienst. Urlaubs- oder Weihnachtsgeld kenne ich auch nur aus der freien Wirtschaft, nicht aber aus dem öffentlichen Dienst.
Sehr schön zusammengefasst, Max!
In Anlehnung an Onkel C: Der Beamtenrock ist für mache zu kurz und für manche zu warm.
Etwas mehr Leistungsanreize würden dem öffentlichen Dienst gut tun. Gute Leistung wird nicht ausreichend belohnt und schlechte Leistung nicht ausreichend sanktioniert.
Ich habe promoviert, hatte die Möglichkeit gehabt im öffentlichen Dienst zu arbeiten, bin aber letztendlich ausgewandert, um für eine US Firma zu arbeiten (mit nahezu ohne Kündigungsfrist). Sicherheitsbedenken waren mir fremd und ich wollte immer nur das tun, was mir Spaß macht!
Die Promotion hat sich ausgezahlt. Zwar bin ich erst mit 30 ins Berufsleben eingestiegen und es hat einige Jahre gedauert die amerikanischen BS und Master Absolventen zu überholen, die bereits mit ca. 23 Jahren in die Firma gekommen sind.
Was sicher auch eine Rolle spielt ist, wie oft der TS in seinem Berufsleben den Arbeitgeber gewechselt hat und um welche Branche es geht.
Ich habe Freunde, die sind nach dem Studium in großen Unternehmen gegangen, und sind 20 Jahre später immer noch dort. Mittlerweile in Managementpositionen, aber die Karriere- und Gehaltsentwicklung verläuft extrem langsam, aber eben auch stetig und ziemlich berechenbar.
Ganz anders die Dynamik wenn man in einer Nische anfängt, Anfangs alle 3 bis 4 Jahre den AG wechselt, Risiken eingeht und auch mal unpopuläre Jobs annimmt, gerne auch im Ausland. Dann mit 40 als CEO in Mumbai bei einem "Hidden Champion" aus dem Mittelstand hat imo mehr Kick als Unterabteilungsleiter in der Konzernzentrale eines Konzerns in einer Niedersächsischen Kleinstadt. Beides hat etwas für sich, muss aber eben jeder für sich entscheiden.
@madmax, promovieren sollte man in erster Linie weil einem die Wissenschafltiche Arbeit, das Forschen neue Dinge lernen Spass macht und in zweiter linie wegen des Gehalts. Wie man ja hier auch mehrmals mitbekommen hat, kann man ohne Promotion gut und früher Geld verdienen. Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich so einiges anders machen, aber eines kann ich dir garantieren, die Dissertation würde ich jederzeit wieder machen! Das war für mich eine der schönsten Zeiten überhaupt, ich durft so viele verschiedene Menschen kennen lernen, mit den besten Professoren, welche Weltweit anerkennung hatten etwas "Neues" erforschen, meinen Horizont erweitern etc. Zusätzlich hatte ich einen äusserst guten Prof, welcher mich unter anderem geprägt hat und sich stehts Zeit für mich genommen hatte, dies war nicht selbstverständlich. Bis zu seinem Tod, hatte er mir jede Weihnachten eine Karte geschrieben und mich an speziellen Anlässen stehts eingeladet...ich merke ich drifte ab, aber es war wirklich eine tolle Zeit!
Viele Grüsse,
Marco