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05.07.1996 - heute. Der kleine rote Z3
30 Jahre jung – und jetzt ganz offiziell ein Oldtimer
Eigentlich muss ich den Wagen den meisten hier gar nicht mehr vorstellen.
Viele kennen ihn seit Jahren aus verschiedenen Threads, von den Days of Thunder oder anderen gemeinsamen Aktionen. Umso mehr freut es mich, diesen kleinen Meilenstein mit euch zu teilen.
Am Sonntag wurde mein Zetti 30 Jahre alt.
Gestern war dann der große Tag: das H-Gutachten.
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Mit exakt 240.000 km auf dem Tacho hat er die Prüfung mit Bravour bestanden und darf ab nun ganz offiziell das H-Kennzeichen tragen.
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Wenn ich ehrlich bin, fühlt sich das immer noch etwas unwirklich an.
Als ich ihn 2006 mit gerade einmal 59.000 km gekauft habe, war der Plan eigentlich ganz einfach:
Eine Saison fahren.
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Tja…
Aus einer Saison wurden zwanzig Jahre.
Offenbar hat mir damals jemand vergessen zu sagen, dass man sich von einem Z3 irgendwann wieder trennen kann.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurde der Wagen nie geschont – aber immer gepflegt. Genau so, wie ich finde, dass ein BMW gefahren werden sollte.
Oder um es mit einem alten BMW-Slogan zu sagen:
„Aus Freude am Fahren.“
Nicht „Aus Freude am Stehen.“
Und auch wenn es “nur” der M44 mit 1,9 Litern und 140 PS ist, habe ich diese Motorisierung nie bereut. Für mich passt dieser Motor perfekt zum Charakter des Z3: robust, zuverlässig, drehfreudig und ehrlich. Er hat mich in all den Jahren nie im Stich gelassen.
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Fast alle Wartungen habe ich selbst durchgeführt. Technisch ist der Wagen bis heute weitgehend original geblieben. Kurz nach dem Kauf bekam er lediglich einen Eisenmann-Endschalldämpfer, weil ich fand, dass der M44 ruhig etwas kerniger klingen darf. Außerdem wurden irgendwann leicht getönte Rückleuchten montiert.
Ansonsten habe ichmeinen Zetti ganz bewusst nie “verbastelt”. Keine modernen LED- oder Angel-Eyes-Scheinwerfer, keine unpassende Tieferlegung, keine monströsen 19-Zoll-Felgen und kein China-Radio mit CarPlay.
Die originalen 16-Zoll-Z-Star-Felgen sind bis heute montiert. Sie wurden lediglich anthrazit pulverbeschichtet – zum einen, weil es mir optisch besser gefällt, zum anderen aber auch, weil sie sich so deutlich leichter sauber halten lassen.
Sogar die originale, riesige Radioantenne steht noch auf dem Kotflügel.
Für mich gehört all das einfach zum Charakter des Autos. Er sollte immer wie ein gepflegter Z3 wirken – nicht wie einer, der jedem Tuningtrend der letzten 20 Jahre hinterhergelaufen ist.
Mit diesem Auto verbinde ich längst nicht mehr nur Technik.
Er ist über die Jahre ein Stück meines Lebens geworden.
Meine erste Teilnahme an den Days of Thunder war 2010. Es folgten viele Treffen, unzählige schöne Gespräche und jede Menge gemeinsamer Spaß. Besonders gefreut habe ich mich über die beiden dritten Plätze bei den DoT 2022 und 2024. Zum Sieg hat dann mein Talent leider nie gereicht. Der Zetti hätte es mit links gekonnt.
Ein absolutes Highlight war aber schon 2014 der Helldriver.
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Bis heute gehört dieses Wochenende zu meinen schönsten Erinnerungen rund um den Zetti und dieses Forum. Nicht nur wegen des Sieges, sondern wegen der ganzen Atmosphäre, der Menschen und des völlig verrückten Wettbewerbs. Der Gewinn war ein Erlebnis, das mir im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut gegangen ist – denn als Preis gab es ein Helldriver-Tattoo, das später auf der Tattoo Convention in Berlin gestochen wurde.
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Wer damals dabei war, erinnert sich wahrscheinlich genauso gerne daran wie ich.
2019 ging es dann gemeinsam mit Jochen zur Charity-Alpenrallye. Unsere Tour haben wir fast in Echtzeit hier im Forum begleitet. Besonders beeindruckt hat mich damals die Hilfsbereitschaft der Mitgleider des besten Forums der Welt. Es wurde unglaublich großzügig gespendet, und alle Unterstützer fuhren in Form von Sponsorenaufklebern symbolisch mit uns durch die Alpen.
Wir hatten Schnee
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Wir hatten Hitze
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Der beste Co-Pilot ever,ever,ever :verneig:
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Leider sorgten genau diese Aufkleber später für den einzigen größeren Schönheitsfehler am Auto. Beim Entfernen löste sich der Klarlack des Kofferraumdeckels gleich mit ab. Deshalb ist der Kofferraumdeckel heute das einzige nachlackierte Karosserieteil.
Wenn ich heute vor dem Auto stehe, sehe ich keinen 30 Jahre alten BMW.
Ich sehe meinen Roadster, der mich seit zwanzig Jahren begleitet. Ich sehe Urlaube, Treffen, Schrauberabende, spontane Ausfahrten, Passstraßen, Sommerabende mit offenem Verdeck und viele Menschen, die ich ohne dieses Auto wahrscheinlich nie kennengelernt hätte.
Er war nie ein Museumsstück.
Nie eine Garagenkönigin.
Er wurde gefahren.
Und genau so sollte es sein.
Der Wagen hat bisher genau das getan, wofür er gebaut wurde – und trotzdem den Sprung zum Oldtimer geschafft.
240.000 km, H-Kennzeichen und kein bisschen müde. Für mich ist das kein Abschluss, sondern ein Versprechen: Dieser Z3 hat noch viele Kilometer vor sich.
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Geändert hat sich am Ende nur ein Buchstabe auf dem Kennzeichen. Der Rest bleibt wie bisher – und genau so soll es sein.
Ich freue mich auf die nächsten Kilometer, auf die nächsten Days of Thunder und auf alles, was ich mit diesem Auto noch erleben werde.