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Von links:
Christmann Idig Riesling 12 GG: Die Enttäuschung des Abends. Schlicht und ergreifend über dem Zenit. Zu Beginn phenolisch, Mittelbau dünn, Länge nicht vorhanden, Säure ebenso. Ich hatte in den letzten 4 Wochen auch noch 12er Hubacker von KPK und 12er Morstein von Wittmann. Das ging geschmacklich in verschiedenen Ausprägungen alles in die gleiche Richtung. Der Idig war sicherlich der schwächste Kandidat, aber die anderen beiden waren auch maximal mittelmäßig. Für mich ist der Jg. 12 in Sachen Riesling durch.
Huber Bienenberg Weißburgunder 12 GG: Das krasse Gegenteil. Wir haben alles blind probiert und niemand hat den Wein älter als 5 Jahre geschätzt. Frisch wie am ersten Tag, Körper und Struktur, ohne dabei fett zu sein, immer noch feine Reduktion, in der Mitte Salzigkeit und Steinigkeit, hinten raus schöne Säure und Länge. In Summe: Groß!
Benoit Ente Antichtone Aligoté 20: Der Beweis, dass aus Aligote auch vernünftige Weine entstehen können. Knackige Säure, die aber von Struktur aufgefangen wird. Nicht easy drinking, aber auch nicht übermäßig anstrengend. Reduktion und auch Gerbstoff, nicht grün, mittlere Länge, mittlerer Körper.
Anne Boisson Aligoté 21: Simpler als der Ente mit weniger Struktur und noch knackigerer Säure, ohne dabei grün zu sein. Falsche Jahreszeit für den Wein, das ist eher der Typ "30 Grad, Terrasse", dafür gut gemacht und er kostet auch nur +- 1/3 vom Ente.
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Von links:
Basta Wines Frauenberg 20: Spannendes Produkt, ich bin da ohne Erwartungen dran gegangen und es hat mich mehr als positiv überrascht. Das ist ein Projekt des Geschäftsführers der Laurenz-Weinhandlung in Mainz (Bas). Es steht keine Rebsorte drauf, ist aber 100% Weißburgunder. Es handelt sich um ein Barriquefass des Weinguts Full aus Mölsheim / Rheinhessen, welches sich in eine, für das Weingut zu "freakige" Stilistik entwickelt hat. Das hat Bas gekauft und der Wein wird ausschließlich in der Weinhandlung in Mainz für um 30€ verkauft. Sehr nobles, ganz dezentes Holz, tolle, nicht übermäßige Reduktion, kein Gramm Speck, aber auch nicht dünn, hinten raus knackige Säure. Geht blind als guter Village Chardo aus Meursault durch und läuft wie Bachwasser.
Collective Z Kalkoven Silvaner 21: Ein Natur-Garagenweingut aus der Pfalz, heißt seit Kurzem "Marie Adler Weine", in Summe (wie so oft) dominieren Apfelnoten, aber das Gerbstoffgerüst hält gut dagegen, kein schlechter Wein, auch gut gemacht und ohne Fehler, aber auf der Naturweinspeisekarte einfach recht beliebig und austauschbar. Dafür sind mir 32€ Hofpreis ehrlich gesagt zuviel. Das kann Schätzel mit dem "naturweiss" und Heinrich mit dem "naked white" genauso gut und die Kosten weniger als die Hälfte.
Andres Haardter Herzog Chardonnay 20 und Pierre Girardin Eclat de Calcaire 20: Beide Weine definieren sich über Reduktion und Säure. Leider haben beide auch einen deutlich grünen, dünnen Touch und werden schnell anstrengend. In Summe nix dolles.
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Thema: Der Weißwein Thread!!!!
Baum-Darstellung
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20.01.2026, 13:58 #11Beste Grüße
Fabian
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