Also, ich möchte an dieser Stelle einmal so ganz generell etwas zur deutschen Fankultur schreiben:

Als ich selber noch aktiv Fußball gespielt habe, auf Bezirksliga-Niveau zugegebener Maßen, waren mir die "Fans" auf dem Platz immer viel lieber als diejenigen, welche während des Spiels mit einer Flasche Bier im heimischen Garten saßen und an mich dachten....

Was mir seit geraumer Zeit im internationalen Fußballgeschehen auffällt ist die Tatsache, dass doch sehr viele Länder dieser Welt wesentlich mehr Fans auf die Beine bringen als unser Land. Die Engläner und Holländer sind ja geradezu berühmt-berüchtigt für ihre Reisefreude, aber auch die Latein-Amerikanschen Länder machen sowohl optisch als auch akustisch ordentlich was her und füllen mengenmäßig ganze Kurven. Selbst die kleinen Nationen, wie Dänemark (die mit den Wikinger-Helmen) oder auch die Schweizer (die mit den Kuhglocken) sorgen für ordentlich Stimmung in den Stadien dieser Welt.
Dagegen nimmt sich unsere "Handvoll Fans" doch immer recht bescheiden aus. So etwas wie Hexenkessel-Stimmung gibt es nur in Deutschland (und selbst da nicht überall) und in direkter Nachbarschaft-ansonsten stellen wir diesbezüglich nicht wirklich viel dar.

Statt dessen leben unsere Fanmeilen, weitab des Geschehens, mittlerweile längst kommerziell erschlossen und standardisiert bis zum uniformen Wangenanstrich und den albernen Fähnchen für'n Euro beim Tanken.
Public Viewing im trauten Familienkreis ist auch ganz stark, das motiviert doch jeden deutschen Sportler bin in den letzten Winkel dieser Erde-garantiert.

Ich finde trotzdem, dass sich die Spieler ihren Fans mal hätten zeigen können, aber wir sollten jetzt auch nicht so tun, als würden wir Fan-mäßig richtig was hermachen und von daher ein regelrechtes Anspruchsdenken entwickeln.