Tragbar ist tatsächlich auch ein schwarzes Zifferblatt in einer relativ dicken Uhr zu jedem Anzug.

Darum geht's aber nicht. Es geht darum, dass von einem Leute, die Anzug tragen, und dies nicht nur um Einnahmen zu generieren, sondern im Sinne einer Konvention, als Kleidung eben, einen Dresscode erwarten, dem die Explorer nicht entspricht.

Die merken dann sofort, dass der Vertreter oder Verkäufer eben nicht zu ihnen gehört, nicht ihre Preisklasse ist eben. Nicht das Niveau hat. Man sich nicht auf dieses Niveau hinunterlässt. Man also kein Geschäft abschliesst.

Ich mag solche Leute nicht, aber es gibt sie in ziemlich grosser Zahl in West- und "Osteuropa", in Japan aber wohl kaum in China, habe ich mir sagen lassen. Und die suchen dann eben einen Geschäftspartner ihresgleichen. Nicht einen von der Strasse, der nicht weiss, wie's geht. Statt mit einer eleganten Uhr, helles guillochiertes Blatt, mit einer wasserdichten dicken Uhr und schwarzem Zifferblatt.

Nicht meine Sache, aber so ist das Leben. Glücklich, wer in der heutigen Situation seine Kunden aussuchen kann.

Wie erwähnt: Cellini ist eine sehr gute Alternative. Auch als Junger kann man die Grossvateruhr unbeschadet tragen. Nur Aufziehen nicht vergessen.

P.s. Als einmal ein Kunde in ein mir bekanntes Uhrengeschäft kam, und der "für ihn reservierte" Verkäufer hemdsärmlig aus dem Hintergrund kam, sagte der Kunde, dass er wohl störe. Er käme in 10 Minuten nochmals, dann habe der Verkäufer Zeit, sich anzuziehen. Und das Verrückteste: Er kam tatsächlich in genau 10 Minuten nochmals und kaufte eine Daydate II. Innerhalb weiterer 10 Minuten. Bar bezahlt und mit "doh'sch noh ebbys zum Dringge fir die Aagstellte". Wieviel Zuschlag er bezahlte, weiss ich nicht. Ich war die ganze Zeit anwesend. Daiggaff heissen solche Leute in Basel, mehbessery aus dem Teig, dem erlauchten Kreis der alten Basler Familien. Und die Händler brauchen auch solche Kunden. Denn die kaufen eine Uhr, wenn sie gerade für den Abend eine brauchen.