Dopingsumpf und Materialschlachten haben längst auch im Bereich der Versehrtensportarten Einzug gehalten. Da gibt's überhaupt keine Unterschiede zu "anderen Welten" mehr.

Eine erste Klage vor den Sportgerichtshöfen auf Teilnahme eines Versehrten an den Olympischen Spielen wurde ja bereits abgewiesen, weil die Unversehrten auf Grund der technischen Möglichkeiten des Klägers gar chancenlos gewesen wären.

Die Dopingproblematik ist hier überdies besonders ausgeprägt, weil notwendige Medikamente und verbotene, leistungsfördernde Substanzen noch dichter beieinander liegen als in der Welt der unversehrten Sportler.
In den Sportfachzeitschriften wird das längst thematisiert und auch hart umstritten.

Ich will hier gar nicht unken- die dargebotenen Leistungen sind samt und sonders herausragend und aller Ehren wert, das ist nicht die Frage, aber ein Szenario von uriger Olympiaromantik, bei der ein Versehrter nur auf Holzkrücken und nicht mehr als seinem eisernem Willen die Streif herunterbrettert, entspricht imho nicht der Leistungssport-Realität und wird von den Versehrten auch so nicht gewollt.

Der sportliche Alltag ist längst auch hier angekommen.