Rolex hats aber auch schwer, denn wie kann man den Mythos des Abenteurers denn heute noch aufleben lassen? Im Wasser trägt man Tauchcomputer, die Herren Piloten tragen irgendwas. James Bond trägt Omega, auf´m Mond waren die auch schon. Mit dem Heissluftballon die Welt umrunden macht man mit Breitling, der Admirals Cup ist anderweitig vergeben und Autorennen werden immer mehr sozial geächtet. Ausserdem ist die Formel 1 ja schon vom Plebs bevölkert (TAG, Oris,...). Und die eigentliche Zielgruppe hat - wie auch ich - den Haupteinsatzzweck im Gespräch mit der Kundschaft und im Hardcorecomputing am Rechner. Welch Weichei- Gesellschaft.

Ich weiss nicht...
Ich schätze alle möglichen Uhren aus den verschiedensten Gründen.
Auf Expedition kommt an mein Handgelenk ne Rolex (GMT) und sonst gar nix.
Mir wäre es nie eingefallen, nach einem anderen Wecker zu streben, und sobald ich mir eine leisten konnte, habe ich mir eine Rolex gekauft.
Der Mythos scheint nach wie vor zu funktionieren... zumindest in meinem Falle.

Wie man das allerdings in weitere Generationen übernehmen soll, ist allerdings eine berechtigte Frage.
Wer wird in 20 Jahren einen abenteuerlustigen ehrgeizigen Mann so inspirieren, dass er eine (zu) teure Uhr kauft?
Rolex könnte sich zum Beispiel bemühen, Umweltschutzaktivisten oder Entwicklungshelfer (die oftmals noch wirkliche "Abenteuer" bestehen), für ihre Promo zu gewinnen.
Da würde sich dann allerdings die Frage aufdrängen, ob die das überhaupt wollen, und wie das dann allerdings auf die Zielgruppenländer China, Japan oder Golfstaaten wirkt, steht noch einmal auf einem anderen Blatt.