Es braucht für Rolex übrigens keine technische Ausreden, weshalb an einer solchen Uhr nichts gemacht wird. Rolex hat geschützte Designs, und es ist alleine an Rolex, solche farblich oder sonstwie weiterzuentwickeln. Wer sich seine eigene Uhr macht, muss auch seinen eigenen Service-après-vente aufziehen. Für sich selbst. Und wer solche Uhren für andere macht, muss eben ohne die rechtlich geschützten Elemente von Rolex auskommen, denn diese sind exklusiv zum kommerziellen Nutzen von Rolex geschützt. Geistiges Eigentum ist ebenso Eigentum wie Eigentum an einem Stück Holz, mit dem Unterschied, dass es für manche schwerer erfassbar ist, denn es braucht dazu abstraktes Denken.

Ob die Veränderung eine Verschönerung oder eine Verhunzung ist, ob eine technische Verbesserung oder eine Verschlechterung, spielt dafür überhaupt keine Rolle.

Wer eine Veränderung an einer Rolex erfindet, kann übrigens versuchen, diese an Rolex zu verkaufen. Oder kann auch, höchstwahrscheinlich noch erfolgloser, versuchen, von Rolex das Recht zu erwerben, eine so veränderte Rolex zu produzieren.

Meist allerdings, das muss hier bemerkt werden, sind die Veränderungen an Rolex-Uhren ziemlich einfallslos und anderswo abgekupfert. Der sogenannte Erfinder will seiner angeblichen Erfindung durch die Verwendung an einer Rolex das Gewicht der Marke Rolex geben, einer Marke, die ihm gar nicht gehört. Ich betrachte solches als primitive Trittbrettfahrerei. Seh's aus, wie's wolle.