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  1. #1
    Daytona Avatar von Surforbiter
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    Der Anker ist aber auch kein Malabar Monsooned, Elmar, sondern ein ehrlicher konventioneller Robusta.

    Dass im Moment fast alle Röstereien einen MM im Angebot haben, ob Arabica oder Robusta, kann ich mir eh nur dadurch erklären, dass die MMs immer eine tolle Crema produzieren. Da geht die Optik vor dem Geschmack, denn in den vielen Fällen schmecken die total gammelig und muffig und werden deshalb auch so dunkel gebrannt, dass die Bohnen schon schwarze Flecken kriegen.

    Denn selbst in Indien, wo Arbeitszeit nicht viel kostet, musst Du für einen guten MM einen Riesen-Aufwand betreiben: monatelanges Lagern, wobei die Bohnen immer wieder per Hand umgeschichtet werden müssen, damit sie nicht zum modern anfangen, dann per Hand aussortiert. MM mit guten Arabica-Bohnen, z.B. der Third Wave Coffee MM AA kosten in Indien schon mehr als 20 Euro das Kilo. Die MMs sind hier aber auch nicht sonderlich beliebt oder verbreitet.
    Beste Grüße, Florian

  2. #2
    PREMIUM MEMBER Avatar von Edmundo
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    Zitat Zitat von Surforbiter Beitrag anzeigen
    Der Anker ist aber auch kein Malabar Monsooned, Elmar, sondern ein ehrlicher konventioneller Robusta.

    Dass im Moment fast alle Röstereien einen MM im Angebot haben, ob Arabica oder Robusta, kann ich mir eh nur dadurch erklären, dass die MMs immer eine tolle Crema produzieren. Da geht die Optik vor dem Geschmack, denn in den vielen Fällen schmecken die total gammelig und muffig und werden deshalb auch so dunkel gebrannt, dass die Bohnen schon schwarze Flecken kriegen.

    Denn selbst in Indien, wo Arbeitszeit nicht viel kostet, musst Du für einen guten MM einen Riesen-Aufwand betreiben: monatelanges Lagern, wobei die Bohnen immer wieder per Hand umgeschichtet werden müssen, damit sie nicht zum modern anfangen, dann per Hand aussortiert. MM mit guten Arabica-Bohnen, z.B. der Third Wave Coffee MM AA kosten in Indien schon mehr als 20 Euro das Kilo. Die MMs sind hier aber auch nicht sonderlich beliebt oder verbreitet.
    Ich weiß. Normal mag ich eher eine gute Mischung 30/70 oder 20/80.
    Muffig beschreibt es ganz gut, irgendwas stört mich. Da ist diese herbe Note, die durchaus Muffigkeit hat wenn man es böse sagen möchte. Interessant Ausführungen zum MM, danke für die Infos.
    Der Anker ist durchaus gut. Ich suche noch weiter und in der Zwischenzeit kommen Anker und Borbone zum Einsatz. Dazwischen immer mal was zum Testen. Macht ja auch Spaß.

  3. #3
    Sea-Dweller
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    Zitat Zitat von Surforbiter Beitrag anzeigen
    Dass im Moment fast alle Röstereien einen MM im Angebot haben, ob Arabica oder Robusta, kann ich mir eh nur dadurch erklären, dass die MMs immer eine tolle Crema produzieren. Da geht die Optik vor dem Geschmack, denn in den vielen Fällen schmecken die total gammelig und muffig und werden deshalb auch so dunkel gebrannt, dass die Bohnen schon schwarze Flecken kriegen.

    Malabar ist tatsächlich ein krasses Zugpferd. Ich denke es liegt gar nicht so sehr an der Crema, sondern an dem Attribut säurearm. Säurearm zieht einfach, weil Säure beim Kaffee von der Mehrheit der Kaffeetrinker mit Magenschmerzen, Sodbrennen, zitronig-spitz sauer assoziiert wird.

    Hinzu kommt, dass Malabar nach "dem Katzenkaffee" und nem "Blue Mountain" wohl die namentlich bekannteste Kaffeesorte ist und viele Menschen, die nicht so tief im Thema sind den Namen schon mal irgendwo aufgegriffen haben. Hier wurde sehr gutes Marketing seitens der indischen Produzenten betrieben und die Legende der britischen Segelfrachter schön kultiviert.

    Ich persönlich kann mit dem typischen erdig-torfigen Geschmack auch eher wenig anfangen. Im Cappu funktioniert das noch sehr gut, da hier schöne Schokonoten zu Stande kommen, aber bspw. als Aufguss käme mir ein Malabar niemals in die Tasse. Das ist aber rein subjektive Geschmackssache. Ich habe Kunden die lieben genau dieses Geschmacksprofil. Hier spielt natürlich auch die Prägung durch minderwertige Supermarktkaffees (mit hohem Robustaanteil) eine Rolle.

    Malabar hat durch die Behandlung eine veränderte Zellstruktur und ist dadurch viel empfindlicher als andere Rohkaffees, ist quasi im Röster eine Diva. Daher wirken Malabars oftmals intensiver geröstet als es tatsächlich der Fall ist. Unterentwickelter, sprich zu kurz gerösteter Malabar, hat das Problem, dass es unangenehm grasig-hölzern schmeckt und dass das Bohnenbild farblich extrem heterogen ist. Das zieht sich eigentlich durch alle Qualitäten. Man muss sich halt bewusst machen, dass durch die Nachbehandlung der Rohkaffee praktisch zerstört wird.

    Der obere, gelbe Rohkaffee ist der Malabar, die grünen Bohnen ein gewaschener Arabica. Man sieht deutlich den Unterschied. Auch bei der Dichte gibt es große Unterschiede. Ein Sack "normaler" Arabica wiegt 60kg, Malabar 50 kg bei identischem Volumen.




    malabarvshonduras.jpg
    Beste Grüße,

    Roman

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