Da ich ja bereits gescholten wurde, den Thread in die falsche Richtung zu drücken, kann ich ja ganz ungeniert noch einmal einen drauflegen (Inspiriert durch Marcus Beitrag)

Eine Marke entsteht dadurch, dass irgendjemand etwas herstellt, an dem andere Gefallen finden. In der Regel ist Qualität ein Kriterium. Wobei Qualität weit mehr ist, als ein anderes Wort für Langlebigkeit. So gibt es Qualität in Design, in der Materialauswahl, in der Verarbeitung etc.pp.
Nun möchte der Hersteller natürlich gerne kommunizieren, dass es Menschen gibt, die sein Produkt anderen gegenüber vorziehen. Und um das möglich zu machen und den Konsumenten es zusätzlich leicht zu machen, seine Ware von anderen zu unterscheiden, versieht er sie mit einem Label.

Jedes so entstandene Markenprodukt zeichnet sich aber durch eine andere Art von Qualität aus. So steht Prada vielleicht für die Qualität seines spezifischen Designs - LV aber u.a. für Qualität in Materialauswahl, Verarbeitung und Langlebigkeit seiner Produkte.

Das Image entsteht dann durch die Konsumenten und die Botschaft, die der Hersteller seinen Produkten mitgibt. Das Image einer Marke kann Regional auch sehr unterschiedlich sein.

Wer nun ein Markenprodukt kauft, möchte sich nicht lange mit der Selektion von Qualitäten verschiedener im Angebot befindlicher Produkte aufhalten (oder hat dies bereits getan und ist bei dem Produkt gelandet). Er sollte aber zumindest im Vorfeld für sich feststellen, ob das ausgewählte Markenprodukt das ist, was man sucht - so viel Zeit sollte man investieren.

Wer dann ein Markenprodukt kauft, sich über mangelnde Qualität beschwert, die er sich von dem Produkt erhofft hat sollte dies beim Hersteller/Händler reklamieren. Der wird dann entsprechend reagieren, je nach Berechtigung der Reklamation.

Ein konkretes Beispiel:

Wenn jemand bei mir eine Kiste handgefertigter Cigarren kauft, kauf ein Produkt welches aus Naturmaterialien die naturgemäßen Schwankungen unterworfen sind und mit einer entsprechenden Fertigungstoleranz durch die Handarbeit hergestellt wurde. Für die Qualität gibt es nun objektive Kriterien. Verarbeitung, Auswahl der Rohmaterialien, Lagerung etc.pp.
Wenn die Cigarre bei einem dieser Kriterien nicht dem Produktanspruch genügt, so tausche ich sie um. Nun gibt es natürlich gerade was die Auswahl der Kriterien und der Festsetzung des Produktanspruchs zuweilen Differenzen zwischen Konsument und Produzent. Stellt der Konsument das fest und ist damit nicht zufrieden, sollte er die Marke wechseln - ganz einfach.

Nun wird der Produzent ggf. Feststellen, dass ihm die Abnehmer für sein Produkt weg brechen, und gegensteuern oder aber er steuert nicht gegen oder stellt keinen Absatzrückgang fest, dann regelt der Markt ob das Produkt überlebt oder nicht.

Jedenfalls sehe ich nicht die Schnittstelle, an der der Konsument den markenspezifischen Produktanspruch festsetzen kann.

Und aus diesem Grund führen solche Threads in Konsumentenforen in der Regel zu nichts...

Alles meine persönliche Meinung die sich aus diversen Beobachtungen und Erfahrung entwickelt hat.