Mir fehlt das letzte Insiderwissen, aber das Phänomen Schumacher scheint mir ein grundsätzliches zu sein. Ich habe erst kürzlich ein Portrait gesehen in dem sehr deutlich wurde, dass ein sportgeschichtliches "Monument" von nicht mal Mitte-Vierzig, der nichts anderes "over-the-top" kann als schnell Autofahren, es anno 2010 nicht leicht mit der Wegfindung hat:

Ein bisschen Westernreiten mit Corinna, leidlich Mopedfahren "unter ferner liefen..." und medial immer noch den Stock im Allerwertesten, wenn ein Mikro naht, zeigen doch deutlich, dass die Zeit vor Nichts und Niemanden halt macht.

Wenn man sieht, wie z.B. Rosberg mit den Medien umgeht und mit welcher jugendlichen Leichtigkeit er die Probleme schultert, erinnert mich das ein wenig an meine aktive Fußballer-Zeit, in der man zwar bis zu einem gewissen Grad die nachlassenden körperlich-mentalen Fähigkeiten mit einem Maß an Erfahrung kompensieren kann und dennoch irgendwann in einer ersten Mannschaft nichts mehr zu suchen hat. Ich weiß, auch dieser Vergleich hinkt, aber er beschreibt irgendwo doch, wie dünn die Luft erst am obersten Ende des Leistungssportes sein muss...