Original von ICEBIRD
Ich kann euch echt nicht verstehen....
Na die meiste Musik gibt's nach wie vor zuhause über die große Ghettobeschallung. Dass die mitgelieferten Ohrhörer der Bezeichnung "Kopfhörer" nicht gerecht werden, steht ebenfalls außer Frage.

Zweitens sollte man nicht vergessen, dass früher der Beruf Tontechniker bis zur mehrfachen Professur gelebt werden konnte. Heute reicht dazu ein vorangegangenes Praktikum beim bayrischen Rundfunk oder eine mehrwöchige Tätigkeit als DJ und Plaudertasche bei der lokalen Uni-Radiostation, die keine UKW-Frequenzen belegt, sondern XM sendet oder gleich ins www streamt. Natürlich nicht, weil der Sender keine Kohle hat und eh nur Mist sendet, sondern weil's "die Zukunft" ist.

Ein großteil der aktuellen Musik ist qualitativ für die Wiedergabe auf Handylautsprechern, ipods oder zuhause am Rechner über Tischhupen und Brüllwürfel ausgelegt. 128kbit-192kbit MP3. Das ist das Maß der Dinge.

Nun muss ich zu meiner Schande gestehen, dass 70% meiner daily tunes genau aus dieser Sparte kommen (RnB, HipHop, Rap, Club, Mainstream).

Ich stamme zwar aus einer Generation, die noch mit Vinyl aufgewachsen ist, die Doppelkassettendecks mit "High Speed Dubbing" seit jeher höchst skeptisch beäugt hat und die, nach anfänglichen Fehltritten mit Sony- und Aiwa-Kompaktanlagen irgendwann auch mal eine vernünftige Anlage aus Einzelbausteinen ihr Eigen nennen konnte. Nichtsdestotrotz war dem Anspruch irgendwann genüge getan und Produkte wie Nakamichi's Dragon und Plattenspieler von Rotel oder Thorens kannte man nur aus Prospekten. Wenn sich dann im Schulbus zwei Vertreter einer älteren Generation, denen beiden eine steile Karriere als Studenten der Elektrotechnik oder Informatik auf die Stirn tätowiert stand, über eine bestimmte Stelle aus einem bestimmten Stück von einem bestimmten Album ihres allerliebsten Progressive Rock Künstlers stundenlang austauschen konnten und dabei Equalizer-Feineinstellungen und Vormagnetisierungsstufen für eventuelle Duplikate diskutiert haben, dabei auch noch Wörter wie "audiophil" benutzt haben, dachten wir uns damals schon "What a bunch of fu..ing morons! Did you guys ever get laid?"

Aber von dieser Fraktion gibt's offensichtlich noch sehr, sehr viele. Anders lässt es sich nicht erklären, dass 2009 immer noch Alben von Pink Floyd, Alan Parsons Project und Mike Oldfield verkauft werden.


Trotzdem: Gescheite Kopfhörer müssen sein!
Mit Ulrichs Ultimate Ears liebäugle ich schon länger. Sind mir aber glaub ich zu teuer. Vielleicht mal das neue In-Ear von Apple testen. Hätte halt auch noch gerne das Mic und die Knubbels zum Drücken fürs iphone. Das schränkt die Auswahl schon ordentlich ein.

(Sorry, wurde ein bisschen länger. Und ist auch nicht ganz ernst gemeint )