Original von redsubmariner
Ich kapiere es ueberhaupt nicht, dass jemand ernsthaft eine Ware kaufen will, und dabei nicht in den Laden geht. Wie schwer ist es denn, in den Laden zu gehen, ein Gespraech zu fuehren, dabei kann man doch locker den Preis herausfinden, und einen eventuellen Rabatt, den man am Telefon niemals gewaehrt bekommt.
Was andere machen, muss man nicht unbedingt kapieren. Man kann es akzeptieren oder auch nicht. ;-)

Zum Einen: Ich WAR in einem Laden. Die Beratung dort - sofern man dieses unkompetente Geschwafele überhaupt so nennen konnte - war (sorry für den Ausdruck) unter aller Sau. Ich hatte ja nicht nach einer schlaffen Seiko oder einer Batterie für eine Casio gefragt, sondern nach dem Weißgoldmodell einer renommierten Manufaktur für runde 14.000 Euro. Und da erwarte ich zumindest einen fundierten Background, was Fragen nach Technik, Material und evtl. Austauschbarkeit von Ziffernblättern etc. anlangt.

Zum Andern: Ich erwähnte bereits kurz, dass es keinerlei Probleme macht, sich vorab über die Preise andere "Luxusgüter" zu informieren. Sei es nun in Form von downloadbaren Preislisten auf den Webseiten von zB Mercedes oder aber per Telefon. Ich hatte auch null Schwierigkeiten, bei zwei offizielle Patek-Konzessionären die Listenpreise von Aquatimer und Nautilus zu erfragen. Die Auskünfte waren freundlich und präzise.
Bei den drei durchgeführten Rolex-Telefonaten ging es auch nicht um Rabatte oder Hauspreise, sondern einzig um den offiziellen Listenpreis für vier verschiedene Modelle. Und zwar aus dem profanen Grund, um vorab einschätzen zu können, ob eine mir optisch zusagende Uhr auch in mein Preisgefüge passt.

Charles.
Es gehört zu einem Geschäft nunmal dazu, dass man oft mit Kunden zu tun hat, die nichts kaufen. Wer dies als Händler oder Betreiber noch nicht verinnerlicht hat, hat in diesem Bereich nichts verloren. In einer von einem Bekannten geführten Porsche-Niederlassung drängeln sich tagtäglich drei Dutzend "Interessenten" um die Ausstellungsstücke und löchern die Berater mit den skurrilsten Fragen. Trotzdem haben Höflichkeit und Freundlichkeit Priorität, könnte sich unter den Fiesta- und Seat-Fahrern doch auch mal ein potentieller Porschekäufer befinden.
Wenn einige Rolex-Händler dies anders sehen - ihr gutes Recht. Doch wären sie dann in einer Hinterhofklitsche mit Eisentor und Sichtluke nach Art der Zockerbuden besser aufgehoben.